Schlossarchiv Sandersdorf Amtsbücher und Akten (Bestand)
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Schlossarchiv Sandersdorf Amtsbücher und Akten
Staatsarchiv Amberg (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Staatsarchivs Amberg >> IV. Nichtstaatliches Archivgut >> B. Archive des Adels, adelige Standesherrschaft und Jurisdiktion >> 1. Adelsarchive
1515-1936
Vorwort: Der Bestand "Schlossarchiv Sandersdorf" (Gde. Altmannstein, Lkr. Eichstätt) enthält Unterlagen der Familie von Bassus sowie der seit dem 17. Jahrhundert in ihrem Besitz befindlichen Hofmarken Sandersdorf-Mendorf und Eggersberg-Tachenstein-Harlanden. Bedeutende Angehörige des Geschlechts De Bassus, das von Graubünden nach Bayern gekommen war, waren v.a. Dominicus Bassus (1643-1704, Professor der Jurispudenz in Ingolstadt) und Thomas Freiherr von Bassus (1742-1815, Freund von Adam Weishaupt). Sandersdorf kam im Jahr 1650, nachdem es zuvor den Familien von Forchheim, Muggenthaler und (seit 1644) Unverzagt gehört hatte, an Johann Jacob Lossius, der aus Poschiavo in Graubünden stammte. Sein Erbe ging an seine Neffen aus den Familien Malgaritta und Bassus über. Im Jahr 1684 erwarben die Bassus zusätzlich Eggersberg mit Tachenstein und Harlanden. 1780 folgte mit Thomas von Bassus der jüngere Familienzweig. Sandersdorf war zusammen mit Mendorf eine geschlossene Hofmark. 1821 wurde ein Patrimonialgericht 1. Klasse gebildet, das 1839 in ein Patrimonialgericht 2. Klasse umgewandelt wurde. 1848 fiel es an das Landgericht Riedenburg. Eggersberg, seit dem 16. Jahrhundert mit Tachenstein und Harlanden verbunden, befand sich im Besitz der bayerischen Herzöge und war lange verpfändet, u.a. im 16./17. Jahrhundert an die Familie von Eck. 1613 kaufte es Dr. Wilhelm Jocher, 1684 Dominicus Bassus. Eggersberg bildete bis 1848 zusammen mit Sandersdorf ein Patrimonialgericht. Von 1802 bis 1810 waren die Bassus Besitzer des Edelsitzes Lerchenheim in Obergiesing (München). Das Schlossarchiv beinhaltet auch über 100 Akten aus der Familie der Grafen von Pappenheim. Diese stammen aus dem Aktennachlass der Gräfin Elisabeth von Pappenheim, die in ihrem Testament 1810 die Kinder ihrer Nichte Auguste Elisabeth von Bassus als Erben eingesetzt hatte. Dabei handelt es sich vor allem um die persönlichen Nachlässe der Grafen Johann Friedrich Ferdinand, Karl und Friedrich sowie der Gräfin Elisabeth von Pappenheim. Ebenfalls gehören zum Schlossarchiv Unterlagen über die Ödenbergischen und Walrabischen Lehen, die seit 1621 zur Hofmark Eggersberg gehören (Besitzungen in Baiersdorf, Buch, Dietfurt, Forchheim, Griesstetten, Gundlfing, Haas, Hainsberg, Hebersdorf, Jachenhausen, Mallerstetten, Mühlbach, Nußhausen, Oberhofen, Otterzhofen, Perletzhofen, Pirkenbrunn, Prunn, Riedenburg, Schafshill, Schweinkofen und Zell; Beilngries, Ernersdorf, Eckertshof, Pförring, Ober- und Unterhartheim, Dietenhofen, Irnsing, Neukirchen, Sittling, Gündlkofen, Ratzenhofen und Thalmässing). Der Bestand umfasst 1756 Archivalieneinheiten mit einer Laufzeit von 1515 bis 1936. Die Unterlagen wurden von der Familie von Bassus 1958 im Staatsarchiv Amberg als Depot hinterlegt und sind 1994 in Staatsbesitz übergegangen. Vergleiche auch die Bestände "Schlossarchiv Sandersdorf Urkunden", "Schlossarchiv Sandersdorf Büchersammlung", "Hofmark Eggersberg" und "Hofmark Sandersdorf". Vgl. Wilhelm Volkert, Schlossarchiv Sandersdorf, München 1962 (Bayerische Archivinventare 18)
Schlossarchiv Sandersdorf Amtsbücher und Akten
1756
Bestand
Akten
ger
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.03.2025, 10:30 MEZ