Hans Bratz (Pratze), Schultheiß zu Ilshofen, und die Richter seines Gerichts bekunden den Verlauf der Klage des Peter Schilling, Pfarrer zu Haßfelden (Hastißvelden), als Gewalthaber der Bruderschaft zu Sankt Katharina gegen Klaus Klopfer von Aspach um die Burgwiese am Burgberg, die jetzt in das Gut nach Oberspeltach gehöre. Einwand des Beklagten, die Wiese sei sein freies Eigen, sein Vater Sitz Klopfer habe sie mit einem Gut von Merklin Weber gekauft, habe darüber einen Brief und beide hätten die Wiese 13 Jahre unbeansprucht besessen. Hans Brandenburg, Hans Kittel, Konz Knapp, Hans Mertrer haben dann als Kundschafter das Recht der Bruderschaft behauptet, der letzte unter Einflechtung einer Erzählung, daß er und sein Bruder auf der Wiese hatten Zimmerholz hauen wollen, nur anfangs gehindert von Klaus Beuerlbach von Crailsheim, Peter Horn, dem "schalmeister", einem damals auf dem Berge lebenden Bruder, und von Isenlin zu Speltach, und daß der "schalmeister" mit seinem Bruder zu Keck, dem Besitzer des Holzes, gegangen sei mit der (erfolglosen) Bitte, ihm das Stück zu geben, daß er das Holz ausreute und eine Wiese daraus mache. Der Beklagte brachte den Vorbesitzer Merklin Weber vor Gericht, der bekundete, er habe das Gut von Herman Rott gekauft, zwei Jahre ohne Einspruch besessen und dann an Sitz Klopfer verkauft. Bei dieser Sachlage hat das Gericht das Urteil an den Rat zu Hall gewiesen. Dieser hat das Recht an der Wiese der Bruderschaft zugesprochen.

Vollständigen Titel anzeigen
Landesarchiv Baden-Württemberg
Objekt beim Datenpartner