Verkauf des Gutes des Hans Bauer d.Ä. in Oberartelshofen an seinen Sohn Georg Bauer, nebst Berichtigung des Kaufprotokolls
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E 49/II Nr. 1531
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
01.01.1782 - 01.02.1782
Enthält:
1782 Januar 1: Schreiben (PS) des (Verwalters) Johann Conrad Gröschel, Artelshofen, an Herrn (Ulrich Nikolaus) Volland, Nürnberg.
Bauer ( = Hans Bauer d.Ä., s.u.) in Oberartelshofen verkauft sein Gut. Er war schon in Nürnberg, um das Handlohn zu zahlen. Der Kauf soll demnächst fixiert werden. Bauer hat offensichtlich mehr Schulden, als er angegeben hat. Fraglich sind die Gebühren. Angeblich hat Bauer die Zusage erhalten, er müsse nicht mehr als 8 Gulden zahlen. Bitte um Nachricht.
1782 Januar 7: Kaufprotokoll, Artelshofen.
Hans Bauer (d.Ä.) in Oberartelshofen verkauft sein dortiges Gut an seinen jüngsten Sohn Georg Bauer für 650 Gulden plus 10 Gulden Leikauf. Mit den Zahlungen sollen Schulden bei den Folgenden abgetragen werden: Georg Niederold (= Niederolt), Vorra. Die eigene Herrschaft. Das hiesige Gotteshaus. Der Wirt Hans Westphal in Unterartelshofen. Peter Grötsch in Oberartelshofen. 100 Gulden Heiratsgut für den Bruder Hans Bauer (d.J.).
Wohnrecht auf Lebenszeit inklusive Versorgung für den Verkäufer und seine Frau (Margaretha). Im Fall der Heirat des Bruders muss Käufer diesem auch die Frühsuppe ausrichten.
Zeuge: Der Bruder Hans Bauer.
1782 Januar 8: Schreiben Gröschels an die Herrschaft in Nürnberg.
Die tatsächlichen Schulden Bauers belaufen sich auf über 659 Gulden. Nachdem der Kauf fixiert war, erschien der Verkäufer Hans Bauer und beschwerte sich über schlechte Behandlung durch seinen Sohn. Auch laute die tatsächliche Kaufsumme auf 700 Gulden. Außerdem fehlt das Heiratsgut des Käufers selbst.
Darin:
Erwähnung des vor 4 Wochen erfolgten Todes der Margaretha, Frau des Johann Peter Schlenck in Unterartelshofen. Der Witwer hat sich bezüglich des Nachlasses mit seinem Schwiegervater Hans Maul geeinigt.
1782 Februar 1: Berichtigtes Kaufprotokoll, Artelshofen.
Die Kaufsumme beträgt nun 700 Gulden. Regelungen, wie oben.
1782 Januar 1: Schreiben (PS) des (Verwalters) Johann Conrad Gröschel, Artelshofen, an Herrn (Ulrich Nikolaus) Volland, Nürnberg.
Bauer ( = Hans Bauer d.Ä., s.u.) in Oberartelshofen verkauft sein Gut. Er war schon in Nürnberg, um das Handlohn zu zahlen. Der Kauf soll demnächst fixiert werden. Bauer hat offensichtlich mehr Schulden, als er angegeben hat. Fraglich sind die Gebühren. Angeblich hat Bauer die Zusage erhalten, er müsse nicht mehr als 8 Gulden zahlen. Bitte um Nachricht.
1782 Januar 7: Kaufprotokoll, Artelshofen.
Hans Bauer (d.Ä.) in Oberartelshofen verkauft sein dortiges Gut an seinen jüngsten Sohn Georg Bauer für 650 Gulden plus 10 Gulden Leikauf. Mit den Zahlungen sollen Schulden bei den Folgenden abgetragen werden: Georg Niederold (= Niederolt), Vorra. Die eigene Herrschaft. Das hiesige Gotteshaus. Der Wirt Hans Westphal in Unterartelshofen. Peter Grötsch in Oberartelshofen. 100 Gulden Heiratsgut für den Bruder Hans Bauer (d.J.).
Wohnrecht auf Lebenszeit inklusive Versorgung für den Verkäufer und seine Frau (Margaretha). Im Fall der Heirat des Bruders muss Käufer diesem auch die Frühsuppe ausrichten.
Zeuge: Der Bruder Hans Bauer.
1782 Januar 8: Schreiben Gröschels an die Herrschaft in Nürnberg.
Die tatsächlichen Schulden Bauers belaufen sich auf über 659 Gulden. Nachdem der Kauf fixiert war, erschien der Verkäufer Hans Bauer und beschwerte sich über schlechte Behandlung durch seinen Sohn. Auch laute die tatsächliche Kaufsumme auf 700 Gulden. Außerdem fehlt das Heiratsgut des Käufers selbst.
Darin:
Erwähnung des vor 4 Wochen erfolgten Todes der Margaretha, Frau des Johann Peter Schlenck in Unterartelshofen. Der Witwer hat sich bezüglich des Nachlasses mit seinem Schwiegervater Hans Maul geeinigt.
1782 Februar 1: Berichtigtes Kaufprotokoll, Artelshofen.
Die Kaufsumme beträgt nun 700 Gulden. Regelungen, wie oben.
Archivale
Indexbegriff Person: Bauer, Georg
Indexbegriff Person: Bauer, Hans d. Ä.
Indexbegriff Person: Bauer, Hans d. J.
Indexbegriff Person: Bauer, Margaretha (Frau d Hans d. Ä.)
Indexbegriff Person: Gröschel, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Maul, Hans
Indexbegriff Person: Niederolt, Georg
Indexbegriff Person: Schlenck, Johann Peter
Indexbegriff Person: Schlenck, Margaretha
Indexbegriff Person: Volland, Ulrich Nikolaus
Indexbegriff Person: Westphal, Hans
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Güterbeschreibungen
Indexbegriff Person: Bauer, Hans d. Ä.
Indexbegriff Person: Bauer, Hans d. J.
Indexbegriff Person: Bauer, Margaretha (Frau d Hans d. Ä.)
Indexbegriff Person: Gröschel, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Maul, Hans
Indexbegriff Person: Niederolt, Georg
Indexbegriff Person: Schlenck, Johann Peter
Indexbegriff Person: Schlenck, Margaretha
Indexbegriff Person: Volland, Ulrich Nikolaus
Indexbegriff Person: Westphal, Hans
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Güterbeschreibungen
Artelshofen - Oberes Dorf
Artelshofen - Unteres Dorf
Vorra
Gutskauf
Kaufprotokoll
Kaufprotokoll geändert
Leihkauf
Handlohn
Schulden
Gebühren
Moderation
Schuldenübernahme
Kirche
Wirt
Herrschaft
Heiratsgut
Frühsuppe
Zeuge
Beschwerde
Behandlung schlechte
Kaufsumme unrichtig
Todesfall
Nachlass
Einigung
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.06.2025, 1:01 PM CEST
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