Trümmerfrauen - Erinnerungen an die Nachkriegszeit
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/015 R040053/101
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/015 Fernsehsendungen von Südwest Fernsehen aus dem Jahre 2004
Fernsehsendungen von Südwest Fernsehen aus dem Jahre 2004 >> November 2004
20. November 2004
Annemarie Griesinger, Hannelore Sick und Sonja Hosseinzadeh erzählen mit nachdenklichen aber auch heiteren und anrührenden Geschichten wie sie und andere Frauen die Zeit des Wiederaufbaus erlebt haben.
Sie klopften Steine, schneiderten aus Uniformjacken Kindermäntel und zauberten aus Runkelrüben und Kartoffelschalen nahrhafte Gerichte: Frauen räumten die Trümmer weg und wurden zum Symbol für den Aufbruch. Das Leben nach dem Krieg forderte nocheinmal genausoviel Kraft und Überlebenswillen wie der Krieg selbst.
Das Wasser ist knapp, der Strom wird ratinoniert, die Versorgung ist zusammengebrochen. Improvisationstalent ist gefragt. Und dann kommen die Männer zurück aus einer ganz anderen Welt und wollen auch wieder einen Platz in dieser Welt finden. Markus Brock hat drei Frauen eingeladen, die vom Leben und Überleben in der Nachkriegszeit erzählen.
Annemarie Griesinger aus Markgrönningen: Die ehemalige Sozialministerin in Baden-Württemberg war bei Kriegsende 21 Jahre alt. Eigentlich strebte sie eine Schauspielerkarriere an, aber durch die Kriegsereignisse und -erlebnisse wurde sie Schwersternhelferin. Sie erlebte die Bombardierung Stuttgarts und das Chaos danach.
Hannelore Sick war bei Kriegende 17 Jahre alt. Ihre Familie wurde in Stuttgart ausgebombt und verlor alles. Eigentlich wollte sie studieren, doch da die meisten Studienplätze den kriegsheimkehrenden Männern vorbehalten waren, machte sie eine Dolmetscherausbildung an einer privaten Schule. Beim Pendeln von Reutlingen nach Stuttgart mußte sie jedesmal die Grenze zwischen der französischen und amerikanischen Besatzungszone queren. Heute engagiert sich Hannelore Sick im Stuttgarter Stadtseniorenrat und gibt ihre Erfahrungen an die jüngere Generation weiter.
Sonja Hosseinzadeh kennt den Kriegsalltag aus vielen Erzählungen. Die Historikerin mit Schwerpunkt Frauenforschung ist 1961 geboren. Für die Stuttgarter Ausstellung " Nur Trümmerfrauen und Amiliebchen" und das gleichnamige Buch befragte sie viele Frauen und entwickelte sich so zur Spezialistin für die Geschichte der Trümmerfrauen. Woher haben sie die Kraft genommen? Wie haben sie diese Zeit erlebt? Was haben sie an Prägungen aus dieser Zeit mitgenommen und wie vermitteln sie diese Erfahrungen ihren Kindern und Enkeln?
Sie klopften Steine, schneiderten aus Uniformjacken Kindermäntel und zauberten aus Runkelrüben und Kartoffelschalen nahrhafte Gerichte: Frauen räumten die Trümmer weg und wurden zum Symbol für den Aufbruch. Das Leben nach dem Krieg forderte nocheinmal genausoviel Kraft und Überlebenswillen wie der Krieg selbst.
Das Wasser ist knapp, der Strom wird ratinoniert, die Versorgung ist zusammengebrochen. Improvisationstalent ist gefragt. Und dann kommen die Männer zurück aus einer ganz anderen Welt und wollen auch wieder einen Platz in dieser Welt finden. Markus Brock hat drei Frauen eingeladen, die vom Leben und Überleben in der Nachkriegszeit erzählen.
Annemarie Griesinger aus Markgrönningen: Die ehemalige Sozialministerin in Baden-Württemberg war bei Kriegsende 21 Jahre alt. Eigentlich strebte sie eine Schauspielerkarriere an, aber durch die Kriegsereignisse und -erlebnisse wurde sie Schwersternhelferin. Sie erlebte die Bombardierung Stuttgarts und das Chaos danach.
Hannelore Sick war bei Kriegende 17 Jahre alt. Ihre Familie wurde in Stuttgart ausgebombt und verlor alles. Eigentlich wollte sie studieren, doch da die meisten Studienplätze den kriegsheimkehrenden Männern vorbehalten waren, machte sie eine Dolmetscherausbildung an einer privaten Schule. Beim Pendeln von Reutlingen nach Stuttgart mußte sie jedesmal die Grenze zwischen der französischen und amerikanischen Besatzungszone queren. Heute engagiert sich Hannelore Sick im Stuttgarter Stadtseniorenrat und gibt ihre Erfahrungen an die jüngere Generation weiter.
Sonja Hosseinzadeh kennt den Kriegsalltag aus vielen Erzählungen. Die Historikerin mit Schwerpunkt Frauenforschung ist 1961 geboren. Für die Stuttgarter Ausstellung " Nur Trümmerfrauen und Amiliebchen" und das gleichnamige Buch befragte sie viele Frauen und entwickelte sich so zur Spezialistin für die Geschichte der Trümmerfrauen. Woher haben sie die Kraft genommen? Wie haben sie diese Zeit erlebt? Was haben sie an Prägungen aus dieser Zeit mitgenommen und wie vermitteln sie diese Erfahrungen ihren Kindern und Enkeln?
1:28:30; 1'28
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Der Samstagabend
Hosseinzadeh, Sonja
Sick, Hannelore
Stuttgart S
Alltag
Frau: Trümmerfrau
Lebenserinnerungen
Nachkriegszeit
Zweiter Weltkrieg
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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21.11.2025, 3:26 PM CET
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