A Rep. 250-04-21 E. Sökeland & Söhne GmbH (Bestand)
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A Rep. 250-04-21
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> A Bestände vor 1945 >> A 6 Unternehmen der Wirtschaft >> A 6.2 Unternehmen der privaten Wirtschaft
1890 - 1961
Vorwort: A Rep. 250-04-21 E. Sökeland & Söhne GmbH
1. Unternehmensgeschichte
Die Grundlage der Fa. E. Sökeland & Söhne bildete eine Bäckerei, die Engelbert Sökeland 1843 in Westfalen errichtete. Er erarbeitete sich als Erfinder eigener Knetmaschinen, Öfen und Mühlen zur Pumpernickel-Herstellung einen guten Ruf in seinem Gewerbe. Doch die Firma geriet durch seine wissenschaftlichen Versuche 1856 in Konkurs. Sökeland bewarb sich bei der soeben in Berlin gegründeten Berliner Brotfabrik Aktien-Gesellschaft. Auf Empfehlung Justus v. Liebigs wurde er sofort eingestellt und begleitete den Aufbau des Unternehmens. Die Familie siedelte nach Berlin um.
Schon 1858 verließ er diese Position und errichtete wieder eine eigene Pumpernickel-Bäckerei. Nach anfänglichem kompliziertem Geschäftsaufbau konnten Filialen in Wandsbek und Wien eröffnet werden; 1870 ergab sich die Gelegenheit zum Kauf eines eigenen Grundstückes in Berlin-Moabit. Mit den Söhnen Eduard, Hermann und Siegfried sowie einem Schwiegersohn wurde am 1. Februar 1874 die "Firma E. Sökeland & Söhne" begründet. Firmensitz war die Stromstraße 56 in Berlin-Moabit. Der schnelle Aufschwung des Unternehmens gestattete Hermann Sökeland ehrenamtliches kommunales Engagement; 1862 wurde er Schriftführer, bald darauf Vorsitzender des Waisenrates in Moabit, ein Amt, das er 18 Jahre bekleidete. Hermann Sökeland war von 1905 bis 1919 Stadtverordneter von Berlin. Er war ebenfalls Mitglied der Berliner Anthropologischen Gesellschaft. Durch den Musterschutz für ein Pumpernickel-Brot in Dosen 1896 war eine stabile Einnahmequelle für das Unternehmen gegeben. Im Ersten Weltkrieg konnte die Firma durch die Förderung der Reichsgetreidestelle weiter produzieren.
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand E. Sökeland & Söhne wurde 1986 aus Privathand vom Landesarchiv Berlin erworben.
Die Verzeichnung des Bestandes erfolgte im Juli 2003 im Rahmen eines Praktikums mit Augias 7.3 nach dem Bär'schen Prinzip. Da keine Aktenpläne vorhanden waren, wurde zu diesem Zweck eine dem Bestand angemessene Klassifikation erarbeitet.
Insgesamt umfasst der Bestand 92 AE (1,2 lfm). Seine Laufzeit reicht von 1890 - 1949 ( - 1961).
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren:
Landesarchiv Berlin, A Rep. 250-04-21 E. Sökeland & Söhne GmbH, Nr. ...
3. Korrespondierender Bestand
A Rep. 060-02 Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte
4. Literaturauswahl
Sökeland, Hermann: Aus meinem Leben, Berlin 1926.
Steinmann, Ulrich: Gründer und Förderer des Berliner Volkskunde-Museums. In: Staatliche Museen zu Berlin. Forschungen und Berichte. Band 9: Kunsthistorische Beiträge, Berlin 1967.
Berlin, Juli 2003 Heide Tröllmich
1. Unternehmensgeschichte
Die Grundlage der Fa. E. Sökeland & Söhne bildete eine Bäckerei, die Engelbert Sökeland 1843 in Westfalen errichtete. Er erarbeitete sich als Erfinder eigener Knetmaschinen, Öfen und Mühlen zur Pumpernickel-Herstellung einen guten Ruf in seinem Gewerbe. Doch die Firma geriet durch seine wissenschaftlichen Versuche 1856 in Konkurs. Sökeland bewarb sich bei der soeben in Berlin gegründeten Berliner Brotfabrik Aktien-Gesellschaft. Auf Empfehlung Justus v. Liebigs wurde er sofort eingestellt und begleitete den Aufbau des Unternehmens. Die Familie siedelte nach Berlin um.
Schon 1858 verließ er diese Position und errichtete wieder eine eigene Pumpernickel-Bäckerei. Nach anfänglichem kompliziertem Geschäftsaufbau konnten Filialen in Wandsbek und Wien eröffnet werden; 1870 ergab sich die Gelegenheit zum Kauf eines eigenen Grundstückes in Berlin-Moabit. Mit den Söhnen Eduard, Hermann und Siegfried sowie einem Schwiegersohn wurde am 1. Februar 1874 die "Firma E. Sökeland & Söhne" begründet. Firmensitz war die Stromstraße 56 in Berlin-Moabit. Der schnelle Aufschwung des Unternehmens gestattete Hermann Sökeland ehrenamtliches kommunales Engagement; 1862 wurde er Schriftführer, bald darauf Vorsitzender des Waisenrates in Moabit, ein Amt, das er 18 Jahre bekleidete. Hermann Sökeland war von 1905 bis 1919 Stadtverordneter von Berlin. Er war ebenfalls Mitglied der Berliner Anthropologischen Gesellschaft. Durch den Musterschutz für ein Pumpernickel-Brot in Dosen 1896 war eine stabile Einnahmequelle für das Unternehmen gegeben. Im Ersten Weltkrieg konnte die Firma durch die Förderung der Reichsgetreidestelle weiter produzieren.
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand E. Sökeland & Söhne wurde 1986 aus Privathand vom Landesarchiv Berlin erworben.
Die Verzeichnung des Bestandes erfolgte im Juli 2003 im Rahmen eines Praktikums mit Augias 7.3 nach dem Bär'schen Prinzip. Da keine Aktenpläne vorhanden waren, wurde zu diesem Zweck eine dem Bestand angemessene Klassifikation erarbeitet.
Insgesamt umfasst der Bestand 92 AE (1,2 lfm). Seine Laufzeit reicht von 1890 - 1949 ( - 1961).
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren:
Landesarchiv Berlin, A Rep. 250-04-21 E. Sökeland & Söhne GmbH, Nr. ...
3. Korrespondierender Bestand
A Rep. 060-02 Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte
4. Literaturauswahl
Sökeland, Hermann: Aus meinem Leben, Berlin 1926.
Steinmann, Ulrich: Gründer und Förderer des Berliner Volkskunde-Museums. In: Staatliche Museen zu Berlin. Forschungen und Berichte. Band 9: Kunsthistorische Beiträge, Berlin 1967.
Berlin, Juli 2003 Heide Tröllmich
Bestand
Verwandte Verzeichnungseinheiten: LAB A Rep. 060-02 Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST