Der Scholaster des Stifts Aschaffenburg Johann [Herdan] von Büches (Bu/e/ches) verkauft seinen Hof, der das Loch genannt wird, in der Pfaffengasse (Phaffengaszen) in Aschaffenburg zwischen den Häusern der Stiftsvikare Emmerich von Monzingen (Mu/e/nczigen) und Konrad Stump von Lich (Liche) an den Stiftskanoniker Hartmann Feist. Der Hof gehörte seinen Eltern und ist bei der Erbteilung nach deren Tod an ihn gefallen. Er hat dafür von dem Käufer 84 Gulden erhalten. Von dem Hof sind jedes Jahr am 11. November (vff sante Mertins dag) die folgenden Zinsen in Aschaffenburger Währung zu entrichten: - 2 Pfund Heller an die Fabrik des Stifts. - 30 Heller an den jeweiligen Keller des Erzbischofs von Mainz in Aschaffenburg. Diesen Zins hatte der verstorbene Keller Johann (Antze) Weyn von der Frankfurter Bürgerin Agnes Wissen gekauft. - 20 Pfennige an Rumpracht von Carben und seine Geschwister sowie ihre Erben. - 18 Schilling Heller und 4 Heller an Hartmann Waldmann und seine Geschwister sowie ihre Erben. - 9 Heller an den Präsenzmeister (presencier) des Stifts Aschaffenburg. Sollte es sich herausstellen, dass auf dem Hof noch weitere Zinsen lasten, dann soll der Verkäufer diese entrichten. Dieser verpflichtet sich, mit keinerlei Mitteln eine Rückgängigmachung des Verkaufes zu versuchen.

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Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg