Akademische Ferienverbindung Moenania (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Wertheim, S-V 35
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Wertheim >> Vereine, Parteien und Körperschaften (V-Bestände) >> Vereine
1891-1995
Überlieferungsgeschichte
Der Bestand StAWt-S V 35 "Moenania" wird gebildet durch den Nachlass der Akademischen Ferienverbindung Moenania aus Wertheim. Die Verbindung wurde 1891 von Studenten aus Wertheim mit dem Ziel gegründet, die Semesterferien durch das Verbindungsleben in der Heimatstadt zu gestalten. Neben Studenten konnten ab 1902 auch nichtakademische ehemalige Wertheimer Gymnasiasten der Verbindung beitreten. Bis 1903 waren zudem Primaner des Wertheimer Gymnasiums als Mitglieder zugelassen. Zwischen 1935 und 1948 herrschte aufgrund des Verbots der Verbindung kein Verbindungsbetrieb. Organisatorisch teilte sich die Verbindung in aktive Mitglieder und sogenannte Alte Herren, die Leitung oblag den sogenannten Chargierten, die in den Unterlagen je nach Rang mit drei (niedrigster), zwei oder einem (höchster) X zeichnen. Wichtige Veranstaltungen der Verbindung waren der "Konvent" und die "Kneipe", wobei zu ersterem Protokolle angefertigt wurden, sowie das jährliche Stiftungsfest. Seit etwa 1966 gewann die Verbindung keine aktiven Mitglieder mehr hinzu, weshalb nach einem letzten außerordentlichen Konvent der Betrieb einschlief. Seitdem fanden nur noch vereinzelte Veranstaltungen der letzten Mitglieder statt. Seit 1996 ist kein Treffen mehr bekannt.
Der vorliegende Bestand wurde vor seiner Übernahme durch das Archiv von Wilhelm Hahn aus Wertheim, genannt Gallus, an das Wertheimer Grafschaftsmuseum übergeben, wo der gegenständliche Teil des Nachlasses entnommen wurde.
Inhalt und Bewertung
Inhalt des Bestands sind zum einen die Protokolle und Rechnungsbücher der Verbindung sowie diverse Unterlagen zu Verbindungsveranstaltungen, zum anderen eine Reihe gedruckter Bände, in erster Linie Noten- und Gesangbücher, und zum dritten verschiedene Zeugnisse aus dem Verbindungsleben (u.a. Fotos, Postkartenalben, Gästebücher, durch die Moenania gedruckte Umschläge und Karten). Zusätzlich zum ursprünglichen Bestand wurden Bilder und Informationskärtchen als Überrest der erwähnten Ausstellung im Grafschaftsmuseum und die ehemalige Übergabeliste in den Bestand aufgenommen. Der Großteil des Bestandes war bei der Übernahme bereits sehr gut erschlossen. Diese Arbeit erledigte der Spender Wilhelm Hahn. Zum Teil liegen von diesem erstellte hand- und maschinenschriftliche Abschriften und Kopien einzelner Archiveinheiten, insbesondere der Protokollbücher, vor, denen in einigen Fällen auch ein Inhaltsverzeichnis vorangestellt wurde. Die Abgabe des Bestandes erfolgte am 27.01.2011 durch Herrn Dr. Paczkowski vom Grafschaftsmuseum Wertheim bei der Stadtarchivarin Frau Kühnle, welche bereits erste Umbettungsmaßnahmen von Vereinsschriftgut aus Aktenordnern in Papierumschläge vornahm und Vorsignaturen vergab.
Der Bestand wurde im Rahmen eines Archivpraktikums durch den Studenten Nils Meyer im Sommer 2013 gesichtet, geordnet, verpackt und verzeichnet.
Einleitung: Der Bestand StAWt-S V 35 "Moenania" wird gebildet durch den Nachlass der Akademischen Ferienverbindung Moenania aus Wertheim. Die Verbindung wurde 1891 von Studenten aus Wertheim mit dem Ziel gegründet, die Semesterferien durch das Verbindungsleben in der Heimatstadt zu gestalten. Neben Studenten konnten ab 1902 auch nichtakademische ehemalige Wertheimer Gymnasiasten der Verbindung beitreten. Bis 1903 waren zudem Primaner des Wertheimer Gymnasiums als Mitglieder zugelassen. Zwischen 1935 und 1948 herrschte aufgrund des Verbots der Verbindung kein Verbindungsbetrieb. Organisatorisch teilte sich die Verbindung in aktive Mitglieder und sogenannte Alte Herren, die Leitung oblag den sogenannten Chargierten, die in den Unterlagen je nach Rang mit drei (niedrigster), zwei oder einem (höchster) X zeichnen. Wichtige Veranstaltungen der Verbindung waren der "Konvent" und die "Kneipe", wobei zu ersterem Protokolle angefertigt wurden, sowie das jährliche Stiftungsfest. Seit etwa 1966 gewann die Verbindung keine aktiven Mitglieder mehr hinzu, weshalb nach einem letzten außerordentlichen Konvent der Betrieb einschlief. Seitdem fanden nur noch vereinzelte Veranstaltungen der letzten Mitglieder statt. Seit 1996 ist kein Treffen mehr bekannt. Der vorliegende Bestand wurde vor seiner Übernahme durch das Archiv von Wilhelm Hahn aus Wertheim, genannt Gallus, an das Wertheimer Grafschaftsmuseum übergeben, wo der gegenständliche Teil des Nachlasses entnommen wurde. Dies sind acht Fahnen der Moenania in rot-gelb-blau, ein Zapfhahn, zwei Keramik-Bierkrüge mit Zinndeckel (darauf Aufschriften: "I mag di leiden." und "A. Amthauer, H. Bach, W. Duffek, P. Karl, G. Neugebauer, G. Reiß, H. Wolf ihrer lieben Moenania. Herbstsemester 1955."), ein Tischtennisnetz, ein Holzhammer, ein Fahnenträger aus Zinn von 1901, ein aufklappbares Schachbrett mit 31 Figuren (schwarzer Springer fehlt, außerdem integriertes Mühle- und Backgammon-Spiel mit 24 Steinen), ein Messingfuß mit Schraubgewinde ohne Oberteil, ein Zierdegen und ein Trinkhorn. Hiermit fertigte die Praktikantin des Grafschaftsmuseums Edda Beringer aus Gamburg eine Ausstellung über die Moenania an, deren Überreste dem Bestand beilagen. Außerdem liegt eine Übergabeliste des ursprünglichen Bestandes aus dem Museum vor, welche ebenfalls von Frau Beringer im Dezember 2010 erstellt und in den Bestand aufgenommen wurde (StAWt-S V 35 Nr. 99).
Bearbeiterbericht: Inhalt des Bestands sind zum einen die Protokolle und Rechnungsbücher der Verbindung sowie diverse Unterlagen zu Verbindungsveranstaltungen, zum anderen eine Reihe gedruckter Bände, in erster Linie Noten- und Gesangbücher, und zum dritten verschiedene Zeugnisse aus dem Verbindungsleben (u.a. Fotos, Postkartenalben, Gästebücher, durch die Moenania gedruckte Umschläge und Karten). Zusätzlich zum ursprünglichen Bestand wurden Bilder und Informationskärtchen als Überrest der erwähnten Ausstellung im Grafschaftsmuseum und die ehemalige Übergabeliste in den Bestand aufgenommen. Der Großteil des Bestandes war bei der Übernahme bereits sehr gut erschlossen. Diese Arbeit erledigte der Spender Wilhelm Hahn. Zum Teil liegen von diesem erstellte hand- und maschinenschriftliche Abschriften und Kopien einzelner Archiveinheiten, insbesondere der Protokollbücher vor, denen in einigen Fällen auch ein Inhaltsverzeichnis vorangestellt wurde. Die Abgabe des Bestandes erfolgte am 27.01.2011 durch Herrn Dr. Paczkowski vom Grafschaftsmuseum Wertheim bei der Stadtarchivarin Frau Kühnle, welche bereits erste Umbettungsmaßnahmen von Vereinsschriftgut aus Aktenordnern in Papierumschläge vornahm und Vorsignaturen vergab. Über die Verwahrung der Unterlagen wurde ein Schenkungsvertrag geschlossen. Der Bestand wurde im Rahmen eines Archivpraktikums durch den Studenten Nils Meyer im Sommer 2013 gesichtet, geordnet, verpackt und verzeichnet. Bei der Verzeichnung des Bestandes wurden Dubletten größtenteils aus dem Bestand ausgegliedert. Dies betrifft zum einen die Mehrheit der unausgefertigten Einladungskarten (5 Stk. übernommen), der Moenania-Postkarten (10 Stk. übernommen) sowie der Moenania-Briefumschläge (5 Stk. übernommen). Ausgegliedert wurden zudem noch die enthaltenen Exemplare der Wertheimer Jahrbücher von 1910-1912, 1925, 1927, 1929, 1930, 1948/49-1958, 1960 und 1961/62, die aufgrund der Mitgliedschaft der Verbindung im Historischen Verein Wertheim dem Bestand beilagen, da diese dem Archiv bereits vorliegen. Aus demselben Grund wurde ein Exemplar der "Wertheimer Regesten" aussortiert. Ferner wurden neun mit StAWt-S V 35 Nr. 43 identische Taschenliederhefte und zwei mit StAWt-S V 35 Nr. 96 identische Liederbücher ("Sammlung von Volksgesängen für Männer-Chor") nicht übernommen. Von den 47 ursprünglich im Bestand enthaltenen Kommersbüchern wurden lediglich zwanzig Bände für die Übernahme ausgewählt. Von den 19 sicher zu bestimmenden Auflagen wurde stets ein Exemplar übernommen, welches durch besondere handschriftliche Eintragungen (beispielsweise bekannte Wertheimer Namen) oder - im Falle fehlender Eintragungen in einer Auflage - durch guten Erhaltungszustand oder abweichende Einbandgestaltung auffiel. Von den Bänden mit unbestimmbarer Auflage wurde ebenso eines mit zusätzlichen handschriftlichen Notizen übernommen. Jeweils eines der nicht übernommenen Exemplare der Taschenliederhefte (Vorsign. 48), der Sammlung von Volksgesängen (Aufl. von 1895; Vorsign. 150) und der Kommersbücher (Vorsign. 137, 2. Vorsign. 23) wurde an die Bibliothek des Archivs übergeben. Die endgültig übernommenen Archivalieneinheiten wurden in Scope verzeichnet und, da sie zum Teil noch in Kunststoffklemmmappen vorlagen, umgebettet. Ebenso erhielt der Großteil der handschriftlichen Bände eine Verpackung. Nach der Vergabe von Signaturen und der Signierung wurden die Einheiten in Archivkartons verpackt, wobei die beiden Postkartenalben StAWt-S V35 Nr. 54 und 55 sowie das Notenbuch StAWt-S V 35 Nr. 63 eine gesonderte Verpackung erhielten. Bronnbach, im Januar 2015 Anna Spiesberger
Der Bestand StAWt-S V 35 "Moenania" wird gebildet durch den Nachlass der Akademischen Ferienverbindung Moenania aus Wertheim. Die Verbindung wurde 1891 von Studenten aus Wertheim mit dem Ziel gegründet, die Semesterferien durch das Verbindungsleben in der Heimatstadt zu gestalten. Neben Studenten konnten ab 1902 auch nichtakademische ehemalige Wertheimer Gymnasiasten der Verbindung beitreten. Bis 1903 waren zudem Primaner des Wertheimer Gymnasiums als Mitglieder zugelassen. Zwischen 1935 und 1948 herrschte aufgrund des Verbots der Verbindung kein Verbindungsbetrieb. Organisatorisch teilte sich die Verbindung in aktive Mitglieder und sogenannte Alte Herren, die Leitung oblag den sogenannten Chargierten, die in den Unterlagen je nach Rang mit drei (niedrigster), zwei oder einem (höchster) X zeichnen. Wichtige Veranstaltungen der Verbindung waren der "Konvent" und die "Kneipe", wobei zu ersterem Protokolle angefertigt wurden, sowie das jährliche Stiftungsfest. Seit etwa 1966 gewann die Verbindung keine aktiven Mitglieder mehr hinzu, weshalb nach einem letzten außerordentlichen Konvent der Betrieb einschlief. Seitdem fanden nur noch vereinzelte Veranstaltungen der letzten Mitglieder statt. Seit 1996 ist kein Treffen mehr bekannt.
Der vorliegende Bestand wurde vor seiner Übernahme durch das Archiv von Wilhelm Hahn aus Wertheim, genannt Gallus, an das Wertheimer Grafschaftsmuseum übergeben, wo der gegenständliche Teil des Nachlasses entnommen wurde.
Inhalt und Bewertung
Inhalt des Bestands sind zum einen die Protokolle und Rechnungsbücher der Verbindung sowie diverse Unterlagen zu Verbindungsveranstaltungen, zum anderen eine Reihe gedruckter Bände, in erster Linie Noten- und Gesangbücher, und zum dritten verschiedene Zeugnisse aus dem Verbindungsleben (u.a. Fotos, Postkartenalben, Gästebücher, durch die Moenania gedruckte Umschläge und Karten). Zusätzlich zum ursprünglichen Bestand wurden Bilder und Informationskärtchen als Überrest der erwähnten Ausstellung im Grafschaftsmuseum und die ehemalige Übergabeliste in den Bestand aufgenommen. Der Großteil des Bestandes war bei der Übernahme bereits sehr gut erschlossen. Diese Arbeit erledigte der Spender Wilhelm Hahn. Zum Teil liegen von diesem erstellte hand- und maschinenschriftliche Abschriften und Kopien einzelner Archiveinheiten, insbesondere der Protokollbücher, vor, denen in einigen Fällen auch ein Inhaltsverzeichnis vorangestellt wurde. Die Abgabe des Bestandes erfolgte am 27.01.2011 durch Herrn Dr. Paczkowski vom Grafschaftsmuseum Wertheim bei der Stadtarchivarin Frau Kühnle, welche bereits erste Umbettungsmaßnahmen von Vereinsschriftgut aus Aktenordnern in Papierumschläge vornahm und Vorsignaturen vergab.
Der Bestand wurde im Rahmen eines Archivpraktikums durch den Studenten Nils Meyer im Sommer 2013 gesichtet, geordnet, verpackt und verzeichnet.
Einleitung: Der Bestand StAWt-S V 35 "Moenania" wird gebildet durch den Nachlass der Akademischen Ferienverbindung Moenania aus Wertheim. Die Verbindung wurde 1891 von Studenten aus Wertheim mit dem Ziel gegründet, die Semesterferien durch das Verbindungsleben in der Heimatstadt zu gestalten. Neben Studenten konnten ab 1902 auch nichtakademische ehemalige Wertheimer Gymnasiasten der Verbindung beitreten. Bis 1903 waren zudem Primaner des Wertheimer Gymnasiums als Mitglieder zugelassen. Zwischen 1935 und 1948 herrschte aufgrund des Verbots der Verbindung kein Verbindungsbetrieb. Organisatorisch teilte sich die Verbindung in aktive Mitglieder und sogenannte Alte Herren, die Leitung oblag den sogenannten Chargierten, die in den Unterlagen je nach Rang mit drei (niedrigster), zwei oder einem (höchster) X zeichnen. Wichtige Veranstaltungen der Verbindung waren der "Konvent" und die "Kneipe", wobei zu ersterem Protokolle angefertigt wurden, sowie das jährliche Stiftungsfest. Seit etwa 1966 gewann die Verbindung keine aktiven Mitglieder mehr hinzu, weshalb nach einem letzten außerordentlichen Konvent der Betrieb einschlief. Seitdem fanden nur noch vereinzelte Veranstaltungen der letzten Mitglieder statt. Seit 1996 ist kein Treffen mehr bekannt. Der vorliegende Bestand wurde vor seiner Übernahme durch das Archiv von Wilhelm Hahn aus Wertheim, genannt Gallus, an das Wertheimer Grafschaftsmuseum übergeben, wo der gegenständliche Teil des Nachlasses entnommen wurde. Dies sind acht Fahnen der Moenania in rot-gelb-blau, ein Zapfhahn, zwei Keramik-Bierkrüge mit Zinndeckel (darauf Aufschriften: "I mag di leiden." und "A. Amthauer, H. Bach, W. Duffek, P. Karl, G. Neugebauer, G. Reiß, H. Wolf ihrer lieben Moenania. Herbstsemester 1955."), ein Tischtennisnetz, ein Holzhammer, ein Fahnenträger aus Zinn von 1901, ein aufklappbares Schachbrett mit 31 Figuren (schwarzer Springer fehlt, außerdem integriertes Mühle- und Backgammon-Spiel mit 24 Steinen), ein Messingfuß mit Schraubgewinde ohne Oberteil, ein Zierdegen und ein Trinkhorn. Hiermit fertigte die Praktikantin des Grafschaftsmuseums Edda Beringer aus Gamburg eine Ausstellung über die Moenania an, deren Überreste dem Bestand beilagen. Außerdem liegt eine Übergabeliste des ursprünglichen Bestandes aus dem Museum vor, welche ebenfalls von Frau Beringer im Dezember 2010 erstellt und in den Bestand aufgenommen wurde (StAWt-S V 35 Nr. 99).
