Gemeindearchiv Niklashausen (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Wertheim, K-G 43
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim (Archivtektonik) >> Kreisarchiv Main-Tauber-Kreis >> Stadt- und Gemeindearchive, kommunale Schulen >> Werbach
1806-1985
Inhalt und Bewertung
Der Bestand umfasst das bei der Gemeindeverwaltung Niklashausen bis zur Eingemeindung nach Werbach im Jahr 1975 entstandene Schriftgut. Der Schwerpunkt der Überlieferung liegt im 19. und 20. Jahrhundert. Zwischen 1939 und 1960 war die Gemeindeverwaltung Niklashausen mit der Gemeindeverwaltung Höhefeld zusammengelegt. Quellen für diesen Zeitraum finden sich im Bestand O 8 im Stadtarchiv Wertheim.
I. Zur Geschichte des Bestandes: Das Gemeindearchiv Niklashausen war bis zu seiner Verlagerung nach Bronnbach in mehreren Räumen des alten Rathauses von Niklashausen untergebracht. Der Großteil der Akten befand sich in den für die badische Registraturführung typischen Schränken, die ebenfalls in Schränken und Regalen aufbewahrten Bände waren auf mehrere Räume verstreut. Frühere Umbauarbeiten im Grundbuchamt und Archiv lassen sich für das Jahr 1906/07 in den Akten finden, seinerzeit wurde auf Veranlassung des Bezirksamts Wertheim ein feuersicherer Raum für die Grundbücher eingerichtet und mehrere geeignete Schränke zur Aufbewahrung der Bücher angeschafft. Das Archiv scheint von den Pflegern der Badischen Historischen Kommission zumindest begutachtet worden zu sein, da sich für 1911 die Vorlage eines Archivalienverzeichnisses an das Generallandesarchiv bzw. die Pfleger der Badischen Historischen Kommission belegen läßt. Allzu umfangreich dürfte diese Liste jedoch nicht gewesen sein, da der mit der Archivpflege in den Gemeinden des Landkreises Tauberbischofsheim betraute Oberarchivpfleger Julius Fr. Kastner 1967 berichtet: "die Gemeinde besitzt wenig Archivalien, die in verschiedenen Räumen in Schränken aufbewahrt werden. Ein Raum zur Einrichtung des Archivs ist vorhanden". Die Zusammenlegung Niklashausens mit der heute zu Wertheim gehörigen Gemeinde Höhefeld in den Jahren 1939-1960 erklärt, weshalb aus diesem Zeitraum nur sehr wenig Schriftgut vorhanden ist. Für diese Periode ist bei Recherchen das Gemeindearchiv Höhefeld miteinzubeziehen. Aufgrund einer im Mai 1993 zwischen der Gemeinde Werbach und dem Main-Tauber-Kreis abgeschlossenen Vereinbarung über die Verwahrung der Gemeindearchive im Kreisarchiv in Bronnbach wurde das Gemeindearchiv schließlich in zwei Ablieferungen im März 1996 und Dezember 1997 ins Kreisarchiv nach Bronnbach verlagert.
