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Es wird bekundet, dass Hermann Georg [von Neuhof], Abt von Fulda,
mit Zustimmung des Klosters Fulda und der Witwe Maria Katharina Justina
Forstmei...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1631-1640
1639 Dezember 16
Ausfertigung, Papier, zwei aufgedrückte Lacksiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: So geschehen Fulda den sechzehenden Decembris im iahr Christi unserß Erlöserß unnd Sehligmacherß ein tausendt sechßhundert unnd im neun unnd dreissigsten iahr
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Es wird bekundet, dass Hermann Georg [von Neuhof], Abt von Fulda, mit Zustimmung des Klosters Fulda und der Witwe Maria Katharina Justina Forstmeister von Gelnhausen, geborene Forstmeister, von Johann Heinrich (Henrich) Forstmeister von Gelnhausen, der Bruder von Maria, die Hälfte des Zehnten in Oberkalbach sowie die Hälfte einiger Güter mit allem Zubehör, allen Rechten und Einkünften in Mittelkalbach gekauft hat. Diese Güter sind Lehen des Klosters Fulda und gehörten zuvor Melchior Neidhard von Lautter und des Johann Wilhelm von Lautter. Von Melchiors Witwe sind sie an Johann Heinrich und seine Schwester Maria gekommen. Die Kaufsumme beträgt 750 Gulden gemeiner fuldischer Landeswährung, jeder Gulden zu 42 Böhmischen [Groschen] oder 15 Batzen, den Reichstaler zu eineinhalb Gulden. Abt Hermann hat mit Vertragsabschluss bereits 200 Gulden gezahlt. An den nächsten Fronfasten oder Quatembern [erster Fastensonntag, Dreifaltigkeitssonntag, Kreuzerhöhung, Lucia] wird er jeweils 75 Gulden gegen Quittung entrichten, bis die Summe abbezahlt ist. Johann Heinrich versichert für sich und seine Schwester, dass die Güter sowie der Zehnt Allodialgüter und weder verpfändet noch belastet sind. Weiterhin verspricht er, alle Ansprüche seines Vetters Johann (Hans) Engelbrecht von Lautter oder anderer Personen für Abt und Kloster zu übernehmen. Beide Seiten verzichten auf weltliche und geistliche Rechtsmittel. Ankündigung des Sekretsiegels des Abtes. Siegelankündigung. Ankündigung der Unterfertigung. Beide Seiten erhalten eine Ausfertigung der Urkunde. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: 1. Seite, 2. und 3. Seite, Rückseite; Siegel: Lacksiegel 1, [[jpg:hstam/Urk. 75/Urk....
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Hermannus Georgius / abbas Fuldensis manu propria
Vermerke (Urkunde): Siegler: Abt Hermann, Johann Heinrich Forstmeister
Böhmische [Groschen] sind auch als Prager Groschen bekannt.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.