Notiz über eine zu Heidelberg von den pfalzgräflichen Räten vorgenommene Abmachung zwischen Hermann Riedesel einer- und Peter Schwarz von Winternheim andererseits wegen der pfalzgräflichen Ochsen, von denen Hermann 33 getötet (nidergeslagen) und behalten hat, da Peter im Geleit des Abts von Fulda Hermanns Herrschaft (Herrlichkeit), die er von der Pfalz zu Lehen hatte, verletzt hatte. Hermann soll nun Peter für das Töten und Behalten der 33 Ochsen und den entstandenen Schaden zum Sonntag Invocavit [= 4.3.1487] zu Heidelberg in der pfalzgräflichen Kanzlei 230 Gulden entrichten. Da Peter wegen der Wegnahme merkliche Kosten und Schäden angezeigt hat, die durch andere 274 Ochsen entstanden sind, soll er seine Forderungen gegenüber dem Abt zu Fulda und Hermann behalten. Hermanns Anwalt, sein Schreiber Konrad, hat die Sache angenommen und verspricht, die Antwort seines Herrn binnen 14 Tagen dem Pfalzgrafen zuommen zu lassen. Dabei waren als Schiedsleute: Otto vom Hirschhorn, Ritter; Eitel von Sickingen, Ritter; Alexander Pellendorfer, Protonotar.