Johann Graf zu Nassau, Vianden und Diez bekundet, dass Hirman auf der Hütte oberhalb von Ewersbach und dessen Frau Hebel ohne rechte eheliche Erben gestorben, eine merkliche Nahrung liegend und fahrend hinterlassen und er nach langen Nachforschungen als Landesherr dies teils ihren Verwandten, teils jedoch und zwar je 200 Gulden zu je 2 ewigen Wochenmessen und einem erblichen Jahrgezeite in die Pfarrkirchen in Dillenburg und Ewersbach mit Wissen und Willen der Testamentarier und aus Gunst des Hermannus Grume, Pastor zu Ewersbach, gegeben hat. Für die 200 Gulden sollen die Baumeister der Pfarrkirche zu Ewersbach 10 Gulden Rente kaufen. Von 9 Gulden sollen der Pfarrer der Pfarrkirche zu Ewersbach oder sein Kaplan 2 Wochenmessen lesen, eine am Sonntag, die andere am Montag oder Dienstag, oder andernfalls die Baumeister einen anderen zum Lesen bestellen. Für den 1 Gulden soll jährlich am Tag nach St. Margretentag ein Jahrgezeite für Hermann und seine Frau durch Pfarrer und 4 Priester mit Vigilien und Seelmessen in der Pfarrkirche zu Ewersbach gehalten werden. Die 10 Gulden sollen jeweils mit Rat des Pfarrers zu Ewersbach auf Wiederkauf auf Güter sicher angelegt werden.
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Johann Graf zu Nassau, Vianden und Diez bekundet, dass Hirman auf der Hütte oberhalb von Ewersbach und dessen Frau Hebel ohne rechte eheliche Erben gestorben, eine merkliche Nahrung liegend und fahrend hinterlassen und er nach langen Nachforschungen als Landesherr dies teils ihren Verwandten, teils jedoch und zwar je 200 Gulden zu je 2 ewigen Wochenmessen und einem erblichen Jahrgezeite in die Pfarrkirchen in Dillenburg und Ewersbach mit Wissen und Willen der Testamentarier und aus Gunst des Hermannus Grume, Pastor zu Ewersbach, gegeben hat. Für die 200 Gulden sollen die Baumeister der Pfarrkirche zu Ewersbach 10 Gulden Rente kaufen. Von 9 Gulden sollen der Pfarrer der Pfarrkirche zu Ewersbach oder sein Kaplan 2 Wochenmessen lesen, eine am Sonntag, die andere am Montag oder Dienstag, oder andernfalls die Baumeister einen anderen zum Lesen bestellen. Für den 1 Gulden soll jährlich am Tag nach St. Margretentag ein Jahrgezeite für Hermann und seine Frau durch Pfarrer und 4 Priester mit Vigilien und Seelmessen in der Pfarrkirche zu Ewersbach gehalten werden. Die 10 Gulden sollen jeweils mit Rat des Pfarrers zu Ewersbach auf Wiederkauf auf Güter sicher angelegt werden.
170 I, U 2356
170 I Nassau-Oranien: Urkunden
Nassau-Oranien: Urkunden >> 15. Jahrhundert >> 1476-1499 >> 1499
1499-07-08
Ausfertigung. Pergament. 3 Siegel an Presseln
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: 1499 uff sant Kylians des helligen bischschoffs dag
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller, Philipp von Bicken, Ritter, Kollator der Pfarrkirche zu Ewersbach, Her Hyrman Grume, Pastor zu Ewersbach.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller, Philipp von Bicken, Ritter, Kollator der Pfarrkirche zu Ewersbach, Her Hyrman Grume, Pastor zu Ewersbach.
Abschrift 18. Jh. in Abt. 170 II
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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