II. Bearbeiterbericht: Nach der Überführung des Gemeindearchivs Niklashausen ins Kreisarchiv wurden einzelne, nicht archivwürdige Akten im Gesamtumfang von 0,1 lfd.m. kassiert. In einer von der Gemeinde Werbach finanzierten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wurde das Archivgut anschließend in den Jahren 1997-1998 von Irmgard Jung geordnet, verzeichnet, verpackt und signiert. Die Systematik, nach der die Archivalien geordnet wurden, orientiert sich an der 1906 in den Gemeinden eingeführten Badischen Gemeinderegistraturordnung von J. Külby, nach der bereits ein Großteil der Akten abgelegt war. Soweit ungeordnetes Schriftgut bzw. Unterlagen aus früheren (Gemeinderegistraturordnung von 1843) oder späteren (Boorberg-Aktenplan von 1965) Ordnungssystemen vorhanden waren, wurden sie in die Systematik eingepaßt. Die im Findbuch unter der Vorsignatur 1 aufgeführten Signaturen bilden den ursprünglich nach der Gemeinderegistraturordnung von Külby geordneten Teil. Mit der Vorsignatur 2 wurden die älteren, anfangs nach der Rubriken-Systematik der 1843 eingeführten Gemeinderegistraturordnung geordneten, Akten des Gemeindearchivs gekennzeichnet. Vorsignatur 3 ist eine fortlaufend alphabetisch mit Buchstaben bezeichnete Auflistung von Akten der Rubrik 6, Dienstbarkeiten und Grundpflichten. Die Erfassung der Titelaufnahmen erfolgte über MIDOSA (mikrocomputer-unterstützes Informations- und Dokumentationssystem für Archive, Version 1995). Der Bestand umfaßt insgesamt 13,2 lfd.m. mit 931 Nummern. Claudia Wieland Bronnbach, im Dezember 1998
Einleitung: Im April 2004 übergab die Ortsvorsteherin von Niklashausen, Frau Düx, 0,4 lfd.m. Unterlagen der Provenienz Gemeindeverwaltung Niklashausen. Diese stammten aus dem Besitz des Heimatforschers Franz Flegler. Der unter der Nummer Z 2004/07 eingetragene Zugang wurde in den vorliegenden Bestand integriert. In den Jahren 2008-2009 wurden im Rahmen einer Erschließungsmaßnahme einschlägige Akten auf darin enthaltene Karten und Pläne durchgesehen und diese mit eigenen Titelaufnahmen erschlossen. In der Signatur kommt dies über den Hinweis "K-G 43_in StAWt-K G 43 A ... Karte ..." zum Ausdruck. Aus konservatorischen Gründen den Akten entnommene Karten erhielten eine fortlaufende Nummerierung innerhalb der Kartensignatur "StAWt-K G 43 K ...". Claudia Wieland Bronnbach, Juli 2011
Der Bestand umfasst das bei der Gemeindeverwaltung Niklashausen bis zur Eingemeindung nach Werbach im Jahr 1975 entstandene Schriftgut. Der Schwerpunkt der Überlieferung liegt im 19. und 20. Jahrhundert. Zwischen 1939 und 1960 war die Gemeindeverwaltung Niklashausen mit der Gemeindeverwaltung Höhefeld zusammengelegt. Quellen für diesen Zeitraum finden sich im Bestand O 8 im Stadtarchiv Wertheim.
I. Zur Geschichte des Bestandes: Das Gemeindearchiv Niklashausen war bis zu seiner Verlagerung nach Bronnbach in mehreren Räumen des alten Rathauses von Niklashausen untergebracht. Der Großteil der Akten befand sich in den für die badische Registraturführung typischen Schränken, die ebenfalls in Schränken und Regalen aufbewahrten Bände waren auf mehrere Räume verstreut. Frühere Umbauarbeiten im Grundbuchamt und Archiv lassen sich für das Jahr 1906/07 in den Akten finden, seinerzeit wurde auf Veranlassung des Bezirksamts Wertheim ein feuersicherer Raum für die Grundbücher eingerichtet und mehrere geeignete Schränke zur Aufbewahrung der Bücher angeschafft. Das Archiv scheint von den Pflegern der Badischen Historischen Kommission zumindest begutachtet worden zu sein, da sich für 1911 die Vorlage eines Archivalienverzeichnisses an das Generallandesarchiv bzw. die Pfleger der Badischen Historischen Kommission belegen läßt. Allzu umfangreich dürfte diese Liste jedoch nicht gewesen sein, da der mit der Archivpflege in den Gemeinden des Landkreises Tauberbischofsheim betraute Oberarchivpfleger Julius Fr. Kastner 1967 berichtet: "die Gemeinde besitzt wenig Archivalien, die in verschiedenen Räumen in Schränken aufbewahrt werden. Ein Raum zur Einrichtung des Archivs ist vorhanden". Die Zusammenlegung Niklashausens mit der heute zu Wertheim gehörigen Gemeinde Höhefeld in den Jahren 1939-1960 erklärt, weshalb aus diesem Zeitraum nur sehr wenig Schriftgut vorhanden ist. Für diese Periode ist bei Recherchen das Gemeindearchiv Höhefeld miteinzubeziehen. Aufgrund einer im Mai 1993 zwischen der Gemeinde Werbach und dem Main-Tauber-Kreis abgeschlossenen Vereinbarung über die Verwahrung der Gemeindearchive im Kreisarchiv in Bronnbach wurde das Gemeindearchiv schließlich in zwei Ablieferungen im März 1996 und Dezember 1997 ins Kreisarchiv nach Bronnbach verlagert.
