Nachlass Kritzler (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Staatsarchiv Wertheim, S-N 26
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Wertheim >> Nachlässe, sonstige Hinterlegungen und Schenkungen (N-Bestände) >> Nachlässe
1914-1918
Einleitung: Heinrich Kritzler wurde am 21. Juli 1896 als einziger Sohn des Mehlhändlers Philipp Kritzler und seiner Frau Babette geboren. Er besuchte das Gymnasium in Wertheim, bis er nach erlangtem Einjährigen-Zeugnis in das Lehrerseminar zu Karlsruhe eintrat. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges meldete er sich freiwillig und wurde dem Reserve-Infanterie-Regiment 109 zugeteilt. 1915 wurde er zum 185. Infanterie-Regiment versetzt. Er wurde mehrmals verwundet. 1916 erhielt er den Rang eines Vizefeldwebels, 1917 wurde er Leutnant der Reserve. Heinrich Kritzler fiel am 19. März 1918 bei einer Erkundungsfahrt zwischen Le Mesnil und Regny. Wann und wie die vorliegenden Feldpostbriefe ins Stadtarchiv gelanten, ist nicht bekannt. Im Jahr 1999 wurden sie von Herrn Karl-Heinz Niklas, der im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme sämtliche Nachlässe im Stadtarchiv bearbeitete, verzeichnet. Der Bestand umfasst 1 Archivalieneinheit in 0,1 lfd. Metern.
Bestand
Nachruf auf Heinrich Kritzler in: Wertheimer Jahrbuch 1918, S. 64-66
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