Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass seine Leibeigene Britta (Bryde), Tochter seines verstorbenen Oppenheimer Zollbesehers Erhard Streichelmann (-mans), eine Leibbede von 6 Weißpfennigen nach Mannheim gegeben hat. Martha, Tochter Brittas und ihres Ehemanns Andreas Reinbold zu Gernsbach (Endres Reinbolt zu Gerspach), ist mit dem pfalzgräflichen Leibeigenen Michel Gerstener zu Gernsbach (Gerstenern zu Gerspach) vermählt und gibt zu Weihnachten ebenfalls 6 Weißpfennige Leibbede an den Zollschreiber zu Mannheim. Der Pfalzgraf hat die Eheleute Michael und Martha aus Gnade in seinen Schirm genommen und rechtliche Handhabung versichert, wo ihnen der Rechtsgang vor ihm oder den gewiesenen Instanzen genügt. Kurfürst Philipp ersucht alle, die mit diesem Brief darum gebeten werden, dass sie Michael und Martha in solchem Schirm unbeirrt lassen und ihnen Hilfe und Unterstützung gewähren, seinen Amtleuten, Land- und Zollschreibern usw., befiehlt der Pfalzgraf die Beachtung und Umsetzung.