1501.12.21. Vor Bürgermeister und beiden Räten der Stadt Lemgo stiftet Ilse Segewin für die Nikolaikirche einen Rentenbrief über 150 Gfl. Kapital, dazu einen Brief über 6 Mark jährlicher Rente aus Hinrik Bartscherers Haus und sieben Stücke "sedighes landes" gelegen bei dem Syverdespole nach Inhalt eines besiegelten Briefes. Von den jährlichen Renten sollen am Mittwoch nach Oculi 12 Priester eine Memorie halten und jeder Priester 6 Pfennige für das Läuten erhalten. Am nächsten Tage soll man zum Altar in der Messe zwei "prauenden" tragen lassen und am selben Tage auf dem Rathaus eine gemeine Spende von einem Pfennigwert Brot für die Armen, soweit sie kommen, ausgeben. Nach dieser Memorie und Spende soll man, so oft die Rente das ermöglicht, davon 12 Mark einem armen, unberüchtigten Mädchen aus des Schottelers und Segers Geschlecht geben und sie damit "ton eren bryngen tho kloster edder to manne.". Falls aber niemand aus den Geschlechtern hierauf einen Anspruch stelle, sollen die 12 Mark einer echt und frei geborenen Bürgerstochter, die arm und unberüchtigt ist, gegeben werden. Die Innehaltung der Stiftung sollen die vier Ältesten des Geschlechts und nach dem Aussterben des Geschlechts der geschworene Rat übrwachen. D. 1501, "in die Thome Apostoli"
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1501.12.21. Vor Bürgermeister und beiden Räten der Stadt Lemgo stiftet Ilse Segewin für die Nikolaikirche einen Rentenbrief über 150 Gfl. Kapital, dazu einen Brief über 6 Mark jährlicher Rente aus Hinrik Bartscherers Haus und sieben Stücke "sedighes landes" gelegen bei dem Syverdespole nach Inhalt eines besiegelten Briefes. Von den jährlichen Renten sollen am Mittwoch nach Oculi 12 Priester eine Memorie halten und jeder Priester 6 Pfennige für das Läuten erhalten. Am nächsten Tage soll man zum Altar in der Messe zwei "prauenden" tragen lassen und am selben Tage auf dem Rathaus eine gemeine Spende von einem Pfennigwert Brot für die Armen, soweit sie kommen, ausgeben. Nach dieser Memorie und Spende soll man, so oft die Rente das ermöglicht, davon 12 Mark einem armen, unberüchtigten Mädchen aus des Schottelers und Segers Geschlecht geben und sie damit "ton eren bryngen tho kloster edder to manne.". Falls aber niemand aus den Geschlechtern hierauf einen Anspruch stelle, sollen die 12 Mark einer echt und frei geborenen Bürgerstochter, die arm und unberüchtigt ist, gegeben werden. Die Innehaltung der Stiftung sollen die vier Ältesten des Geschlechts und nach dem Aussterben des Geschlechts der geschworene Rat übrwachen. D. 1501, "in die Thome Apostoli"
01.01.01 U, U_0813
01.01.01 U [S 1] 01 Urkunden
[S 1] 01 Urkunden >> 01 Stadt Lemgo (Alt- und Neustadt) - Haupturkundenarchiv >> Urkunden 1501 - 1550
1501.12.21
Schlagwort: Geistl. Stiftungen u. Schenkungen
Enthält: Ausf., Perg., nddt., gr. Stadtsiegel angeh., Hoppe (Regest)
Enthält: Ausf., Perg., nddt., gr. Stadtsiegel angeh., Hoppe (Regest)
Stadt Lemgo (Alt- und Neustadt)
Archivale
Aussteller: Urkundenaussteller: Bürgermeister und Rat der Stadt Lemgo
150
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Stiftung
Syverdespole
Tage
Thome
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:48 MEZ
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