Hauptsteueramt Wolfenbüttel (Bestand)
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NLA WO, 74 Neu 2
Nds. Landesarchiv, Abt. Wolfenbüttel (Archivtektonik) >> Gliederung >> 3 Akten (Alt / W / Neu / Nds / R / Bund) >> 3.3 Neuere Landesakten (Neu) >> 3.3.10 Finanzverwaltung
1842-1938
Bestandsgeschichte: Während zur Erhebung der direkten Steuern keine besonderen Behörden bestanden, war der Aufbau der unteren Behörden für die indirekten Steuern ziemlich verwickelt. Die Neuordnung des Zollwesens erfolgte durch Verordnung vom 10.3.1828. Eine Liste von 81 Grenzzollämtern ist in den Braunschweigischen Anzeigen 1828 Spalte 3713 ff. bekanntgemacht. Durch eine weitere Verordnung vom 10.3.1828 wurde auch die Erhebung der Akzise neu geregelt. Am 1.5.1834 gründeten Hannover und Braunschweig den Hannover-Brsg. Steuerverein. Der Beitritt zum Deutschen Zollverein erfolgte am 19.10.1841 und 1.1.1844. Zum 1.1.1842 wurden Hauptzollämter in Braunschweig (74 Neu 1) und Wolfenbüttel (74 Neu 2) errichtet, denen jeweils mehrere Neben-Zollämter unterstanden (Geschäftsanweisung Gesetz- und Verordnungssammlung 1842 Nr. 32). Die beim Steuerverein verbleibenden Exklaven wurden hinsichtlich der gemeinschaftlichen indirekten Abgaben unter Hannoversche Verwaltung gestellt. Für die Kreise Holzminden und Gandersheim sowie das Amt Harzburg wurde eine Oberinspektion der indirekten Steuern in Holzminden errichtet. Durch Verordnung vom 5.4.1913 (GuVS Nr. 24) erhielten die bisherigen Hauptsteuerämter die Bezeichnung Hauptzollämter, die Steuerämter die Bezeichnung Zollämter. Die Zollverwaltung ging wie die Steuerverwaltung der Landessteuern 1921 (GuVS Nr. 118) auf das Deutsche Reich über. - Die Akten der Hauptsteuerämter wurden in die zwei Hauptgruppen 74 Neu 1 u. 74 Neu 2 gegeben. Alle restlichen Akten der Zoll- u. Steuerämter sind in 75 Neu zusammengeführt.
Hauptsteuer- Hauptzollamt Wolfenbüttel:
Dem mit Wirkung vom 1.1.1842 eingerichteten Hauptzollamt Wolfenbüttel unterstanden 7 Steuerämter, u.a. Schöppenstedt, Hessen, Helmstedt, Schöningen, Königslutter. Infolge der Vereinigung des Steuervereins mit dem Zollverein erfolgte 1854 (GuVS Nr. 14) eine Neuordnung der bisherigen Haupt- u. Nebenzollämter (aufgelistet in o.a. VO). Das Hauptsteueramt Wolfenbüttel wurde am 1.7.1866 aufgehoben und zum Hauptsteueramt in Braunschweig gefügt. Am 16.9.1889 wurde wieder ein Hauptsteueramt Wolfenbüttel eingerichtet.
Die Akten in Findbuch 1 wurden im Mai 1923 vom Hauptzollamt zu Wolfenbüttel abgeliefert (bzw. zurückgesandt vom Reichsarchiv zu Potsdam) und im März 1924 geordnet und verzeichnet.
Die Akten in Findbuch 2 wurde im März 1925 vom Zollamt Wolfenbüttel abgeliefert und im Juni 1926 geordnet und verzeichnet.
Die Personalakten in Findbuch 3 wurde am 22.2.1938 - Tagebuch-Nr. 188/38 - abgeliefert.
Das handgeschriebene Findbuch wurde 2016 in EDV eingegeben.
Di
Literatur: Chronik des Hauptzollamts Braunschweig (bis 1949): Dienstbibliothek 88/1970
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Ja
Hauptsteuer- Hauptzollamt Wolfenbüttel:
Dem mit Wirkung vom 1.1.1842 eingerichteten Hauptzollamt Wolfenbüttel unterstanden 7 Steuerämter, u.a. Schöppenstedt, Hessen, Helmstedt, Schöningen, Königslutter. Infolge der Vereinigung des Steuervereins mit dem Zollverein erfolgte 1854 (GuVS Nr. 14) eine Neuordnung der bisherigen Haupt- u. Nebenzollämter (aufgelistet in o.a. VO). Das Hauptsteueramt Wolfenbüttel wurde am 1.7.1866 aufgehoben und zum Hauptsteueramt in Braunschweig gefügt. Am 16.9.1889 wurde wieder ein Hauptsteueramt Wolfenbüttel eingerichtet.
Die Akten in Findbuch 1 wurden im Mai 1923 vom Hauptzollamt zu Wolfenbüttel abgeliefert (bzw. zurückgesandt vom Reichsarchiv zu Potsdam) und im März 1924 geordnet und verzeichnet.
Die Akten in Findbuch 2 wurde im März 1925 vom Zollamt Wolfenbüttel abgeliefert und im Juni 1926 geordnet und verzeichnet.
Die Personalakten in Findbuch 3 wurde am 22.2.1938 - Tagebuch-Nr. 188/38 - abgeliefert.
Das handgeschriebene Findbuch wurde 2016 in EDV eingegeben.
Di
Literatur: Chronik des Hauptzollamts Braunschweig (bis 1949): Dienstbibliothek 88/1970
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Ja
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST