KPD Kreisleitung Kelheim (Bestand)
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KPD Kreisleitung Kelheim
Staatsarchiv Landshut (Archivtektonik) >> Archivtektonik des Staatsarchivs Landshut >> IV. Nichtstaatliches Archivgut >> A. Parteien, Verbände, Vereine, Genossenschaften
1945-1956
Vorwort: 2017 übernahm das Staatsarchiv Landshut mehrere große Kisten mit einer Zwangs- und Fremdarbeiterkartei vom Landratsamt Kelheim (AZ 1415.7-2/29). Bei den Ordnungsarbeiten fand sich in diesen Kisten ein offenbar zur Vernichtung bestimmtes Konvolut von Schriften, die mit der KPD in Verbindung stehen. Bei dem Konvolut im Umfang von ca. 0,1 lfm. handelt es sich im Wesentlichen um Druckschriften, die vielfach über den parteieigenen Literaturdienst vertrieben wurden. Neben diesen Druckschriften beinhaltet das Konvolut auch hektographiertes Material. Aktenmäßigen Charakter weisen lediglich wenige Produkte auf. Aus diesen Schriftwechseln geht deutlich hervor, dass das Konvolut der Provenienz Kreisleitung der KPD Kelheim zuzuordnen ist. Ein Franz Kürzinger aus Kelheim, an den mehrere Schreiben gerichtet sind, scheint dabei eine Schlüsselrolle für die Überlieferung des Materials gespielt zu haben - entweder als Mitglied der Kreisleitung und/oder als Verantwortlicher für Literaturdienst der KPD in Kelheim. Die Druckschriften stammen ihrem Inhalt nach aus der ersten Hälfte der 1950er Jahren bis zum Verbot der Partei 1956. In den Unterlagen selbst gibt es keinerlei Hinweise darauf, in welchem Zusammenhang diese mit dem Landratsamt Kelheim stehen. Möglicherweise gelangte das Konvolut nach dem Parteiverbot in den Besitz des Landratsamtes.
KPD Kreisleitung Kelheim
Andreas Schmidt
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Bestand
Akten
ger
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
12.08.2025, 09:29 MESZ