Mandatum de arrestatorium Auseinandersetzung um Beschlagnahme der Pachteinkünfte
Vollständigen Titel anzeigen
(1) 1945
Wismar L 77 (W L 2 n. 77)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 12. 1. Kläger L
(1742) 17.07.1742-25.07.1742
Kläger: (2) Johann Jacob Langen, Kaufmann zu Rostock und Johann Caspar Velthusen, Kaufmann zu Wismar
Beklagter: Generalmajor Burghard Hartwig von Plessen auf Müsselmow, Greven und Groß Voigtshagen, Mit-Pfandbesitzes des Amtes Neukloster
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Georg Gustav Gerdes (A & P)
Fallbeschreibung: Kl. haben sich wegen der Befriedigung ihrer Forderungen an den Bekl. mit diesem, den Erben des Prof. Evers zu Hamburg und untereinander geeinigt. Bekl. hat ihnen seine Einkünfte aus der Pacht bis zum Ende seines Vertrages in 4 Jahren abgetreten. Kl. bitten deshalb, das Amtspersonal und die Unterpächter entsprechend zur Zahlung der Pächte an sie anzuweisen. Das Tribunal folgt dem Antrag und erläßt die Mandate am 17.07.1742 an Amtsschreiber Wetzstein, Buchhalter Botjenter, Hans Jacob Thee, Heidereiter zu Neukloster, Hinrich Heidtmann, Verwalter zu Lütken Warin, N N Kroeplin, Verwalter zu Teplitz, Dietrich Hase, Müller auf der Neuen Mühle, Christian Nickels und Hans Satow, Holländer zu Neukloster bzw. Neuenhog, die Schäfer zu Neukloster, Strameus und Pinnow sowie an den Fischer zu Neukloster als Betroffene und benachrichtigt Plessen.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1742
Prozessbeilagen: (7) Überschreibung aller Einkünfte aus Neukloster durch Plessen an Kl. vom 25.06.1742; von Tribunalsbote C.G. Wulf ausgestellte Übergabequittungen für Tribunalsmandate vom 24.07.1742
Beklagter: Generalmajor Burghard Hartwig von Plessen auf Müsselmow, Greven und Groß Voigtshagen, Mit-Pfandbesitzes des Amtes Neukloster
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Georg Gustav Gerdes (A & P)
Fallbeschreibung: Kl. haben sich wegen der Befriedigung ihrer Forderungen an den Bekl. mit diesem, den Erben des Prof. Evers zu Hamburg und untereinander geeinigt. Bekl. hat ihnen seine Einkünfte aus der Pacht bis zum Ende seines Vertrages in 4 Jahren abgetreten. Kl. bitten deshalb, das Amtspersonal und die Unterpächter entsprechend zur Zahlung der Pächte an sie anzuweisen. Das Tribunal folgt dem Antrag und erläßt die Mandate am 17.07.1742 an Amtsschreiber Wetzstein, Buchhalter Botjenter, Hans Jacob Thee, Heidereiter zu Neukloster, Hinrich Heidtmann, Verwalter zu Lütken Warin, N N Kroeplin, Verwalter zu Teplitz, Dietrich Hase, Müller auf der Neuen Mühle, Christian Nickels und Hans Satow, Holländer zu Neukloster bzw. Neuenhog, die Schäfer zu Neukloster, Strameus und Pinnow sowie an den Fischer zu Neukloster als Betroffene und benachrichtigt Plessen.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1742
Prozessbeilagen: (7) Überschreibung aller Einkünfte aus Neukloster durch Plessen an Kl. vom 25.06.1742; von Tribunalsbote C.G. Wulf ausgestellte Übergabequittungen für Tribunalsmandate vom 24.07.1742
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:28 MEZ