Streit um das Rittergut Ellingen, das zu der unmittelbaren Reichsritterschaft in der Wetterau gehört und von der Reichsherrschaft Wildenburg lehnsrührig ist, und den dazugehörigen Hof Hall, im Kirchspiel Morsbach gelegen, die im Tauschvertrag von 1604 zwischen dem Grafen von Sayn und dem Herzog von Berg dem letzteren zugefallen sind. Der Kläger und sein 1749 unverheiratet gest. Bruder Lic. Felix Andreas von Ley haben die streitigen Güter seit 1744 ungeteilt und bislang unangefochten besessen. Der Kläger fordert den Beklagten auf, seinen Anspruch auf Ellingen und Hall auf dem Rechtsweg zu beweisen oder künftig ewiges Stillschweigen darüber zu bewahren. Der Beklagte erhebt eine Gerichtsstandseinrede gegen das RKG, da der Reichsfreiherr von Hatzfeldt der zuständige Lehnsrichter und der Sukzessionsstreit bereits 1751 an seinem Lehnsgericht anhängig gemacht worden sei.
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Streit um das Rittergut Ellingen, das zu der unmittelbaren Reichsritterschaft in der Wetterau gehört und von der Reichsherrschaft Wildenburg lehnsrührig ist, und den dazugehörigen Hof Hall, im Kirchspiel Morsbach gelegen, die im Tauschvertrag von 1604 zwischen dem Grafen von Sayn und dem Herzog von Berg dem letzteren zugefallen sind. Der Kläger und sein 1749 unverheiratet gest. Bruder Lic. Felix Andreas von Ley haben die streitigen Güter seit 1744 ungeteilt und bislang unangefochten besessen. Der Kläger fordert den Beklagten auf, seinen Anspruch auf Ellingen und Hall auf dem Rechtsweg zu beweisen oder künftig ewiges Stillschweigen darüber zu bewahren. Der Beklagte erhebt eine Gerichtsstandseinrede gegen das RKG, da der Reichsfreiherr von Hatzfeldt der zuständige Lehnsrichter und der Sukzessionsstreit bereits 1751 an seinem Lehnsgericht anhängig gemacht worden sei.
AA 0627, 3408 - L 390/1518
AA 0627 Reichskammergericht, Teil V: I-L
Reichskammergericht, Teil V: I-L >> 3. Buchstabe L
1752 - 1769 (1593 - 1753)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Konrad Franz von Ley, Dekan zu St. Andreas in Köln, Sohn des Adam Maximilian von Ley, Syndikus der Stadt Köln, und Enkel des Heinrich von Ley zu Ellingen Beklagter: Wilhelm Bernhard Hasenclever (gest. ca. 1753), Richter des Amts Windeck (Rhein-Sieg-Kr.) und Schwager des Klägers, namens seiner beiden Söhne Maximilian Kaspar und Franz Bernhard Hasenclever, zu Denklingen (Oberbergischer Kr.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Wilhelm Weylach (1752) Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Hermann Scheurer 1752 - Subst.: Dr. Georg Melchior Hofmann Prozeßart: Citationis ex lege diffamari 5. cod. de ingenuis et manumissis ad deducendum praetensum ius suum aut videndum sibi imponi perpetuum silentium Instanzen: RKG 1752 - 1769 (1593 - 1753) Beweismittel: Türkensteuerbescheid der deputierten Hauptleute, Räte und des Ausschusses der Ritterschaft und des Adels des Rheinstroms (Mittelrheinischen Kreises) und der Wetterau von 1593 für Peter von Diezenkausen gen. Ellingen (Q 4). Kontribution an die Ritterkassa von 1698 (Q 4). Weitere Abgaben von 1699 und 1738 (Q 5f.). Rittersteuerzahlungen des Klägers von 1750 und 1751 (Q 7). Botenlohnschein (Q 11). Beschreibung: 2 cm, 66 Bl., lose; Q 2 - 18, es fehlt Q 1. Lit.: Oswald Gerhard, Zur Geschichte der rheinischen Adelsfamilien. Die adeligen Sitze im Amte Windeck, Düsseldorf 1925, S. 138f.
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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28.04.2026, 8:31 AM CEST