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Herrschaft Pappenheim, Rechnungen (Bestand)
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Staatsarchiv Nürnberg (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Staatsarchivs Nürnberg >> IV. Nichtstaatliches Archivgut >> B. Archive des Adels, adelige Standesherrschaft und Jurisdiktion >> 1.) Adelsarchive >> Pappenheim, Reichserbmarschälle bzw. Grafen
1511-1920
Herrschaft Pappenheim, Rechnungen: Der Bestand "Herrschaft Pappenheim - Rechnungen" entstand 2001-2003 durch die Trennung der Akten, Amtsbücher und Rechnungen, die ursprünglich in einem einzigen Gesamtbestand des gräflich Pappenheim'schen Archivs vereint gewesen waren. Zu diesem Gesamtbestand hatte noch in Pappenheim 1926/27 Wilhelm Karl von Isenburg ein Repertorium erstellt. Diese Bestandsbildung wurde beim Erwerb des Pappenheim'schen Archivs durch die Bayerische Archivverwaltung zunächst beibehalten. Dr. Wunschel, damals der zuständige Sachbearbeiter am Staatsarchiv Nürnberg, legte anlässlich der Aufteilung des Gesamtbestands 2001 fest, welche im Repertorium von 1926/27 verzeichneten Archivalien als Bestand "Herrschaft Pappenheim - Rechnungen" nun separat aufgestellt werden sollten. Im Altrepertorium wurden diese durch ein "R" am Rand gekennzeichnet. Die so bezeichneten Archivalien wurden herausgezogen, die ursprünglichen Signaturnummern beibehalten, die Signaturzettel tragen die Bezeichnung "Herrschaft Pappenheim - Rechnungen". Bei der Separierung der Rechnungen am Fach musste festgestellt werden, dass ein Teil der im Repertorium noch verzeichneten Rechnungen nicht an das Staatsarchiv gelangt war (der Verbleib dieser Stücke ist unbekannt). Ein die Benützung stark erschwerendes Problem des Rechnungsselekts bestand darin, dass unter einer Bestellsignatur des Altrepertoriums zahlreiche Einzelarchivalien subsummiert waren, teils bis über 200 Stück. Dabei handelte es sich nicht nur um Rechnungsserien, sondern etwa auch um (teils gebundene) Sammlungen von Belegen, teils Briefen. Aussagen über genaue Laufzeiten oder den Umfang waren somit unmöglich.
Anlässlich der Retrokonversion des für die Akten weiterhin gültigen Repertoriums von1926/27 wurde beschlossen, den Bestand genauer zu verzeichnen und auch die Laufzeiten festzustellen. Bei der Verzeichnung wurden die bisherigen Bestellnummern und Unternummern beibehalten, lediglich Doppelzählungen wurden durch Hinzufügung eines Buchstabens ergänzt. Die längst signierten Archivalien wurden jetzt einzeln verzeichnet. Die im ursprünglichen Repertorium erfassten Rechnungen, die am Fach fehlen, wurden nicht aufgenommen.
Der Bestand umfasst 7358 Archivalieneinheiten. Er enthält Rechnungen und zahlreiche Einheiten mit Rechnungsbelegen, dazu einige Akten bezüglich des Rechnungswesens und der Rechnungsrevision. Die neu verzeichneten Rechnungen wurden weitgehend in der von Wilhelm Karl v. Isenburg erarbeiteten Gliederung belassen, Fehlzuweisungen wurden korrigiert, weitere Untergruppen gebildet, so wurde vor allem der Gliederungspunkt "Pappenheim, Rechnungswesen" erheblich weiter untergliedert.
Inhaltlich umfasst der Bestand Rechnungen verschiedener Orte, die zur Herrschaft Pappenheim gehörten oder in denen die Grafen von Pappenheim Rechte oder Güter besaßen. Die Rechnungen/Belege reichen vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Aus dem 16./17. Jh. liegen ca. 300 Rechnungen/Belegakten vor, aus dem 18. Jh. ca. 3000 und aus dem 19. Jh. ca. 4000.
