Steiger, Heinrich (Bestand)
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VI. HA, Nl Steiger, H.
Tektonik >> NICHTSTAATLICHE PROVENIENZEN >> Firmen, Familien und Personen >> Personen >> Staats- bzw. Kommunal-Beamte und -Bediente >> Minister (-präsidenten) >> Landwirtschaft, Wirtschaft und Verkehr
Laufzeit: 1862 - (1995)
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebendaten: 1862 - 1943
Angaben zur Person
Heinrich Steiger wurde am 18. Mai 1862 als Sohn eines Landwirtes katholischer Konfession in Schönau/Baden geboren. Er studierte an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim und schloss sie 1886 mit der Diplomprüfung ab. Nach Lehrtätigkeit an der landwirtschaftlichen Lehranstalt in Hohenwestedt/Holstein und als Direktor der Landwirtschaftsschule Bassum/Hannover wurde er 1894 Generalsekretär des Allgemeinen (auch: Reichs-) Verbandes der Landwirtschaftlichen Genossenschaften in Offenbach am Main. Von dort wechselte er 1896 als wissenschaftlicher Assistent an die Königliche Landwirtschaftsgesellschaft in Hannover und wurde zugleich zum Generalsekretär des Land- und Forstwirtschaftlichen Hauptvereins berufen. 1899 wurde er Generalsekretär der Landwirtschaftskammer für die Provinz Hannover, ein Amt, das er bis 1924 bekleidete, sowie Vorstandsmitglied der Landesgenossenschaftsbank Hannover. 1910 erfolgte die Ernennung zum Ökonomierat, 1924 wurde er Mitglied des Verwaltungsrats der Provinzialkreditanstalt Hannover. In diesem Jahr wählte ihn der Kreis Südhannover-Braunschweig als Kandidaten des Zentrums in den Reichstag, dessen Mitglied er bis 1928 blieb; von da an bis 1933 war er Mitglied des preußischen Landtags. Im Februar 1925 wurde ihm das preußische Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und übertragen, das er bis zum 25. März 1933 leitete, nach dem Rücktritt aller preußischen Staatsminister am 20. Juli 1932 allerdings nur noch in geschäftsführender Weise; zudem war er bis Februar 1933 Bevollmächtigter Preußens zum Reichsrat. Nach seinem endgültigen Rücktritt schrieb er in den Jahren 1935-37 seine Lebenserinnerungen nieder. Steiger starb im Jahre 1943.
Die Angaben wurden dem Nachlass, dem Indexeintrag in den Acta Borussica, NF: Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817-1934/38, Bd. 12/I, S. 706, und dem Eintrag bei Cuno Horkenbach, Das Deutsche Reich von 1918 bis heute, Berlin 1930, S. 754, entnommen.
Bestandsgeschichte
Der vorliegende aus Familienbesitz stammende Nachlass wurde vom verfügungsberechtigten Enkel des Nachlassers, Prof. Dr. iur. Heinhard Steiger, dem Geheimen Staatsarchiv PK im August 2004 geschenkt.
Der Nachlass ist frei benutzbar.
Die Eingabe in die Datenbank und die Erstellung des vorliegenden Findbuches erfolgten im Dezember 2004 / Januar 2005 durch den Unterzeichneten.
Die Archivalien sind zu bestellen:
VI. HA, Nl Steiger, H., Nr. #
Die Archivalien sind zu zitieren:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Heinrich Steiger, Nr. #
Berlin, im Februar 2005
Dr. Ulrich Kober
Wiss. Archivar (Ref. 3.1.1)
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Steiger, H.
Bestandsbeschreibung: Lebendaten: 1862 - 1943
Angaben zur Person
Heinrich Steiger wurde am 18. Mai 1862 als Sohn eines Landwirtes katholischer Konfession in Schönau/Baden geboren. Er studierte an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim und schloss sie 1886 mit der Diplomprüfung ab. Nach Lehrtätigkeit an der landwirtschaftlichen Lehranstalt in Hohenwestedt/Holstein und als Direktor der Landwirtschaftsschule Bassum/Hannover wurde er 1894 Generalsekretär des Allgemeinen (auch: Reichs-) Verbandes der Landwirtschaftlichen Genossenschaften in Offenbach am Main. Von dort wechselte er 1896 als wissenschaftlicher Assistent an die Königliche Landwirtschaftsgesellschaft in Hannover und wurde zugleich zum Generalsekretär des Land- und Forstwirtschaftlichen Hauptvereins berufen. 1899 wurde er Generalsekretär der Landwirtschaftskammer für die Provinz Hannover, ein Amt, das er bis 1924 bekleidete, sowie Vorstandsmitglied der Landesgenossenschaftsbank Hannover. 1910 erfolgte die Ernennung zum Ökonomierat, 1924 wurde er Mitglied des Verwaltungsrats der Provinzialkreditanstalt Hannover. In diesem Jahr wählte ihn der Kreis Südhannover-Braunschweig als Kandidaten des Zentrums in den Reichstag, dessen Mitglied er bis 1928 blieb; von da an bis 1933 war er Mitglied des preußischen Landtags. Im Februar 1925 wurde ihm das preußische Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und übertragen, das er bis zum 25. März 1933 leitete, nach dem Rücktritt aller preußischen Staatsminister am 20. Juli 1932 allerdings nur noch in geschäftsführender Weise; zudem war er bis Februar 1933 Bevollmächtigter Preußens zum Reichsrat. Nach seinem endgültigen Rücktritt schrieb er in den Jahren 1935-37 seine Lebenserinnerungen nieder. Steiger starb im Jahre 1943.
Die Angaben wurden dem Nachlass, dem Indexeintrag in den Acta Borussica, NF: Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817-1934/38, Bd. 12/I, S. 706, und dem Eintrag bei Cuno Horkenbach, Das Deutsche Reich von 1918 bis heute, Berlin 1930, S. 754, entnommen.
Bestandsgeschichte
Der vorliegende aus Familienbesitz stammende Nachlass wurde vom verfügungsberechtigten Enkel des Nachlassers, Prof. Dr. iur. Heinhard Steiger, dem Geheimen Staatsarchiv PK im August 2004 geschenkt.
Der Nachlass ist frei benutzbar.
Die Eingabe in die Datenbank und die Erstellung des vorliegenden Findbuches erfolgten im Dezember 2004 / Januar 2005 durch den Unterzeichneten.
Die Archivalien sind zu bestellen:
VI. HA, Nl Steiger, H., Nr. #
Die Archivalien sind zu zitieren:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Heinrich Steiger, Nr. #
Berlin, im Februar 2005
Dr. Ulrich Kober
Wiss. Archivar (Ref. 3.1.1)
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Steiger, H.
Umfang: 0,4 lfm (45 VE); Angaben zum Umfang: 0,4 lfm (45 VE)
Bestand
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
19.08.2025, 12:19 PM CEST
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- Landwirtschaft, Wirtschaft und Verkehr (Archival tectonics)
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