Kurfürst Philipp von der Pfalz quittiert Georg von Langeln (Lanngen), Landkomtur zu Lothringen, und Bernhard von Burscheid (Burschit), Ritter und Richter im Land zu Luxemburg (Lutzelburg) die Bezahlung von 400 Gulden. Ursprüngliche hatten Gawein (Gauwin) von Hohenstein und der Knecht Heinz Oberlender das pfalzgräfliche Geleit angegriffen und wurden in Trier verhaftet. Heinz ist entflohen, der Ritter Burggraf zu Alzey, Hans Landschad, wollte daraufhin bei Gawain das Recht durchsetzen. Auf Fürbitte einiger und besonders um dem Dekan zu Trier, Eberhard von Hohenfels, und Richard Greiffenklau (Griffenkloe) zu gefallen, wurde ein Vertrag durch den Landkomtur Georg von und den Richter Bernhard von Burscheid ausgehandelt, dass diese beiden dem Pfalzgrafen binnen drei Monaten 400 gute rheinische Gulden kurfürstlicher Währung nach Bacharach gegen Quittung bezahlen sollen. Daraufhin soll Gawain wegen der Streitsache entlassen sein (us sorgen sin). Komtur und Richter haben dem Zollschreiber zu Bacharach, Bernhard Ort jetzt die 400 Gulden entrichtet, was hiermit quittiert wird.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz quittiert Georg von Langeln (Lanngen), Landkomtur zu Lothringen, und Bernhard von Burscheid (Burschit), Ritter und Richter im Land zu Luxemburg (Lutzelburg) die Bezahlung von 400 Gulden. Ursprüngliche hatten Gawein (Gauwin) von Hohenstein und der Knecht Heinz Oberlender das pfalzgräfliche Geleit angegriffen und wurden in Trier verhaftet. Heinz ist entflohen, der Ritter Burggraf zu Alzey, Hans Landschad, wollte daraufhin bei Gawain das Recht durchsetzen. Auf Fürbitte einiger und besonders um dem Dekan zu Trier, Eberhard von Hohenfels, und Richard Greiffenklau (Griffenkloe) zu gefallen, wurde ein Vertrag durch den Landkomtur Georg von und den Richter Bernhard von Burscheid ausgehandelt, dass diese beiden dem Pfalzgrafen binnen drei Monaten 400 gute rheinische Gulden kurfürstlicher Währung nach Bacharach gegen Quittung bezahlen sollen. Daraufhin soll Gawain wegen der Streitsache entlassen sein (us sorgen sin). Komtur und Richter haben dem Zollschreiber zu Bacharach, Bernhard Ort jetzt die 400 Gulden entrichtet, was hiermit quittiert wird.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 819, 148
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Liber ad vitam III (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1502 Juli 26 (uff dinstag nach Jacobi)
fol. 136v
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Burscheid, Bernhard von; Ritter, Richter zu Luxemburg, erw. 1502
Hohenfels, Eberhard von; Herr zu Reipoltskirchen, Domdekan zu Trier, erw. 1500, 1503
Hohenstein, Gawain von; erw. 1502
Langeln, Georg von; Landkomtur des Dt. Ordens zu Lothringen, erw. 1502
Oberlender, Heinz; Knecht, erw. 1502
Ort, Bernhard; Zollschreiber zu Bacharach, erw. 1502, 1503
Bacharach MZ
Trier TR
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:10 MESZ
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