Bearbeiterbericht: Inhalt des Bestands sind zum einen die Protokolle und Rechnungsbücher der Verbindung sowie diverse Unterlagen zu Verbindungsveranstaltungen, zum anderen eine Reihe gedruckter Bände, in erster Linie Noten- und Gesangbücher, und zum dritten verschiedene Zeugnisse aus dem Verbindungsleben (u.a. Fotos, Postkartenalben, Gästebücher, durch die Moenania gedruckte Umschläge und Karten). Zusätzlich zum ursprünglichen Bestand wurden Bilder und Informationskärtchen als Überrest der erwähnten Ausstellung im Grafschaftsmuseum und die ehemalige Übergabeliste in den Bestand aufgenommen. Der Großteil des Bestandes war bei der Übernahme bereits sehr gut erschlossen. Diese Arbeit erledigte der Spender Wilhelm Hahn. Zum Teil liegen von diesem erstellte hand- und maschinenschriftliche Abschriften und Kopien einzelner Archiveinheiten, insbesondere der Protokollbücher vor, denen in einigen Fällen auch ein Inhaltsverzeichnis vorangestellt wurde. Die Abgabe des Bestandes erfolgte am 27.01.2011 durch Herrn Dr. Paczkowski vom Grafschaftsmuseum Wertheim bei der Stadtarchivarin Frau Kühnle, welche bereits erste Umbettungsmaßnahmen von Vereinsschriftgut aus Aktenordnern in Papierumschläge vornahm und Vorsignaturen vergab. Über die Verwahrung der Unterlagen wurde ein Schenkungsvertrag geschlossen. Der Bestand wurde im Rahmen eines Archivpraktikums durch den Studenten Nils Meyer im Sommer 2013 gesichtet, geordnet, verpackt und verzeichnet. Bei der Verzeichnung des Bestandes wurden Dubletten größtenteils aus dem Bestand ausgegliedert. Dies betrifft zum einen die Mehrheit der unausgefertigten Einladungskarten (5 Stk. übernommen), der Moenania-Postkarten (10 Stk. übernommen) sowie der Moenania-Briefumschläge (5 Stk. übernommen). Ausgegliedert wurden zudem noch die enthaltenen Exemplare der Wertheimer Jahrbücher von 1910-1912, 1925, 1927, 1929, 1930, 1948/49-1958, 1960 und 1961/62, die aufgrund der Mitgliedschaft der Verbindung im Historischen Verein Wertheim dem Bestand beilagen, da diese dem Archiv bereits vorliegen. Aus demselben Grund wurde ein Exemplar der "Wertheimer Regesten" aussortiert. Ferner wurden neun mit StAWt-S V 35 Nr. 43 identische Taschenliederhefte und zwei mit StAWt-S V 35 Nr. 96 identische Liederbücher ("Sammlung von Volksgesängen für Männer-Chor") nicht übernommen. Von den 47 ursprünglich im Bestand enthaltenen Kommersbüchern wurden lediglich zwanzig Bände für die Übernahme ausgewählt. Von den 19 sicher zu bestimmenden Auflagen wurde stets ein Exemplar übernommen, welches durch besondere handschriftliche Eintragungen (beispielsweise bekannte Wertheimer Namen) oder - im Falle fehlender Eintragungen in einer Auflage - durch guten Erhaltungszustand oder abweichende Einbandgestaltung auffiel. Von den Bänden mit unbestimmbarer Auflage wurde ebenso eines mit zusätzlichen handschriftlichen Notizen übernommen. Jeweils eines der nicht übernommenen Exemplare der Taschenliederhefte (Vorsign. 48), der Sammlung von Volksgesängen (Aufl. von 1895; Vorsign. 150) und der Kommersbücher (Vorsign. 137, 2. Vorsign. 23) wurde an die Bibliothek des Archivs übergeben. Die endgültig übernommenen Archivalieneinheiten wurden in Scope verzeichnet und, da sie zum Teil noch in Kunststoffklemmmappen vorlagen, umgebettet. Ebenso erhielt der Großteil der handschriftlichen Bände eine Verpackung. Nach der Vergabe von Signaturen und der Signierung wurden die Einheiten in Archivkartons verpackt, wobei die beiden Postkartenalben StAWt-S V35 Nr. 54 und 55 sowie das Notenbuch StAWt-S V 35 Nr. 63 eine gesonderte Verpackung erhielten. Bronnbach, im Januar 2015 Anna Spiesberger
Bestand
Wilhelm Hahn: "Die Akademische Ferienverbindung Moenania uner besonderer Berücksichtigung des Kneipwartsessels" in 625 Jahre Lateinschule Wertheim, Hrsg.: Direktion des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, 1998, S. 159-167
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