B Rep. 140-06 Schulfarm Insel Scharfenberg (Bestand)
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B Rep. 140-06
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> B Bestände (West-) Berliner Behörden bis 1990 >> B 7 Organisationen und Vereine >> B 7.1 Kammern und Körperschaften des öffentlichen Rechts
Vorwort: B Rep. 140-06
Schulfarm Insel Scharfenberg
Im Jahre 1921 gründete der Studienrat am Tegeler Humboldt-Gymnasium, Wilhelm Blume, für seine Untersekunda auf der der Stadt Berlin gehörenden Insel Scharfenberg eine "Sommerschule". 1922 wurde die weiterhin unter der Leitung Blumes stehende Schule mit finanzieller Unterstützung des Versuchsschulausschusses unter Vorsitz des Stadtschulrates Wilhelm Paulsen ausgebaut. 1929 wurde die Schule mit Internat eine städtische Einrichtung mit Etat, in der erstmalig das System von Kern- und Kursunterricht anstelle von festen Klassenverbänden erprobt wurde.
Gleich nach Kriegsende organisierte der während der NS-Zeit von der Direktion abgelöste Wilhelm Blume im Auftrag des Reinickendorfer Bezirksamtes die Wiedereröffnung der Schulfarm, die im September 1945 erfolgte. In den Folgejahren wurde sie als Oberschule wissenschaftlichen Zweiges bzw. Schule besonderer pädagogischer Prägung mit Internat fortgeführt und leistete mit Schulversuchen (13. Schuljahr) die entscheidende Vorarbeit für die gymnasiale Oberstufenreform. Neben den üblichen Unterrichtsfächern wurden die Schüler in Arbeitsgruppen mit landwirtschaftlichen und handwerklichen Tätigkeiten vertraut gemacht. Von 1949 bis 1969 leitete Dr. Wolfgang Pewesin die Schulfarm Insel Scharfenberg.
Enthält:
Chronik.- Schulverwaltung.- Schulorganisation.- Schulordnung.- Lehrerkollegium.- Unterrichtsplanung.- Aufnahmeprüfungen.- Beurteilungen.- Abschlussprüfungen.- Prüfungsarbeiten.- Zeugnislisten.- Klassenlisten und -bücher.- Schülerdatei und -bögen.- Schülerreisen.- Partnerschulen.- Jahresarbeiten.- Innungsbücher der Handwerke.- Pressemeldungen.- Publikationen.- Fotografien.- Zeitschriften und Zeitungen.- Bausachen.- Karten.
Erschlossen: 36,70 [lfm]
Nicht erschlossen: 2,00 [lfm] sonstige Angaben: Karten
Laufzeit:
(1921 -) 1945 - 1990 (- 1993)
Benutzung:
Findbuch
Verweise:
-> LAB A Pr. Br. Rep. 057 Stadtpräsident der Reichshauptstadt Berlin
-> LAB B Rep. 007 Der Senator für Volksbildung
-> LAB B Rep. 015 Senatsverwaltung für Schule, Beruf, Bildung und Sport
-> LAB C Rep. 120 Magistrat von Berlin, Abteilung Volksbildung
-> LAB E Rep. 200-31 Nachlass Wilhelm Richter
-> LAB E Rep. 200-42 Nachlass Wilhelm Blume
-> BLHA Pr. Br. Rep. 34 Provinzialschulkollegium
Literatur:
-> Aus dem Leben der Schulfarm Insel Scharfenberg. Bilder, Dokumente, Selbstzeugnisse von Eltern, Lehrern, Schülern. Redaktion von Wilhelm Blume. In: Das werdende Zeitalter, 7 (1928), H. 10, S. 329-407.
-> Neue Scharfenberg-Hefte, hrsg. von der Projektgruppe Scharfenberg-Archiv, Nr. 1-14, Berlin 1982-1990.
-> Haubfleisch, Dietmar: Die Schulfarm Insel Scharfenberg. Ein Beitrag zur Überwindung der traditionellen Schule in der Weimarer Republik. In: Schule ist mehr als Unterricht, Beispiele aus der Praxis ganztägiger Erziehung, hrsg. von Christian Kubina, Wiesbaden 1992, S. 126-139 (= Materialien zur Schulentwicklung, 18).
-> Ders.: Schulfarm Insel Scharfenberg. Reformpädagogische Versuchsschularbeit im Berlin der Weimarer Republik. In: Die alte Schule überwinden. Reformpädagogische Versuchsschulen zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus, hrsg. von Ulrich Amlung, Dietmar Haubfleisch, Jörg-W. Link und Hanno Schmidt, Frankfurt/Main 1993, S. 65-88 (= Sozialhistorische Untersuchungen zur Reformpädagogik und Erwachsenenbildung, 15).
