Ludwig von Habsberg zum Kürnberg, Ritter, Stefan von Emershofen, Hauskomtur des Deutschen Ordens in Regensburg, Hans Hirstorfer und Hans Krell, beide vom Inneren Rat, sowie Ulrich Mösstl vom Äußeren Rat in Regensburg entscheiden als Spruchleute im Streit zwischen Abt Erasmus von St. Emmeram und Georg Schönpach, Bürger von Regensburg, um ausstehende jährliche Grundzinsen aus den Gütern in Dechbetten, die zuvor der verstorbene Friedrich Hertzog innegehabt hat: (1) Die Streitigkeiten werden als beendet erklärt. (2) Schönpach soll künftig den Grundzins aus dem Gut zusammen mit den sechs Schilling Pfennig, die in Zieglhof abzulösen sind, entrichten, unangesehen seiner alten brief. Die in drei Jahren verzogenen Zinsen soll der Abt dem Schönpach in Güte erlassen. (3) Die genannten Güter soll Schönpach nur mit Zustimmung des Abts verkaufen. (4) Der von den Erben des Friedrich Hertzog errichtete Jahrtag soll bestehen bleiben. Schönpach soll auf seine Forderung eines Zinses aus der Behausung des Vikars verzichten. S1=A1. S2=A3
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Ludwig von Habsberg zum Kürnberg, Ritter, Stefan von Emershofen, Hauskomtur des Deutschen Ordens in Regensburg, Hans Hirstorfer und Hans Krell, beide vom Inneren Rat, sowie Ulrich Mösstl vom Äußeren Rat in Regensburg entscheiden als Spruchleute im Streit zwischen Abt Erasmus von St. Emmeram und Georg Schönpach, Bürger von Regensburg, um ausstehende jährliche Grundzinsen aus den Gütern in Dechbetten, die zuvor der verstorbene Friedrich Hertzog innegehabt hat: (1) Die Streitigkeiten werden als beendet erklärt. (2) Schönpach soll künftig den Grundzins aus dem Gut zusammen mit den sechs Schilling Pfennig, die in Zieglhof abzulösen sind, entrichten, unangesehen seiner alten brief. Die in drei Jahren verzogenen Zinsen soll der Abt dem Schönpach in Güte erlassen. (3) Die genannten Güter soll Schönpach nur mit Zustimmung des Abts verkaufen. (4) Der von den Erben des Friedrich Hertzog errichtete Jahrtag soll bestehen bleiben. Schönpach soll auf seine Forderung eines Zinses aus der Behausung des Vikars verzichten. S1=A1. S2=A3
Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden, BayHStA, Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden 2724
KU Regensburg-St. Emmeram F. 213
Registratursignatur/AZ: Kasten 10, Schublade Nr. 11, Nr. 35
Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden
Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden >> IV. 1501-1600
1516 Januar 26
Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden
Perg.
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: zwei vorderseitig aufgedrückte Siegel unter Papier, eines (S2) fast völlig abgegangen
Überlieferung: Ausf.
Sprache: dt.
Originaldatierung: Gescheen an sambstag nach Conversionis Pauli und der geburt Cristi tausent funfhundert und im sechszehenden jar.
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1516
Monat: 1
Tag: 26
Äußere Beschreibung: 41x32 cm
Überlieferung: Ausf.
Sprache: dt.
Originaldatierung: Gescheen an sambstag nach Conversionis Pauli und der geburt Cristi tausent funfhundert und im sechszehenden jar.
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1516
Monat: 1
Tag: 26
Äußere Beschreibung: 41x32 cm
Habsberg: Ludwig von, zum Kürnberg, Ritter
Emershofen: Stefan von, Deutschordenshauskomtur von St. Gilgen in Regensburg
Hirstorfer: Hans, Ratsherr von Regensburg
Krell: Hans, Ratsherr von Regensburg
Mösstl: Ulrich, Ratsherr des Äußeren Rats von Regensburg
Münzer: Erasmus I., Abt von St. Emmeram
Schönpach: Georg, Bürger von Regensburg
Herzog: Friedrich, von Dechbetten
Regensburg (krfr.St.), St. Emmeram (Reichsstift): Äbte \ Erasmus I. Münzer
Dechbetten (krfr.St. Regensburg)
Dechbetten (krfr.St. Regensburg): Ziegelhof
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:28 MESZ
CC0 1.0 Universell