Kläger: Lt. Barthold Nicolaus Schaffshausen als Kurator der Anna Gertrud Pichel, geb. Uphoff, Frau des Christian Pichel (Kläger).- Beklagter: Christian Pichel, Kaufmann und Bürger zu Hamburg (Beklagter) und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis (primae) (beendet durch "litis renunciation"); Zuständigkeit des Reichskammergerichtes sowie Beweisführung über die Vaterschaft des Beklagten oder Eidesleistung der Kläger über den allgemeinen Verzicht auf Schikanen in einem Streit unter getrennt von Tisch und Bett lebenden Eheleuten um rückständige Unterhaltszahlungen in Höhe von 2200 Mark Courant, um den angeblichen Ehebruch der Kläger und die Verheimlichung der Geburt eines Kindes; Hinweis des Beklagten, dass sich die Alimentationsklage in einen Divortionsprozess (Scheidungsprozess) verwandelt habe
Vollständigen Titel anzeigen
Kläger: Lt. Barthold Nicolaus Schaffshausen als Kurator der Anna Gertrud Pichel, geb. Uphoff, Frau des Christian Pichel (Kläger).- Beklagter: Christian Pichel, Kaufmann und Bürger zu Hamburg (Beklagter) und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis (primae) (beendet durch "litis renunciation"); Zuständigkeit des Reichskammergerichtes sowie Beweisführung über die Vaterschaft des Beklagten oder Eidesleistung der Kläger über den allgemeinen Verzicht auf Schikanen in einem Streit unter getrennt von Tisch und Bett lebenden Eheleuten um rückständige Unterhaltszahlungen in Höhe von 2200 Mark Courant, um den angeblichen Ehebruch der Kläger und die Verheimlichung der Geburt eines Kindes; Hinweis des Beklagten, dass sich die Alimentationsklage in einen Divortionsprozess (Scheidungsprozess) verwandelt habe
211-2_P 21 Teil 2
P 1778
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> P
1714-1729
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Dr. Johann Rudolph Sachs. Beklagter: Dr. Ludwig Ernst Hert. Nebenbeklagter: Dr. Johann Ulrich von Gülich.- Instanzen: 1. Niedergericht 1724-1725. 2. Obergericht 1726. 3. Reichskammergericht 1727-1729.- Darin: gerichtlich bestätigte Präliminar-Vergleiche von 1714 sowie ein Vergleich von 1720 zwischen den Parteien; Revers von 1714 des Johann Ludwig Brunshusen über seine Verzicht auf einen weiteren vertraulichen Umgang mit der Kläger; Auszug aus Taufbuch der Kirche St. Michaelis über die Taufe zweier unehelicher Kinder 1721; Abrechnung von 1724 über den Nachlass der Anna Agneta Uphoff, der Mutter der Kläger; Zeugenaussagen einer "Bade-Mutter" (Hebamme) und von Bediensteten im Haus und Geschäft der Parteien
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11288 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:58 MEZ