Die Rechnungsüberlieferung der Herrschaft Pappenheim und seiner Ämter, der Stadt Pappenheim und einzelner Familienmitglieder ist sehr umfangreich, sie umfasst schwerpunktmäßig Rechnungen des 18. und 19. Jahrhunderts. Zu nennen sind v.a. Rechnungen zum Lehenwesen (Lehengelder, Lehenpropstei, Lehenhof, 17. - 19. Jh.), der Hofhaltung und Hausmeisterei (18./19. Jh.), Bauamt (18./19. Jh.), zum Forstwesen (v.a. Reviere bzw. Förstereien Altheimersberg, Berg, Dettenheim, Rothenstein, Pappenheim; Forstgefälle, Holzrechnungen; 19. Jh.), zum Hofgarten (18./19. Jh.), Naturalienrechnungen (v.a. 19. Jh.), Oekonomie und Landwirtschaft (19. Jh.), Marstall und Ziegenstadel (jeweils 18. Jh.), Materialrechnungen (19. Jh.). Rechnungen des altherrlichen Kastenamts, eigentümlichen Verwalteramts bzw. Eigentumamts/Eigentum-Verwalteramts (18. Jh.), des anererbten jungherrlichen Amts bzw. des eigentümlichen jungherrlichen Verwalteramts (18. Jh.), der Competenz-Verwaltung (19. Jh.), Dispositionskasse (19. Jh.), der Domanialkanzlei (19. Jh.), diverse Einnahmen und Gefälle (18./19. Jh.), Ausgaben, u.a. für einzelne Familienmitglieder, Rechnungen des Fidei- Commiss- Verwalteramts (18. Jh.), des jungherrlichen Kastenamts (18. Jh.), des Kammeramts (18. und 19. Jh.), der Landeskassa und Hauptkassa (18. und 19. Jh.), Renten der Standesherrschaft (19. Jh.), Debit Kassa (18./19. Jh.), der Passiv-Creditoren Kassa (19. Jh.), Schutzgeldrechnungen (19. Jh.), Rechnungen der Stadtvogtei Pappenheim und des Klosterverwalters (17. und 18. Jh.), Stamm- und Hausvermögen der Standesherrschaft (19. Jh.), Armeninstitut der Stadt Pappenheim (seit 1799), Kleinkinderbewahranstalt Pappenheim (19. Jh.), der Brauerei Pappenheim (18. und 19. Jh., sehr viele Rechnungen!), des Klosters St. Augustin in Pappenheim (16./17. Jh.), Zollrechnungen betr. Juden (1622 - 1656), Stadtmühle Pappenheim (18. Jh.), Steuerrechnungen (18./19. Jh.), Gefälle des Amts Pappenheim (19. Jh.), Handlohn (19. Jh.), Nachsteuer (19. Jh.), Sporteln (19. Jh.), Umgeld (19. Jh.), Zehnten (19. Jh.), Zinsmeisterei (17. - 19. Jh.). Neben klassischen Rechnungen liegen zahlreiche Bündel von Belegen vor, die zu einem Teil auch gebunden wurden, daneben Diarien und Manuale.
Es liegen zudem Rechnungen verschiedener Gemeinden aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen vor, meist handelt es sich um Kirchen- oder Heiligenrechnungen, teils aus dem 16. Jh., meist aber aus dem 17./18. Jh. Es handelt sich schwerpunktmäßig um Rechnungen der Gemeinden Alesheim, Altheimersberg (Gde. Langenaltheim), Bergnershof (Gde. Dietfurt), Büttelbronn, Dietfurt, Grafenmühle (Stadt Pappenheim), Langenaltheim, Mittelmarter(hof) (Gde. Bieswang), Rehlingen (Gde. Langenaltheim), Schambach (Stadt Treuchtlingen), Suffersheim, Theilenhofen, Wachstein und Weißenburg. Hinzu kommen Rechnungen aus schwäbischen Landkreisen (Oberbechingen, Lkr. Dillingen a.d.Donau; Rehau, Lkr. Donau-Ries) sowie aus dem Allgäu, hier insbesondere Rothenstein (Gde. Grönenbach, Lkr. Unterallgäu). Eine Besonderheit stellen die Rechnungen aus Ettal (Lkr. Garmisch-Partenkirchen) dar. Es handelt sich um zahlreiche Rechnungen der Brauerei, Gutsverwaltung und der Milchwirtschaft aus Ettal, ausschließlich aus dem 19. Jahrhundert.
Eine Besonderheit ist eine hebräische Handschrift, mit der eine Zinsmeistereirechnung der Jahre 1631 - 1640 eingebunden ist (Rechnung 6196/3).
Der Bestand hat einen Umfang von 204,4 laufenden Metern.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.