Königlich Preußischer Kommissarius: Akten (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 231 T 1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik) >> Hohenzollerische Bestände >> Preußischer Regierungsbezirk der Hohenzollerischen Lande >> Behörden der Übergangszeit
(1786 -) 1850 - 1852
Überlieferungsgeschichte
Nach den Wirren der Revolution von 1848/49 übergaben die Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen die Regierungsgewalt über ihre beiden Länder, die 1849 zusammen 67023 Einwohner umfassten, mit Abtretungsvertrag vom 7. Dezember 1849 ohne Einbeziehung der Parlamente an Preußen.
Ab 1. Januar 1850 ersetzte die preußische Verfassung die bisherigen Landesverfassungen der beiden hohenzollerischen Fürstentümer. Die Regierungen in Sigmaringen und Hechingen blieben zunächst bestehen. Adolf Karl Freiherr von Spiegel-Borlinghausen wurde am 1. April 1850 als königlicher Besitznahmekommissar mit dem Titel "Regierungspräsident" eingesetzt. Er trat für eine weitgehende Selbständigkeit und Beibehaltung der bestehenden Verhältnisse und einen allmählichen Übergang ins preußische Staatsgefüge ein. Nach seinem krankheitsbedingten Ausscheiden nahm im Juli 1850 eine Immediatkommission dessen Aufgaben wahr. Sie bestand aus dem Regierungspräsidenten des vormaligen Fürstentums Hohenzollern-Sigmaringen bzw. der preußischen Regierung Sigmaringen, Anton von Sallwürk, als Vorsitzendem und den altpreußischen Beamten Regierungsrat Beyer und Staatsanwalt Giesecke. Mit der Ernennung des Oberregierungsrats Graf Ludwig Viktor von Villers zum Vertreter des erkrankten Kommissarius im Juli 1851 wurde die Immediatkommission aufgelöst.
Ein Gesetz vom 7. Januar und 26. Februar 1852 bestimmte die Aufhebung des Königlichen Kommissariats und der beiden Regierungen in Sigmaringen und Hechingen auf den 1. März 1852. Eine neue Regierung mit Sitz in Sigmaringen wurde für den gesamten Regierungsbezirk, der den Namen "Hohenzollernsche Lande" trug, eingesetzt.
Unterlagen gleicher Provenienz im Bestand Ho 235.
Inhalt und Bewertung
Enthält:
Vertretung der ehemaligen hohenzollerischen Fürstentümer bei der preußischen Kammer; Neuorganisation der Gerichtsbehörden; Beamte bei Gerichtsbehörden; Regelung des Vormundschaftswesen; Strafgesetzgebung; Etats-, Kassen- und Rechnungswesen; Expeditionsprotokoll.
Nach den Wirren der Revolution von 1848/49 übergaben die Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen die Regierungsgewalt über ihre beiden Länder, die 1849 zusammen 67023 Einwohner umfassten, mit Abtretungsvertrag vom 7. Dezember 1849 ohne Einbeziehung der Parlamente an Preußen.
Ab 1. Januar 1850 ersetzte die preußische Verfassung die bisherigen Landesverfassungen der beiden hohenzollerischen Fürstentümer. Die Regierungen in Sigmaringen und Hechingen blieben zunächst bestehen. Adolf Karl Freiherr von Spiegel-Borlinghausen wurde am 1. April 1850 als königlicher Besitznahmekommissar mit dem Titel "Regierungspräsident" eingesetzt. Er trat für eine weitgehende Selbständigkeit und Beibehaltung der bestehenden Verhältnisse und einen allmählichen Übergang ins preußische Staatsgefüge ein. Nach seinem krankheitsbedingten Ausscheiden nahm im Juli 1850 eine Immediatkommission dessen Aufgaben wahr. Sie bestand aus dem Regierungspräsidenten des vormaligen Fürstentums Hohenzollern-Sigmaringen bzw. der preußischen Regierung Sigmaringen, Anton von Sallwürk, als Vorsitzendem und den altpreußischen Beamten Regierungsrat Beyer und Staatsanwalt Giesecke. Mit der Ernennung des Oberregierungsrats Graf Ludwig Viktor von Villers zum Vertreter des erkrankten Kommissarius im Juli 1851 wurde die Immediatkommission aufgelöst.
Ein Gesetz vom 7. Januar und 26. Februar 1852 bestimmte die Aufhebung des Königlichen Kommissariats und der beiden Regierungen in Sigmaringen und Hechingen auf den 1. März 1852. Eine neue Regierung mit Sitz in Sigmaringen wurde für den gesamten Regierungsbezirk, der den Namen "Hohenzollernsche Lande" trug, eingesetzt.
Unterlagen gleicher Provenienz im Bestand Ho 235.
Inhalt und Bewertung
Enthält:
Vertretung der ehemaligen hohenzollerischen Fürstentümer bei der preußischen Kammer; Neuorganisation der Gerichtsbehörden; Beamte bei Gerichtsbehörden; Regelung des Vormundschaftswesen; Strafgesetzgebung; Etats-, Kassen- und Rechnungswesen; Expeditionsprotokoll.
18 Akten, 1 Band (0,5 lfd.m)
Bestand
Fritz Kallenberg (Hrsg.): Hohenzollern. Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs Bd. 23. Stuttgart 1996.
Fritz Kallenberg: Die staats- und verwaltungsrechtliche Entwicklung der Hohenzollerischen Lande. 1950. 40 S. [maschinenschriftlich]. StAS 9 D 76
H. Keßler: Beschreibung der Hohenzollernschen Lande. Sigmaringen 1893.
Maren Kuhn-Rehfus: Die Integration Hohenzollerns in Preußen. In: Expansion und Integration. Zur Eingliederung neugewonnener Gebiete in den preußischen Staat. Hg. von Peter Baumgart. 1984. S. 299-325.
Josef Mühlebach: Die preußischen Regierungspräsidenten in Hohenzollern. In Hohenzollerische Heimat 27, 1977. S. 9-13.
Fritz Kallenberg: Die staats- und verwaltungsrechtliche Entwicklung der Hohenzollerischen Lande. 1950. 40 S. [maschinenschriftlich]. StAS 9 D 76
H. Keßler: Beschreibung der Hohenzollernschen Lande. Sigmaringen 1893.
Maren Kuhn-Rehfus: Die Integration Hohenzollerns in Preußen. In: Expansion und Integration. Zur Eingliederung neugewonnener Gebiete in den preußischen Staat. Hg. von Peter Baumgart. 1984. S. 299-325.
Josef Mühlebach: Die preußischen Regierungspräsidenten in Hohenzollern. In Hohenzollerische Heimat 27, 1977. S. 9-13.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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