Ludwig II. Graf von Nassau-Weilburg, Johann Gottfried vom Stein, Oberamtmann, Weilburg, gegen Moritz Landgraf von Hessen-Kassel, Ott Wilhelm von Berlepsch, Oberamtmann, Rheinfels, Conrad Winter, Kellner, Reichenberg, Thonges Lutz, Schultheiß, Nastätten, Werner Wagenmeister, Bogel
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1, 2468
1 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> 1 Nassauische Akten >> 1.2 Anhang >> 1.2.2 RKG-Parteiakten
(1602-) 1610 (-1619)
Zivilprozessakte
Weitere Angaben (Prozessakte): Sachverhalt: Anspruch auf Herausgabe der Schlüssel, der Pferde und der Nahrungsmittel, welche die Bekl. gepfändet hatten, um in dem Streit um die Bestellung des Pfarrers zu Niederbachheim auf dem Einrich im Vierherrischen hessische Rechte durchzusetzen, nachdem der neue Pfarrer Christian Pistorius nach seiner Eignungsprüfung vor dem Konsistorium zu Weilburg nach einjähriger Pfarrvakanz eingesetzt worden war, der hessische Kandidat Rudolph Wullenius aber nicht berücksichtig worden war, weshalb Hessen wegen des nach eigener Einlassung ausschließlichen Pfarrbesetzungsrechtes auf Grund der alleinigen weltlichen und geistlichen Obrigkeit auf dem Einrich Wullenius mit Waffengewalt in sein Pfarramt eingesetzt, die Kirchgänger mit Waffengewalt in den Gottesdienst des Wullenius getrieben hatten und zur Sicherung der Pfarrgefälle und der Dienstleistungen für Wullenius die Pfändungen sowie Inhaftierungen vorgenommen hatten, wogegen die Bekl. einwenden, dass alle getroffenen Maßnahmen auf Grund des alleinigen Pfarrbesetzungsrechtes für Hessen notwendig und gerechtfertigt waren
Komplette RKG-Prozeßakte, wurde nach der Beschlagnahme des RKG-Archivs in Speyer aus dem Straßburger Archiv 1760 an Nassau direkt abgegeben
Vgl. Nr. 1226, 1228, 2474
Vgl. Nr. 1226, 1228, 2474
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 14:09 MESZ