Betz, Johannes Dr. (1914 - 1984) (Bestand)
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Rep. 70 NL 26
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1873-01-01/2000-12-31
Vorwort: 1. Herkunft und Beschreibung des Bestandes
Der schriftliche Nachlass von Johannes Betz wurde 1987 an das Archiv des Erzbistums Bamberg abgegeben.
Im Nachlass sind v.a. wissenschaftliche Materialien aus dem Universitätsbetrieb erhalten: Vorlesungsmanuskripte oder -mitschriften von Dozenten aus der Studienzeit von Johannes Betz an der Katholisch-theologischen Fakultät der Hochschule Bamberg und der Universität Tübingen (z.B. Artur Landgraf, Johann Baptist Walz, Josef Rupert Geiselmann, Karl Adam), Vorlesungen von Johannes Betz und von Professorenkollegen sowie Materialien zur Vorbereitung der Vorlesungen und wissenschaftlichen Arbeiten.
Biographisches Material, Fotografien, Predigten und Korrespondenzen sind nur wenig erhalten. Korrespondenzfragmente wurden auch als Notizzettel für wissenschaftliche Arbeiten verwendet.
Hingewiesen sei auf folgende Unterlagen:
- "Der burschikose Ton. Unterhaltungsbeilage zum Dogmaskriptum [von DDr. Artur Landgraf, Anm.d.Verf.] Nr. 1-3" (hg. von Studenten des Bamberger Priesterseminars, Heinrichsdamm), ca. 1935-1937 (Signatur: AEB, Rep. 70 NL 26 Nr. 241, 347)
- Brief von Otto Sailer an seine Freunde in Deutschland aus Nazareth (Brasilien) zur Erinnerung an seine Primizfeier in Nazareth, nach 1936 (Signatur: AEB, Rep. 70 NL 26 Nr. 150)
- Ansprache anlässlich einer Kundgebung katholischer und evangelischer Jugend in Lichtenfels, 1947 (Signatur: AEB, Rep. 70 NL 26 Nr. 261)
2. Verzeichnung
Die Unterlagen wurden meistens in ihrem überlieferten Zustand zusammengelassen. Deshalb sind in manchen Akten Notizen bzw. Manuskripte zu unterschiedlichen Fachbereichen enthalten.
Johannes Betz hat die Rückseiten von Einladungen und Korrespondenzen häufig als Notizzettel benutzt. Im Darin-Vermerk wurde dies z.B. so festgehalten: "Rundschreiben sowie Fragmente von Korrespondenz (Rückseite)".
Bei der Datierung von Manuskripten waren die Jahresangaben in den Literaturverweisen sowie das Erscheinungsdatum in der Bibliographie seiner Festschrift hilfreich (Praesentia Christi : Festschrift Johannes Betz zum 70. Geburtstag, dargebracht von Kollegen, Freunden, Schülern, Düsseldorf 1984).
3. Biographische Angaben
Johannes Betz wurde am 20. August 1914 in Redwitz a.d.Rodach geboren. Nach einem Theologiestudium an der Phil.-Theol. Hochschule in Bamberg wurde er am 29. Juni 1939 zum Priester geweiht. Er war zunächst Kaplan in Drügendorf, dann in Memmelsdorf und seit 16. März 1940 in Nürnberg St. Anton. Von Februar 1941 an bis März 1945 war er Soldat. Im Dezember 1942 wurde er verletzt aus Stalingrad ausgeflogen. Während des Lazarettaufenthaltes in Tübingen war er Gasthörer an der Universität Tübingen. Seit Oktober 1943 leistete er Dienst bei einer Sanitäts-Offiziers-Ausbildungseinheit in Würzburg und besuchte nebenbei Vorlesungen an der Universität. Nach Amerikanischer Kriegsgefangenschaft war er Kaplan in Dornheim, Seinsheim und Scheßlitz. Ab Juni 1946 bis Februar 1948 studierte er an der Universität Tübingen Theologie und wurde dort im Anschluss Wissenschaftlicher Assistent. Im Dezember 1953 promovierte er zum Thema "Die Eucharistie in der Zeit der griechischen Väter." Bis zur nächsten Assistentenstelle an der Tübinger Universität im Mai 1955 war Johannes Betz Hausgeistlicher auf Schloss Roseck b. Tübingen. Von Mai 1955 bis Februar 1957 erhielt er ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und habilitierte 1957 mit seinem Werk "Die Realpräsenz des Leibes und Blutes Jesu im Abendmahl: Die biblisch-dogmatische Begründung und ihre Weiterentwicklung in der kirchlichen Theologie des 2. Jahrhunderts.". 1957 und 1958 war Betz auch Wissenschaftlicher Assistent und Privatdozent an der Universität Tübingen. Seine erste Professorenstelle erhielt er 1959 an der Phil.-Theol. Hochschule Bamberg als außerplanmäßiger Professor für Religionsphilosophie und Fundamentaltheologie. Von 1963 bis 1967 war er Ordentlicher Professor für Dogmatik und Propädeutik an der Universität Mainz und anschließend Ordentlicher Professor für Dogmatik an der Universität Würzburg. Hier wurde er am 01. Oktober 1979 emeritiert. Johannes Betz verstarb am 15. Juni 1984 in Würzburg. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof in Lichtenfels.
4. Literaturhinweise
Praesentia Christi : Festschrift Johannes Betz zum 70. Geburtstag, dargebracht von Kollegen, Freunden, Schülern, Düsseldorf 1984
5. Zitationsweise
Zitiert werden die Archivalien: AEB, Rep. 70 NL 26 Nr.