-> Struckmann, Johann Kaspar: Bibliographie zur Geschichte der Schulfarm Insel Scharfenberg, Berlin 1994 (= Beiträge zur Schulentwicklung).
Schulfarm Insel Scharfenberg
Im Jahre 1921 gründete der Studienrat am Tegeler Humboldt-Gymnasium, Wilhelm Blume, für seine Untersekunda auf der der Stadt Berlin gehörenden Insel Scharfenberg eine "Sommerschule". 1922 wurde die weiterhin unter der Leitung Blumes stehende Schule mit finanzieller Unterstützung des Versuchsschulausschusses unter Vorsitz des Stadtschulrates Wilhelm Paulsen ausgebaut. 1929 wurde die Schule mit Internat eine städtische Einrichtung mit Etat, in der erstmalig das System von Kern- und Kursunterricht anstelle von festen Klassenverbänden erprobt wurde.
Gleich nach Kriegsende organisierte der während der NS-Zeit von der Direktion abgelöste Wilhelm Blume im Auftrag des Reinickendorfer Bezirksamtes die Wiedereröffnung der Schulfarm, die im September 1945 erfolgte. In den Folgejahren wurde sie als Oberschule wissenschaftlichen Zweiges bzw. Schule besonderer pädagogischer Prägung mit Internat fortgeführt und leistete mit Schulversuchen (13. Schuljahr) die entscheidende Vorarbeit für die gymnasiale Oberstufenreform. Neben den üblichen Unterrichtsfächern wurden die Schüler in Arbeitsgruppen mit landwirtschaftlichen und handwerklichen Tätigkeiten vertraut gemacht. Von 1949 bis 1969 leitete Dr. Wolfgang Pewesin die Schulfarm Insel Scharfenberg.
Enthält:
Chronik.- Schulverwaltung.- Schulorganisation.- Schulordnung.- Lehrerkollegium.- Unterrichtsplanung.- Aufnahmeprüfungen.- Beurteilungen.- Abschlussprüfungen.- Prüfungsarbeiten.- Zeugnislisten.- Klassenlisten und -bücher.- Schülerdatei und -bögen.- Schülerreisen.- Partnerschulen.- Jahresarbeiten.- Innungsbücher der Handwerke.- Pressemeldungen.- Publikationen.- Fotografien.- Zeitschriften und Zeitungen.- Bausachen.- Karten.
Erschlossen: 36,70 [lfm]
Nicht erschlossen: 2,00 [lfm] sonstige Angaben: Karten
Laufzeit:
(1921 -) 1945 - 1990 (- 1993)
Benutzung:
Findbuch
Verweise:
-> LAB A Pr. Br. Rep. 057 Stadtpräsident der Reichshauptstadt Berlin
-> LAB B Rep. 007 Der Senator für Volksbildung
-> LAB B Rep. 015 Senatsverwaltung für Schule, Beruf, Bildung und Sport
-> LAB C Rep. 120 Magistrat von Berlin, Abteilung Volksbildung
-> LAB E Rep. 200-31 Nachlass Wilhelm Richter
-> LAB E Rep. 200-42 Nachlass Wilhelm Blume
-> BLHA Pr. Br. Rep. 34 Provinzialschulkollegium
Literatur:
-> Aus dem Leben der Schulfarm Insel Scharfenberg. Bilder, Dokumente, Selbstzeugnisse von Eltern, Lehrern, Schülern. Redaktion von Wilhelm Blume. In: Das werdende Zeitalter, 7 (1928), H. 10, S. 329-407.
-> Neue Scharfenberg-Hefte, hrsg. von der Projektgruppe Scharfenberg-Archiv, Nr. 1-14, Berlin 1982-1990.
-> Haubfleisch, Dietmar: Die Schulfarm Insel Scharfenberg. Ein Beitrag zur Überwindung der traditionellen Schule in der Weimarer Republik. In: Schule ist mehr als Unterricht, Beispiele aus der Praxis ganztägiger Erziehung, hrsg. von Christian Kubina, Wiesbaden 1992, S. 126-139 (= Materialien zur Schulentwicklung, 18).
-> Ders.: Schulfarm Insel Scharfenberg. Reformpädagogische Versuchsschularbeit im Berlin der Weimarer Republik. In: Die alte Schule überwinden. Reformpädagogische Versuchsschulen zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus, hrsg. von Ulrich Amlung, Dietmar Haubfleisch, Jörg-W. Link und Hanno Schmidt, Frankfurt/Main 1993, S. 65-88 (= Sozialhistorische Untersuchungen zur Reformpädagogik und Erwachsenenbildung, 15).
-> Struckmann, Johann Kaspar: Bibliographie zur Geschichte der Schulfarm Insel Scharfenberg, Berlin 1994 (= Beiträge zur Schulentwicklung).
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