II. Bearbeiterbericht: Nach der Überführung des Gemeindearchivs Niklashausen ins Kreisarchiv wurden einzelne, nicht archivwürdige Akten im Gesamtumfang von 0,1 lfd.m. kassiert. In einer von der Gemeinde Werbach finanzierten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wurde das Archivgut anschließend in den Jahren 1997-1998 von Irmgard Jung geordnet, verzeichnet, verpackt und signiert. Die Systematik, nach der die Archivalien geordnet wurden, orientiert sich an der 1906 in den Gemeinden eingeführten Badischen Gemeinderegistraturordnung von J. Külby, nach der bereits ein Großteil der Akten abgelegt war. Soweit ungeordnetes Schriftgut bzw. Unterlagen aus früheren (Gemeinderegistraturordnung von 1843) oder späteren (Boorberg-Aktenplan von 1965) Ordnungssystemen vorhanden waren, wurden sie in die Systematik eingepaßt. Die im Findbuch unter der Vorsignatur 1 aufgeführten Signaturen bilden den ursprünglich nach der Gemeinderegistraturordnung von Külby geordneten Teil. Mit der Vorsignatur 2 wurden die älteren, anfangs nach der Rubriken-Systematik der 1843 eingeführten Gemeinderegistraturordnung geordneten, Akten des Gemeindearchivs gekennzeichnet. Vorsignatur 3 ist eine fortlaufend alphabetisch mit Buchstaben bezeichnete Auflistung von Akten der Rubrik 6, Dienstbarkeiten und Grundpflichten. Die Erfassung der Titelaufnahmen erfolgte über MIDOSA (mikrocomputer-unterstützes Informations- und Dokumentationssystem für Archive, Version 1995). Der Bestand umfaßt insgesamt 13,2 lfd.m. mit 931 Nummern. Claudia Wieland Bronnbach, im Dezember 1998
Einleitung: Im April 2004 übergab die Ortsvorsteherin von Niklashausen, Frau Düx, 0,4 lfd.m. Unterlagen der Provenienz Gemeindeverwaltung Niklashausen. Diese stammten aus dem Besitz des Heimatforschers Franz Flegler. Der unter der Nummer Z 2004/07 eingetragene Zugang wurde in den vorliegenden Bestand integriert. In den Jahren 2008-2009 wurden im Rahmen einer Erschließungsmaßnahme einschlägige Akten auf darin enthaltene Karten und Pläne durchgesehen und diese mit eigenen Titelaufnahmen erschlossen. In der Signatur kommt dies über den Hinweis "K-G 43_in StAWt-K G 43 A ... Karte ..." zum Ausdruck. Aus konservatorischen Gründen den Akten entnommene Karten erhielten eine fortlaufende Nummerierung innerhalb der Kartensignatur "StAWt-K G 43 K ...". Claudia Wieland Bronnbach, Juli 2011
Bestand
Niklashausen : Werbach TBB
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 2:40 PM CET