Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest: Außenstelle Freiburg (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Freiburg, P 686/1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg (Archivtektonik) >> Bundesrepublik Deutschland: Mittelbehörden >> Geschäftsbereich Bundesministerium für Verkehr
(1946-) 1976-1980
Behördengeschichte, Bestandsgeschichte, Ordnung und Verzeichnung des Bestands, Literatur: "Die Außenstelle Freiburg der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest mit Sitz in Mainz hat von 1976 bis 1989 bestanden. Die folgenden Bemerkungen sollen einen kurzen Überblick über die Geschichte des badischen Wasserbauwesens von Anfang des 19. Jahrhunderts bis zur Errichtung der Außenstelle Freiburg ermöglichen. Die Leitung des Wasserbauwesens obliegt im Kurfürstentum Baden und auch in den ersten Jahren des Großherzogtums Baden der obersten Finanzbehörde. Aus der 1813 gebildeten Ingenieurkommission wird 1815 die Wasser- und Straßenbaudirektion. Sie beginnt 1817 unter Leitung von Johann Gottfried Tulla mit der Rheinkorrektion. 1819 wird die Wasser- und Straßenbaudirektion als Direktion des Wasser- und Straßenbaues dem badischen Innenministerium angegliedert. Mit Wirkung vom 15.7.1823 wird diese zunächst rein technische Behörde in eine Oberdirektion des Wasser- und Straßenbaues umgewandelt und als Zentralmittelstelle mit den nötigen Zuständigkeiten ausgestattet. Die Oberdirektion des Wasser- und Straßenbaues ist die größte Behörde innerhalb der badischen inneren Verwaltung. Neben dem Wasser- und Straßenbau werden ihr in der Folge eine Fülle von weiteren Aufgaben übertragen: Meteorologie, Topographie, Hydrographie, Feldbereinigung, Landeskultur und -vermessung. 1921 wird die Oberdirektion des Wasser- und Straßenbaues in eine Wasser- und Straßenbaudirektion umgewandelt. Sitz der Behörde ist weiterhin Karlsruhe. 1933 wird sie aufgelöst. Mit der Durchführung ihrer Aufgaben wird das badische Finanz- und Wirtschaftsministerium in Karlsruhe betraut. Nach dem Zweiten Weltkrieg werden in (Süd-) Baden das Wasser- und Straßenbauwesen und das Vermessungswesen bei einer Baudirektion zusammengefasst. Sie wird 1946 zunächst in das badische Wirtschaftsministerium, dann ab 1947 in das badische Finanzministerium eingegliedert. Nach Errichtung des Landes Baden-Württemberg tritt 1952 die Abteilung Wasserstraßen des Regierungspräsidiums Südbaden in die Rechtsnachfolge der Abteilung Baudirektion des badischen Finanzministeriums. Nachdem aufgrund des Vorbehalts im Grundgesetz die Bundesrepublik Deutschland die Bundeswasserstraßen und die Schifffahrt in bundeseigene Verwaltung nimmt, wird 1955 die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Freiburg als Bundesbehörde errichtet. Rationalisierungsmaßnahmen begründen mit Wirkung vom 1.1.1976 eine Neuordnung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Der Rhein von Basel bis Bad Honnef wird der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest in Mainz zugeteilt. Die bisherige Wasser- und Schifffahrtsdirektion Freiburg wird eine Außenstelle der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest. Die 1976 errichtete Direktion nimmt aufgrund einer "Verwaltungsvereinbarung über die Wahrnehmung von Landesaufgaben im Rheingebiet innerhalb des Landes Baden-Württemberg durch die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes vom 14./21. Dezember 1973" durch ihre Außenstelle Freiburg und durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Freiburg im gleichnamigen Regierungsbezirk Aufgaben von Landesbehörden wahr. Insoweit ist die Außenstelle Freiburg der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest gleichzeitig eine Abteilung des Regierungspräsidiums. Nach Kündigung der Verwaltungsvereinbarung von 1973 durch den Bundesminister für Verkehr zum 31.12.1989 werden diese Aufgaben wieder durch das Land Baden-Württemberg wahrgenommen. Die Außenstelle Freiburg der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest wird mit Wirkung vom 1.1.1990 aufgelöst.
Einleitung: In den Jahres 1976-1985 lieferte die Außenstelle Freiburg der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest in 13 Ablieferungen insgesamt 37,3 lfd.m Akten an das Staatsarchiv Freiburg ab, die zunächst dem Bestandskomplex "Wasser- und Schifffahrtsdirektion Freiburg" angegliedert wurden. Diese Ablieferungen enthielten weitgehend bei der Außenstelle nicht weitergeführte Akten der folgenden Vorbehörden: Regierungspräsidium Freiburg, (Süd-) Badisches Finanzministerium, Wasser- und Schifffahrtsdirektion Freiburg. Die bei der Außenstelle entstandenen, bzw. weitergeführten Akten des vorliegenden Bestandes wurden mit den Zugängen 1983/112-II und 1984/109-II an das Staatsarchiv Freiburg abgeliefert.
