Klaus Bek der Müller von Yttenhusen (=Ittenhausen) bekennt, daß ihm Erhard [Fridang], Abt von Weingarten, die Mühle zu der Horlach (=Harlachen) bei Hagnau und zugehörige Äcker und Wiesen zu Erblehen verliehen hat, die zuvor Konrad Weber innehatte. Zwei Juchart der Äcker werden von Thomas Schmid zu Meersburg angebaut. Wenn sie von ihm ledig werden, soll sie auch der Aussteller anbauen. Als Zins und Hubgeld entrichtet er jährlich an Martini nach Hagnau in den Münchhof 2 1/2 lb d und 2 Scheffel Vesen Kernen in Ravensburger Währung bzw. Maß. Er gibt ferner 6 Viertel Kern Konstanzer Maßes nach Meersburg an die Sondersiechen. Von den 4 Jucharten Acker, die an das Mühlholz grenzen, gehen eine Garbe oder ein Viertel Korn, ferner 6 ß d von der "wytin" oberhalb des Weihers ob der Horlach für St. Peter zu Stetten, 1 ß d Konstanzer Währung und 2 Herbsthühner an die Pfründe, die Meister Hans Rapp von Konstanz innehatte, 1 Fasnachthenne an den Bischof von Konstanz. Im Verkaufsfall muß der Erwerber die Mühle vom Abt für 2 fl rh neu empfangen.
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Klaus Bek der Müller von Yttenhusen (=Ittenhausen) bekennt, daß ihm Erhard [Fridang], Abt von Weingarten, die Mühle zu der Horlach (=Harlachen) bei Hagnau und zugehörige Äcker und Wiesen zu Erblehen verliehen hat, die zuvor Konrad Weber innehatte. Zwei Juchart der Äcker werden von Thomas Schmid zu Meersburg angebaut. Wenn sie von ihm ledig werden, soll sie auch der Aussteller anbauen. Als Zins und Hubgeld entrichtet er jährlich an Martini nach Hagnau in den Münchhof 2 1/2 lb d und 2 Scheffel Vesen Kernen in Ravensburger Währung bzw. Maß. Er gibt ferner 6 Viertel Kern Konstanzer Maßes nach Meersburg an die Sondersiechen. Von den 4 Jucharten Acker, die an das Mühlholz grenzen, gehen eine Garbe oder ein Viertel Korn, ferner 6 ß d von der "wytin" oberhalb des Weihers ob der Horlach für St. Peter zu Stetten, 1 ß d Konstanzer Währung und 2 Herbsthühner an die Pfründe, die Meister Hans Rapp von Konstanz innehatte, 1 Fasnachthenne an den Bischof von Konstanz. Im Verkaufsfall muß der Erwerber die Mühle vom Abt für 2 fl rh neu empfangen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K U 297
GLAK 7/343
00934
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden >> Urkunden
1451 Mai 14 (uff fritag nach ostren nach dem sontag als die hailig muter der cristenhait in der hailigen kirchen singet Misericordia domini)
28 x 39,3 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Klaus Bek der Müller von Yttenhusen (=Ittenhausen)
Empfänger: Erhard [Fridang], Abt von Weingarten
Siegler: Hans Oswalt, Vogt zu Ittendorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Empfänger: Erhard [Fridang], Abt von Weingarten
Siegler: Hans Oswalt, Vogt zu Ittendorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Bek, Klaus
Rapp, Hans, M.
Schmid, Thomas
Weber, Konrad
Hagnau am Bodensee FN
Hagnau am Bodensee FN; Weingartener Hof
Harlachen : Stetten FN; Einwohner
Harlachen : Stetten FN; Mühle
Horlachen = Harlachen : Stetten FN
Ittendorf : Markdorf FN; Vogt
Ittenhausen : Ailingen, Friedrichshafen FN; Einwohner
Konstanz KN; Bischof
Konstanz KN; Einwohner
Konstanz KN; Maß
Konstanz KN; Währung
Meersburg FN; Einwohner
Meersburg FN; Sondersiechen am Feld
Ravensburg RV; Maß
Ravensburg RV; Währung
Stetten FN; St. Peter
Yttenhusen = Ittenhausen : Ailingen, Friedrichshafen FN
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:24 MEZ
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