Nürnberger Prozeß: Zweiter Tag der Urteilsverkündung (2)
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 D451019/001
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949
Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949 >> Tondokumente des Jahres 1946 >> Oktober 1946
Dienstag, 1. Oktober 1946
ab 00'00: (O-Ton, frz, darüber dt Übersetzung): Henri Donnedieu de Vabres, Richter für Frankreich: Joachim von Ribbentrop, Reichsaußenminister 1937 - 1945: Politischer Werdegang/Setzte sich für eine "Änderung des Status quo im Osten ... mit Gewalt ein"/Mitverfasser der Angriffspläne gegen die osteuropäischen Länder/Stachelte Japan, Rumänien und Italien zum Krieg an /Förderer der Pläne zur "Endlösung des Judenproblems"/War als Außenminister und Diplomat "mehr mit der diplomatischen als der militärischen Seite dieser Aktionen befaßt"/Wird schuldig gesprochen der Planung und Ausführung von Angriffskriegen, der Kriegsverbrechen und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit/(11'05)/ab 11'05: Zu Wilhelm Keitel, Chef des OKW 1938 - 1945: Politischer Werdegang/War als Chef des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) Mitverfasser fast aller Angriffspläne/Zu den "überaus scharfen Bestimmungen" des OKW zur Behandlung der sowjetischen Kriegsgefangenen/Seine Befehle zum Umgang mit der Bevölkerung Osteuropas/Seine Befehle zur Erschießung von Geiseln / Zu seinem Befehl über die Behandlung von Widerstandskämpfern in den besetzen Gebieten/Verwendung von Kriegsgefangenen/Wird schuldig gesprochen der Planung und Ausführung von Angriffskriegen, der Kriegsverbrechen und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit/(12'50)/ab 23'55 (O-Ton, darüber dt Übersetzung) Geoffrey Lawrence, Richter für Großbritannien, Vorsitzender: Zu Ernst Kaltenbrunner, Chef des Sicherheitsdienstes (SD) 1943 - 1945: Politischer Werdegang/War als SS-Führer in Österreich "an den Nazi-Intrigen gegen die Regierung von Schuschnigg beteiligt"/Seine Kompetenzen als Chef des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA)/Seine Anordnungen zu Mißhandlung und Ermordung von Kriegsgefangenen und KZ-Insassen/Seine Verantwortung für den Umgang mit Sklavenarbeitern und der Bevölkerung in den besetzten Gebieten/Beitrag des RSHA zur "'Endlösung des jüdischen Problems"/Wird schuldig gesprochen der Verbrechen gegen die Menschlichkeit und der Kriegsverbrechen/(7'55)/ab 31'50: (O-Ton, russ, darüber dt Übersetzung) Iola T. Nikitschenko, Richter für die Sowjetunion: Zu Alfred Rosenberg, Reichsminister für die besetzten Ostgebiete1941 - 1945: Politischer Werdegang/War "der anerkannte Parteiphilosoph"/Spielte als Leiter des Außenpolitischen Amtes (APA) der NSDAP eine "wesentliche Rolle bei der Vorbereitung und Planung des Angriffs auf Norwegen"/Verschaffte Vidkun Quisling die Unterstützung der Nazis/Seine Besetzungspolitik in den okkupierten osteuropäischen Staaten vor und nach seiner Ernennung zum 'Minister für die besetzten Ostgebiete'/Organisator systematischer Plünderungen von Kunstschätzen, Wohnungen und Rohstoffen in den besetzen Gebieten/Seine Methoden der Rekrutierung von Zwangsarbeitern/Wird schuldig gesprochen der Planung und Ausführung von Angriffskriegen, der Kriegsverbrechen und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit/(10'50)
0:42:40
Audio-Visuelle Medien
Italien [I]
Japan [J]
Norwegen [N]
Nürnberg N
Österreich [A]
Rumänien [RO]
Nationalsozialismus: Folgen: Nürnberger Prozeß
Nationalsozialismus; Judenverfolgung
Zweiter Weltkrieg
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:26 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Audiovisuelles Archiv (Tektonik)
- Kopierte Film- und Tondokumente (Tektonik)
- Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949 (Bestand)
- Tondokumente des Jahres 1946 (Gliederung)
- Oktober 1946 (Gliederung)