Verschiedene Untersuchungssachen (Akte des ministerialen Zentralbüros), Beiheft: Strafverfahren gegen den Schriftsteller und Polizeiagenten Ernst Normann-Schumann wegen angeblicher Majestätsbeleidigung in den Artikeln "Berliner Briefe" in französischen Zeitungen von 1891 - 1908
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I. HA Rep. 84a, Nr. 49813
I. HA Rep. 84a Justizministerium
Justizministerium >> 04 Abteilung für Strafrecht und Strafvollzug (1788 - 1944) >> 04.03 Strafverfolgung. Politische Organisationen und Parteien bzw. einzelne politische Ereignisse (1795 - 1944) >> 04.03.03 Bewegungen von 1850 bis 1918 >> 04.03.03.02 Bürgerliche Opposition >> 04.03.03.02.02 Einzelfälle
1896 - 1908
Enthält u. a.:
- Berichte der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Berlin über die Beweisaufnahme, März - Dez. 1897; dabei: Auswertung der Artikel aus den Jahren 1891/92 in den Zeitungen "Agence founier", "Agence libre" und "Le Memorial diplomatique" über familiäre Verhältnisse bzw. schwere psychische und physische Leiden Wilhelms II., über einen persönlichen Kredit des Kaisers von mehreren Millionen Mark bei den Bankiers Hansemann und Schwabach und über eine verfahlte Außenpolitik
- Zeugenvernehmung von August Bebel und Wilhelm Liebknecht über die Tätigkeit Normann-Schumanns im Zusammenhang mit dessen Denunziation Bebels wegen angeblichen Meineides, 1897
- Zeitungsausschnitte aus dem "Vorwärts" u. a. Zeitungen, mit Hinweis auf den Generalfeldmarschall Graf Waldersee als Auftraggeber Schumanns, Nov. 1897 - Mai 1904
- Einstellung des Verfahrens wegen Abwesenheit Normann-Schumanns, Mai 1898 - Sept. 1908.
- Berichte der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Berlin über die Beweisaufnahme, März - Dez. 1897; dabei: Auswertung der Artikel aus den Jahren 1891/92 in den Zeitungen "Agence founier", "Agence libre" und "Le Memorial diplomatique" über familiäre Verhältnisse bzw. schwere psychische und physische Leiden Wilhelms II., über einen persönlichen Kredit des Kaisers von mehreren Millionen Mark bei den Bankiers Hansemann und Schwabach und über eine verfahlte Außenpolitik
- Zeugenvernehmung von August Bebel und Wilhelm Liebknecht über die Tätigkeit Normann-Schumanns im Zusammenhang mit dessen Denunziation Bebels wegen angeblichen Meineides, 1897
- Zeitungsausschnitte aus dem "Vorwärts" u. a. Zeitungen, mit Hinweis auf den Generalfeldmarschall Graf Waldersee als Auftraggeber Schumanns, Nov. 1897 - Mai 1904
- Einstellung des Verfahrens wegen Abwesenheit Normann-Schumanns, Mai 1898 - Sept. 1908.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 13:42 MESZ
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- Justizministerium (Bestand)
- 04 Abteilung für Strafrecht und Strafvollzug (1788 - 1944) (Gliederung)
- 04.03 Strafverfolgung. Politische Organisationen und Parteien bzw. einzelne politische Ereignisse (1795 - 1944) (Gliederung)
- 04.03.03 Bewegungen von 1850 bis 1918 (Gliederung)
- 04.03.03.02 Bürgerliche Opposition (Gliederung)
- 04.03.03.02.02 Einzelfälle (Gliederung)