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Am 27. Januar 1429 waren in der Gemarkung des Dorfes Erfelden beim Hohlen Galgen, dort wo man gewöhnlich Landgericht zu halten pflegt, in Gegenwar...
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Am 27. Januar 1429 waren in der Gemarkung des Dorfes Erfelden beim Hohlen Galgen, dort wo man gewöhnlich Landgericht zu halten pflegt, in Gegenwart des unten genannten Notars folgende Männer versammelt: Hermann v. Rodenstein, Hans v. Asbach gen. v. Rodau, Konrad v. Grebenroth, Hans Wallbrunn, Gilbrecht Rabe von Frankfurt, Johann v. Michelfeld, Hans, Knecht des Adolf Franke (?), Henne v. Gernsheim, Johann v. Reinheim und Kunz v. Biebesheim, dazu die zum Gericht zusammengerufenen Schöffen Bechtolf v. Erfelden, Schultheiß, Wenz Plock von Erfelden, Heinz Kalb von Poppenheim, Hartmann vom Bensheimer Hof, Werner Kalb von Riedhausen, Klaus Nikolaus vom Hainer Hof (Heyne), Henne v. Dornheim, Nolte v. Wolfskehlen, Jakob Ruß von Goddelau, Henne Wickert von Krumstadt, Peter Morser von Wasserbiblos, Gottfried (Gotze) v. Stockstadt und Heinrich Kraft von Biebesheim, Schöffen. In Gegenwart Graf Philipps v. Katzenelnbogen und seiner Freunde einer- und Johanns v. Wolfskehl und seiner Freunde andererseits führte Hermann v. Rodenstein im Namen Graf Johanns v. Katzenelnbogen gegenüber den Schöffen aus, dass sie am letzten besessenen Gerichtstag und auch öfters an anderen Gericht(sort)en und seit langen Jahren gewiesen hätten, dass Graf Johann v. Katzenelnbogen und seine Vorfahren oberste Herren des Gerichtes über Hals und Haupt seien, befugt, hohe und niedrige Gebote und Verbote zu setzen und zu erlassen. In dieser Sache habe er bereits auf dem letzten Gerichtstag im Namen Graf Johanns gefragt, und zu Urteil gestellt, ob aus den genannten Gründen Graf Johann und ein jeder Katzenelnbogen Graf und sonst niemand das Gericht zu ge- und verbieten habe (Vgl. Nr. 3392). Er wiederhole jetzt diese Frage und ersuche die Schöffen um Weisung. - Diese erklären nach Beratung durch Kraft v. Biebesheim, wenn eine der beiden Parteien Urkunden zu dieser Sache vorzeigen und verlesen lassen wolle, dann möge sie es zur Unterrichtung der Schöffen tun; sei das nicht der Fall, würden sie ihren Spruch gemäß der Überlieferung von ihren Eltern und Vorfahren her und nach dem, was sie an einigen Landgerichten und von vielen ehrbaren Leuten und Angrenzern (umbstoßern) erfahren hätten abgeben. Darauf bestieg Hans v. Wolfskehl sein Pferd und ritt ohne Antwort hinweg, während Hermann v.n Rodenstein sprach, dass er sich im Namen seines Herrn an ihrem Spruch genügen lassen wolle. Darauf wiesen die Schöffen, dass Graf Johann v. Katzenelnbogen und ein jeder Graf v. Katzenelnbogen oberster Herr des Gerichtes über Hals und Haupt ist, befugt, Gebote und Verbote, hoch und niedrig, zu machen, jedoch unbeschadet der dem genannten Hans v. Wolfskehl gehörenden zwei Teile an den Bußen. - Hierüber erbat Hermann v. Rodenstein das vorliegende Instrument
Vermerke (Urkunde): Siegler: Signet und Unterschrift des kaiserlichen Notars Konrad Spengler, Klerikers des Mainzer Bistums, mit der Bemerkung, dass dieses Instrument zwar nicht von seiner Hand geschrieben, der obige Vorgang aber in seiner Gegenwart geschehen ist
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen, Regesten-Nr. 3405
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Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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