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2/7 [fol. 226'ff.]: 1606 März 30 (Senatsprotokoll) (Collegium Decanorum)
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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. VII
Enthält: Anwesend: Rektor Gerlach, Osiander, Hafenreffer, Sigward, Bocer, Halbritter, Magirus, Bajer, Neyffer, Faber, Planer, Bloß, Burckhard, Cellius, Ziegler; 1.) An den Fürsten weiterzureichendes Schreiben des Melchior Breidner aus Schorndorf, daß er seinem Schwiegersohn Philipp Gruppenbach beim Druck des Landrechts behilflich sein werde; 2.) Bewilligtes Gesuch der Anna Burckhardt, Witwe des Steffan Burckhardt und des Waßerweiblins Tochter, um Aufnahme in das Universitätslazarett; 3.) Bitte des Abrahem Höltzl (Anm. 1) um obrigkeitliche Hilfe bei Inanspruchnahme des Jus Hypothecae bzw. des Dominium an seinen den Schnepffschen Erben und Obervogt verkauften aber noch nicht bezahlten Häusern; Aufforderung an Höltzl sich zu entscheiden, "ob er solche Behausungen ratione hypothecae oder aber Domini anzufechten begere"; 4.) Aufschub der Beratung über zu frühen Beischlaf der Studenten Mag. [Johannes Baptista] Hebenstreit (Anm. 2), Mag. Stehlin, Mag. Frisch, Mag. [Johannes] Rebman (Anm. 3); 5.) Überschickung eines von Dr. [Johannes] Halbritter und Dr. [Andreas] Bajer verfassten Gutachtens an Dr. Andreas Gottwaldt, Prokurator zu Speyer, der in einem auch für das Ficklersche Stipendium bedeutsamen Gartprozess verwickelt ist, da er Dr. [Michael] Fickler ein Haus verschrieben hat. (Dr. Murder ?; Catharina Wild, Wittwe des Dr. Fickler); 6.) Von Supremus Deputatus Dr. [Matthias] Hafenreffer angeregter Beschluss, wegen schlechter Ernte eine Sonderration Dinkel aus dem Keller in Sindelfingen auszugeben; 7.) Vertagte Beratung über von den Anwälten der Gruppenbachischen Gläubigern angebotenen Ankauf der Gruppenbachischen Bücher und Vorzugsrechte an auswärtigen Druckereien. Schluss der Sitzung; Anwesend: Hafenreffer, Bocer, Faber, Ziegler (Collegium Decanorum); 8.) Auf Klage der Wittwe Scherttel beschlosssene Geldstrafe oder Inkarzerierung für die Studenten Grimeisen und Bronßgaj (?). Anm. 1: MUT 17639. Anm. 2: MUT 16806. Anm. 3: MUT 226,55.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.