1.) Der Hof zu Hattendorf [Stadtteil von Alsfeld, Vogelsbergkr.] mit allem Zubehör, Holz, Feld, Äcker, Wiesen, Gärten, Zinsen, Gülten, Renten sowi...
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Urk. 14, 11356
A I u, Scheffer sub dato
Vgl. altes Findbuch (R Nr. 1354), s.v. Scheffer, Nr. 7
Urk. 14 Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u]
Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u] >> Aktivlehen >> Personenbetreffe F >> Fa-Fl >> Feige
1551 April 20
Lehnsrevers
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: 1.) Der Hof zu Hattendorf [Stadtteil von Alsfeld, Vogelsbergkr.] mit allem Zubehör, Holz, Feld, Äcker, Wiesen, Gärten, Zinsen, Gülten, Renten sowie großen und kleinen Zehnten, wie er früher zu Immichenhain [Ortsteil der Gem. Ottrau, Schwalm-Eder-Kr.] gehört hat; 2.) die Zinsen, die in und um das Dorf Hattendorf anfallen, die sich ungefähr auf 20 ständige Gulden und anderthalb gelegentliche Gulden belaufen und auch zu Immichenhain gehört haben; 3.) die Wiesen auf der Schwalm, die bisher zu dem genannten Hof gebraucht worden sind; 4.) der Zehnt daselbst, der jährlich ungefähr 20 Viertel und einen halben (ander) trägt, mit allem Zubehör. Der Hof soll von allen Diensten und Abgaben befreit sein, seien es Atzung, Lager, Schatzung, Folge, Steuer oder Heerzug. Die Käufer, ihre Hofmänner und Besitzer des Hofes erhalten die Erlaubnis, die Schweinemast, Hute und Trift in dem zu Immichenhain gehörenden Gehölz unverhindert betreiben zu dürfen und in eckerreichen Jahren ca. 50 oder 60 Schweine hinein treiben und fett füttern zu dürfen. Des Weiteren erhalten sie die Berechtigung, aus dem genannten Gehölz Bau- und Brennholz für den Hof zu nehmen, sowie die Vergünstigung, auf dem jetzt wüsten und unbebauten Hof einen freien Sitz zu bauen. Daneben wird ihnen die Verpflichtung auferlegt, für den Landgrafen bei etwaigen Streitigkeiten zwischen ihm und den Käufern oder seinen Amtleuten wegen des Gehölzes von dem Gehölz allenfalls ein Sechstel abzuteilen und dem Hof zuzuweisen. Es wird ebenfalls das Recht für den Käufer gewährt, Hühner, Hasen und Vögel auf und um den Hof und das Dorf Hattendorf zu fangen. Die Güter hatte der 1535 Belehnte dem Landgrafen für 1.000 rheinische Goldgulden, die der Landgraf zur Einlösung der verpfändeten Schlösser und Städte Königsberg, Stornfels und Rodheim verwendet hatte, abgekauft, ihm dann wieder zu Lehen aufgetragen und als Erblehen erhalten. Die Witwe des 1535 Belehnten, Katrin, erhielt die Güter als Wittum.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Konrad Weingart, Michael Nusspicker, Heinrich Feige
Vermerke (Urkunde): Siegler: Konrad Weingart, Michael Nusspicker, Heinrich Feige
Belehnte/r: Konrad Weingart, Scholaster zu Fritzlar, Michael Nusspicker, Bürgermeister zu Kassel, und Heinrich Feige, Bürgermeister zu Lichtenau, als Vormünder der Kinder des verstorbenen Kanzlers Johann Feige, Christine, Johann, Heinrich und Ludwig Feige, sowie in eventum der Bruder des Kanzlers, Heinrich Feige
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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