Appellationis Auseinandersetzung um die Bezahlung der Pachtgelder
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(1) 1447
Wismar H 166 (W H n. 166)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 11. 1. Kläger K
(1753-1760) 17.02.1761-02.03.1761 (1761)
Kläger: (2) Johann Valentin Gustav Henning, Amtmann zu Poel (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Verordnete zur Preußischen Kontributionskommission in Wismar (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P) Bekl.: Dr. Jochim Christoph Gabriel Hasse (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitten der Bekl. vom 17.02. um Fristverkürzung an Kl. zur Einbringung seiner Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil fordert das Tribunal Kl. am 18.02. auf, seinen Schriftsatz binnen 4 Tagen vorzulegen. Am 19.02. weisen Bekl. die Appellation zudem als "frivol" und ungerechtfertigt zurück. Am 22.02. reicht Kl. seine Beschwerden gegen das Urteil des Ratsgerichts ein. Kl. soll zu Trinitatis und Antoni jeden Jahres 1.177 Rtlr 9 1/2 s bzw. 452 Rtlr 14 1/2 s zahlen. Zum letzten Antonitermin ist er jedoch 487 Rtlr 9 1/2 s schuldig geblieben und bittet um Zahlungsaufschub, um einen Ausgleich für die unverhältnismäßig gestiegenen Währungsverluste auszuhandeln. Auf Beschwerde der Bekl. hat der Rat Kl. befohlen, binnen 8 Tagen die ausstehende Summe zu bezahlen. Dagegen appelliert Kl. an das Tribunal, das die Akten der Vorinstanz anfordert, die am 23.02. eingehen. Am 26.02. bestätigt das Tribunal das Ratsgerichtsurteil und verweist Kl. auf ausstehende kgl. Entscheidung wegen der Währungsveränderung. Am 02.03. sendet das Triibunal die Akten der Vorinstanz an den Rat zurück, die dort am 04.03.1761 eingehen.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1761 2. Tribunal 1761
Prozessbeilagen: (7) Supplik des Kl.s an den Wismarer Rat vom 12.02.1761; von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellationen vom 30.01. und 10.02.1761; Ratsgerichtsurteile vom 26.01.1761, 03. und 14.02.1761, Auszüge aus dem Pachtvertrag bzw. dem Pfandvertrag über das Amt Poel vom 06.06.1755 bzw. 03.02.1758; Schreiben des Präsidenten des Tribunals Moritz Ulrich zu Putbus an Kl. vom 03.11.1760; Tribunalsurteil vom 18.12.1753 in Sachen des Kammerherrn von Lange als Arrhendator des Amtes Neukloster vs. die Wismarer Rentkammer wegen Pensionszahlung; von Tribunalspedell C.G. Wulff ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 04.03.1761
Beklagter: Verordnete zur Preußischen Kontributionskommission in Wismar (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P) Bekl.: Dr. Jochim Christoph Gabriel Hasse (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitten der Bekl. vom 17.02. um Fristverkürzung an Kl. zur Einbringung seiner Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil fordert das Tribunal Kl. am 18.02. auf, seinen Schriftsatz binnen 4 Tagen vorzulegen. Am 19.02. weisen Bekl. die Appellation zudem als "frivol" und ungerechtfertigt zurück. Am 22.02. reicht Kl. seine Beschwerden gegen das Urteil des Ratsgerichts ein. Kl. soll zu Trinitatis und Antoni jeden Jahres 1.177 Rtlr 9 1/2 s bzw. 452 Rtlr 14 1/2 s zahlen. Zum letzten Antonitermin ist er jedoch 487 Rtlr 9 1/2 s schuldig geblieben und bittet um Zahlungsaufschub, um einen Ausgleich für die unverhältnismäßig gestiegenen Währungsverluste auszuhandeln. Auf Beschwerde der Bekl. hat der Rat Kl. befohlen, binnen 8 Tagen die ausstehende Summe zu bezahlen. Dagegen appelliert Kl. an das Tribunal, das die Akten der Vorinstanz anfordert, die am 23.02. eingehen. Am 26.02. bestätigt das Tribunal das Ratsgerichtsurteil und verweist Kl. auf ausstehende kgl. Entscheidung wegen der Währungsveränderung. Am 02.03. sendet das Triibunal die Akten der Vorinstanz an den Rat zurück, die dort am 04.03.1761 eingehen.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1761 2. Tribunal 1761
Prozessbeilagen: (7) Supplik des Kl.s an den Wismarer Rat vom 12.02.1761; von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellationen vom 30.01. und 10.02.1761; Ratsgerichtsurteile vom 26.01.1761, 03. und 14.02.1761, Auszüge aus dem Pachtvertrag bzw. dem Pfandvertrag über das Amt Poel vom 06.06.1755 bzw. 03.02.1758; Schreiben des Präsidenten des Tribunals Moritz Ulrich zu Putbus an Kl. vom 03.11.1760; Tribunalsurteil vom 18.12.1753 in Sachen des Kammerherrn von Lange als Arrhendator des Amtes Neukloster vs. die Wismarer Rentkammer wegen Pensionszahlung; von Tribunalspedell C.G. Wulff ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 04.03.1761
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:27 AM CET