Philipp Raban von Canstein, Erbherr auf der Burg zu Warburg, Canstein1), Mengeringhausen2) und Germete3), bekennt für sich und seine Ehefrau Christina Sophia von Canstein geb. von Exterde, dass er Propst Balthasar Frischen, der Äbtissin und den geistlichen Jungfern in Wormeln eine jährlich zwischen Michaelis (29. September) und Martini (11. November) zu entrichtende Kornrente von je vier Maltern Roggen und Gerste Warburger Maßes, die ihm seine Burgmeier in Germete, Tonnies Nolten und Johann Henrich Schwaneken, fünf Jahre lang zu liefern haben, für 550 Rtlr in französischen Gulden verkauft habe. Der Verkäufer will das Geld für Haus und Herrschaft Canstein und für den mit Frau von Degenfeldt und Frau von Friesen, beide geborene von Canstein, in Bonn geführten Prozeß verwenden. Die Ablösung kann jährlich bei vierteljährlicher Vorankündigung erfolgen. Der Verkäufer setzt seine vor Warburg gelegenen Ländereien wie auch seine cansteinisch-wormelsche Wiese und den sogen. Heckelskamp zum Pfand und kündigt Unterschrift und Besiegelung wie auch Unterschrift und Signet des Notars und seines Vetters an.
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Philipp Raban von Canstein, Erbherr auf der Burg zu Warburg, Canstein1), Mengeringhausen2) und Germete3), bekennt für sich und seine Ehefrau Christina Sophia von Canstein geb. von Exterde, dass er Propst Balthasar Frischen, der Äbtissin und den geistlichen Jungfern in Wormeln eine jährlich zwischen Michaelis (29. September) und Martini (11. November) zu entrichtende Kornrente von je vier Maltern Roggen und Gerste Warburger Maßes, die ihm seine Burgmeier in Germete, Tonnies Nolten und Johann Henrich Schwaneken, fünf Jahre lang zu liefern haben, für 550 Rtlr in französischen Gulden verkauft habe. Der Verkäufer will das Geld für Haus und Herrschaft Canstein und für den mit Frau von Degenfeldt und Frau von Friesen, beide geborene von Canstein, in Bonn geführten Prozeß verwenden. Die Ablösung kann jährlich bei vierteljährlicher Vorankündigung erfolgen. Der Verkäufer setzt seine vor Warburg gelegenen Ländereien wie auch seine cansteinisch-wormelsche Wiese und den sogen. Heckelskamp zum Pfand und kündigt Unterschrift und Besiegelung wie auch Unterschrift und Signet des Notars und seines Vetters an.
B 614u, 37 fol. 76-77 - Band: Regest
B 614u Kloster Wormeln - Urkunden
Kloster Wormeln - Urkunden >> 2. Regesten aus Akten
1720 März 11
Vermerke: Wormeln Akten 37 fol. 76-77, Ausfertigung, Papier, Signet und Unterschrift des Notars Johannes Dominicus Götten, Petschaftsabdruck in rotem Siegellack und Unterschrift des Verkäufers, Unterschrift des Vetters Christopffel Bernhardt von Geismar.
1) Sö Marsberg (Stadt Marsberg, Hochsauerlandkr.). 2) Sw Arolsen (Stadt Arolsen). 2) W Warburg (Stadt Warburg).
1) Sö Marsberg (Stadt Marsberg, Hochsauerlandkr.). 2) Sw Arolsen (Stadt Arolsen). 2) W Warburg (Stadt Warburg).
Urkunde
Ausstellort: Warburg auf der Burg
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:26 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
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- 2. Regesten aus Akten (Gliederung)