Frantz Teune, Bürger zu Meschede, und seine Frau Cathrina bekunden, sie hätten den im Hauptbrief von 1434 (Feb. 3) genannten Speicher von den + Johannesen Reyneken und seiner Frau Margarete gekauft. Sie hätten sich verpflichtet, an Dekan und Kapitel zu Meschede die auf dem Speicher liegende Rente von fünf Schillingen jährlich zu Martini zu entrichten, ebenso 18 Pfennige lichter Münze für einen kleinen Platz, den das Stift in diesem Jahr von seinem bei dem Speicher liegenden Hof - das Plätzchen liegt hinter dem Stalle und Garten des Hyeronimus Willems - den Ausstellern zur Erbauung eines Schweinestalls eingeräumt haben. Diesen Stall haben die Aussteller halb auf den Grund der Kirchspielkirchen mit Zustimmung des Pastors und der Provisoren gesetzt. Die Aussteller versprechen die jährliche Bezahlung der 18 Pfennige. Das Stift will sie dafür in der Nutzung des kleinen Platzes belassen, es es sei denn, sie wären in der Zahlung säumig, als "rebelles" befunden oder bedürften des Platzes nicht mehr. Wenn die Aussteller den Platz nicht mehr brauchen und den darauf erbauten Schweinestall abbrechen, fällt die Rente von 18 Pfennigen fort. Die fünf Schillinge aus dem Speicher bleiben davon unbeeinflußt. Ankündigung von Siegel und Unterschrift des Franz Teune. Geschehen und gegeben 1605 Nov. 11 (auf tag S. Martini episcopi)

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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