Bischof Angelus (Dei et apostolice sedis gracia Suessanensis et Caminensis episcopus ad Alamanniam ac universas provincias, civitates, terras et loca Germanie cum plena potestate legati de latere sedis prefate orator et commissarius) teilt dem Dechanten von St. Aposteln in Köln und dem Kölner Offizial in Arnsberg mit, daß er für die Ausbreitung des Predigerordens der Bitte der Klausnerinnen des Klosters auf dem Keppelsberge von der dritten Regel des hl. Dominicus gerne die Zustimmung gebe, daß sie wegen des Mangels an Wasser, Holz und der übrigen für den Lebensunterhalt notwendigen Dinge das Kloster mit den dort befindlichen Personen und Gütern an den Ort, gen. auf deutsch Hückelheim (Huckelhem), bei Meschede verlegen. Da der Legat selbst keine Ortskenntnis besitzt, trägt er den Adressaten auf, zusammen oder allein zu prüfen, ob der Ort geeignet ist und ob die Zustimmung des Erzbischofs, der Visitatoren der Nonnen bzw. Oberen vorliegt. Er gibt ihnen die Vollmacht, die Erlaubnis der Verlegung und zur Errichtung des Klosters mit Kirche, Friedhof, Glockenturm, Klause, Refektorium, Dormitorium und Gärten zu erteilen, wobei die Zustimmung eines anderen nicht erforderlich ist, die Rechte der Pfarrkirchen aber unbeschadet bleiben. Siegelankündigung des Angelus. Geschehen im Kloster der Regularkanoniker in Frankenthal (Franckendael) in der Wormser Diözese am 11. April (tercio Idus Aprilis) 1484. Frankenthal