Einleitung: Im Hinblick auf die 1991 zustande gekommene Beständebereinigung zwischen dem Staatsarchiv Freiburg und dem Generallandesarchiv Karlsruhe erwies es sich als unumgänglich, alle an das Staatsarchiv Freiburg abgegebenen Akten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung aus dem 18. bis 20. Jahrhundert auf ihre Provenienz hin zu analysieren. Der aus zahlreichen Ablieferungen gebildete Bestandskomplex Wasser- und Schifffahrtsdirektion Freiburg war zuletzt auf einen Umfang von 323,8 lfd m angewachsen und konnte trotz einiger Verzeichnungsansätze nur mit Schwierigkeit benutzt werden. Im September 1989 begann Elisabeth Lubahn unter Anleitung von Erdmuthe Krieg im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme mit der Überprüfung sämtlicher Ablieferungen und der Feststellung der Provenienzen. Nach Abschluss der zweijährigen Maßnahme war es möglich, alle nach 1945 in Freiburg nicht weitergeführten Akten der Oberdirektion des Wasser- und Straßenbaues, der Wasser- und Straßenbaudirektion, des badischen Finanz- und Wirtschaftsministeriums sowie Akten der unteren Behörden mit Sitz im Sprengel des Regierungspräsidiums Karlsruhe entsprechend den Grundsätzen des Beständeaustauschs an das Generallandesarchiv Karlsruhe abzugeben. Betroffen davon war Schriftgut im Umfang von 134, 1 lfd m. [...] Freiburg, im September 1993 Alfred Straub" Literatur: - Edmund Rebmann (Hrsg.): Das Großherzogtum Baden in allgemeiner, wirtschaftlicher und staatlicher Hinsicht, Bd. 1, Karlsruhe 1912. - Karl Stiefel: Baden 1648-1952. - Martin Eckoldt: Verwaltung der Wasserstraßen. Verf.: Martin Eckoldt u.a. (Beiträge Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Bd. 13), Hannover 1977. - WSD Südwest. Jahresbericht 1989.
Neubearbeitung: Der Bestand P 686/1 wurde vom Unterzeichnenden unter Beiziehung des bereits vorliegenden analogen Findmittels, aus dem auch das Vorwort stammt, mittels der Archivsoftware Scope Archiv neu verzeichnet. Der Bestand umfasst nunmehr 81 Faszikel und misst 1,3 lfd.m. Freiburg, Januar 2019 Christof Strauß
Einleitung: In den Jahres 1976-1985 lieferte die Außenstelle Freiburg der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest in 13 Ablieferungen insgesamt 37,3 lfd.m Akten an das Staatsarchiv Freiburg ab, die zunächst dem Bestandskomplex "Wasser- und Schifffahrtsdirektion Freiburg" angegliedert wurden. Diese Ablieferungen enthielten weitgehend bei der Außenstelle nicht weitergeführte Akten der folgenden Vorbehörden: Regierungspräsidium Freiburg, (Süd-) Badisches Finanzministerium, Wasser- und Schifffahrtsdirektion Freiburg. Die bei der Außenstelle entstandenen, bzw. weitergeführten Akten des vorliegenden Bestandes wurden mit den Zugängen 1983/112-II und 1984/109-II an das Staatsarchiv Freiburg abgeliefert.
Einleitung: Im Hinblick auf die 1991 zustande gekommene Beständebereinigung zwischen dem Staatsarchiv Freiburg und dem Generallandesarchiv Karlsruhe erwies es sich als unumgänglich, alle an das Staatsarchiv Freiburg abgegebenen Akten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung aus dem 18. bis 20. Jahrhundert auf ihre Provenienz hin zu analysieren. Der aus zahlreichen Ablieferungen gebildete Bestandskomplex Wasser- und Schifffahrtsdirektion Freiburg war zuletzt auf einen Umfang von 323,8 lfd m angewachsen und konnte trotz einiger Verzeichnungsansätze nur mit Schwierigkeit benutzt werden. Im September 1989 begann Elisabeth Lubahn unter Anleitung von Erdmuthe Krieg im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme mit der Überprüfung sämtlicher Ablieferungen und der Feststellung der Provenienzen. Nach Abschluss der zweijährigen Maßnahme war es möglich, alle nach 1945 in Freiburg nicht weitergeführten Akten der Oberdirektion des Wasser- und Straßenbaues, der Wasser- und Straßenbaudirektion, des badischen Finanz- und Wirtschaftsministeriums sowie Akten der unteren Behörden mit Sitz im Sprengel des Regierungspräsidiums Karlsruhe entsprechend den Grundsätzen des Beständeaustauschs an das Generallandesarchiv Karlsruhe abzugeben. Betroffen davon war Schriftgut im Umfang von 134, 1 lfd m. [...] Freiburg, im September 1993 Alfred Straub" Literatur: - Edmund Rebmann (Hrsg.): Das Großherzogtum Baden in allgemeiner, wirtschaftlicher und staatlicher Hinsicht, Bd. 1, Karlsruhe 1912. - Karl Stiefel: Baden 1648-1952. - Martin Eckoldt: Verwaltung der Wasserstraßen. Verf.: Martin Eckoldt u.a. (Beiträge Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Bd. 13), Hannover 1977. - WSD Südwest. Jahresbericht 1989.
Neubearbeitung: Der Bestand P 686/1 wurde vom Unterzeichnenden unter Beiziehung des bereits vorliegenden analogen Findmittels, aus dem auch das Vorwort stammt, mittels der Archivsoftware Scope Archiv neu verzeichnet. Der Bestand umfasst nunmehr 81 Faszikel und misst 1,3 lfd.m. Freiburg, Januar 2019 Christof Strauß
Nr. 1-81
Bestand
Freiburg im Breisgau FR; Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest
Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest
Zentralkommission für die Rheinschifffahrt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:41 MEZ