Der schriftliche Nachlass von Johannes Betz wurde 1987 an das Archiv des Erzbistums Bamberg abgegeben.
Im Nachlass sind v.a. wissenschaftliche Materialien aus dem Universitätsbetrieb erhalten: Vorlesungsmanuskripte oder -mitschriften von Dozenten aus der Studienzeit von Johannes Betz an der Katholisch-theologischen Fakultät der Hochschule Bamberg und der Universität Tübingen (z.B. Artur Landgraf, Johann Baptist Walz, Josef Rupert Geiselmann, Karl Adam), Vorlesungen von Johannes Betz und von Professorenkollegen sowie Materialien zur Vorbereitung der Vorlesungen und wissenschaftlichen Arbeiten.
Biographisches Material, Fotografien, Predigten und Korrespondenzen sind nur wenig erhalten. Korrespondenzfragmente wurden auch als Notizzettel für wissenschaftliche Arbeiten verwendet.
Hingewiesen sei auf folgende Unterlagen:
- "Der burschikose Ton. Unterhaltungsbeilage zum Dogmaskriptum [von DDr. Artur Landgraf, Anm.d.Verf.] Nr. 1-3" (hg. von Studenten des Bamberger Priesterseminars, Heinrichsdamm), ca. 1935-1937 (Signatur: AEB, Rep. 70 NL 26 Nr. 241, 347)
- Brief von Otto Sailer an seine Freunde in Deutschland aus Nazareth (Brasilien) zur Erinnerung an seine Primizfeier in Nazareth, nach 1936 (Signatur: AEB, Rep. 70 NL 26 Nr. 150)
- Ansprache anlässlich einer Kundgebung katholischer und evangelischer Jugend in Lichtenfels, 1947 (Signatur: AEB, Rep. 70 NL 26 Nr. 261)
2. Verzeichnung
Die Unterlagen wurden meistens in ihrem überlieferten Zustand zusammengelassen. Deshalb sind in manchen Akten Notizen bzw. Manuskripte zu unterschiedlichen Fachbereichen enthalten.
Johannes Betz hat die Rückseiten von Einladungen und Korrespondenzen häufig als Notizzettel benutzt. Im Darin-Vermerk wurde dies z.B. so festgehalten: "Rundschreiben sowie Fragmente von Korrespondenz (Rückseite)".
Bei der Datierung von Manuskripten waren die Jahresangaben in den Literaturverweisen sowie das Erscheinungsdatum in der Bibliographie seiner Festschrift hilfreich (Praesentia Christi : Festschrift Johannes Betz zum 70. Geburtstag, dargebracht von Kollegen, Freunden, Schülern, Düsseldorf 1984).
3. Biographische Angaben
Johannes Betz wurde am 20. August 1914 in Redwitz a.d.Rodach geboren. Nach einem Theologiestudium an der Phil.-Theol. Hochschule in Bamberg wurde er am 29. Juni 1939 zum Priester geweiht. Er war zunächst Kaplan in Drügendorf, dann in Memmelsdorf und seit 16. März 1940 in Nürnberg St. Anton. Von Februar 1941 an bis März 1945 war er Soldat. Im Dezember 1942 wurde er verletzt aus Stalingrad ausgeflogen. Während des Lazarettaufenthaltes in Tübingen war er Gasthörer an der Universität Tübingen. Seit Oktober 1943 leistete er Dienst bei einer Sanitäts-Offiziers-Ausbildungseinheit in Würzburg und besuchte nebenbei Vorlesungen an der Universität. Nach Amerikanischer Kriegsgefangenschaft war er Kaplan in Dornheim, Seinsheim und Scheßlitz. Ab Juni 1946 bis Februar 1948 studierte er an der Universität Tübingen Theologie und wurde dort im Anschluss Wissenschaftlicher Assistent. Im Dezember 1953 promovierte er zum Thema "Die Eucharistie in der Zeit der griechischen Väter." Bis zur nächsten Assistentenstelle an der Tübinger Universität im Mai 1955 war Johannes Betz Hausgeistlicher auf Schloss Roseck b. Tübingen. Von Mai 1955 bis Februar 1957 erhielt er ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und habilitierte 1957 mit seinem Werk "Die Realpräsenz des Leibes und Blutes Jesu im Abendmahl: Die biblisch-dogmatische Begründung und ihre Weiterentwicklung in der kirchlichen Theologie des 2. Jahrhunderts.". 1957 und 1958 war Betz auch Wissenschaftlicher Assistent und Privatdozent an der Universität Tübingen. Seine erste Professorenstelle erhielt er 1959 an der Phil.-Theol. Hochschule Bamberg als außerplanmäßiger Professor für Religionsphilosophie und Fundamentaltheologie. Von 1963 bis 1967 war er Ordentlicher Professor für Dogmatik und Propädeutik an der Universität Mainz und anschließend Ordentlicher Professor für Dogmatik an der Universität Würzburg. Hier wurde er am 01. Oktober 1979 emeritiert. Johannes Betz verstarb am 15. Juni 1984 in Würzburg. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof in Lichtenfels.
4. Literaturhinweise
Praesentia Christi : Festschrift Johannes Betz zum 70. Geburtstag, dargebracht von Kollegen, Freunden, Schülern, Düsseldorf 1984
5. Zitationsweise
Zitiert werden die Archivalien: AEB, Rep. 70 NL 26 Nr.
ca. 8,25 lfm.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
20.08.2025, 12:22 PM CEST