Richter, Herbert (Bestand)
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BArch NY 4636
call number: NY 4636
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> R
1845-2000
Geschichte des Bestandsbildners: Eisendreher, Journalist; SAJ, SPD, SAP in Dresden (ab 1926); SED (1946); verschiedene Funktionen in der Stadtverwaltung Dresden, dann in der Landesverwaltung Sachsen (1945-1949); Mitbegründer und Chefredakteur der Zeitschrift "Armee-Rundschau" (1956-1962); Leiter der Pressestelle des Ministeriums für Nationale Verteidigung (1962-1971)
Bestandsbeschreibung: 11. Jan. 1911 in Dresden geboren
1917-1925 Besuch der Volksschule in Dresden
1925-1928 Lehre als Eisendreher
1925 Mitglied im Deutschen Metallarbeiterverband
1926 Mitglied der SAJ und Touristenverein "Die Naturfreunde", und im Arbeiter-Turn-und Sportbund
1928-1933 Wanderschaft mit Unterbrechungen
1930-1932 Mitglied der SPD, nach Ausschluss Anschluss an Ortsgruppe der SAP in Dresden, Herstellung und Verteilung der Zeitschrift "Klassenfront"
Aug. 1933 Verhaftung wegen der illegalen Tätigkeit in der SAP, Prozess beim Sondergericht für das Land Sachsen, Sitz Freiberg und Verurteilung wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu 22 Monaten Gefängnis
Juni/Juli 1935 Entlassung aus der Landesgefangenenanstalt Bautzen
1941-1945 Soldat der Wehrmacht, März 1945 Verhaftung wegen illegaler Gruppenbildung in Wuppertal, Flucht
Mai/Juni 1945 Mitarbeiter der Stadtverwaltung Dresden in der Abt. Beschaffung und Liquidierung von Nazivermögen
ab Juli 1945-Aug. 1949 verschiedene Funktionen in der Landesregierung Sachsen, u. a. Herausgabe der "Amtlichen Nachrichten" und Leiter der Abt. Schulung
Sept. 1949-Mai 1950 Besuch der Parteihochschule "Karl-Marx"
1950-1952 Stellv. Leiter der SED-Landesparteischule Sachsen in Meißen
1952 Eintritt in die KVP, ab 1954 Chefredakteur der Halbmonatszeitschrift "Der Politarbeiter"
1956 Eintritt in die NVA, bis 1962 Redakteur der Zeitschrift "Armee-Rundschau"
1954-1960 Fernstudium für Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig, Abschluss als Diplomjournalist
1962-1971 Leiter der Pressestelle des Ministeriums für Nationale Verteidigung
1965 Militärschöffe am Militärobergericht Berlin
1971-1976 freischaffender Journalist
1972-1978 Mitglied des Präsidiums des Deutschen Verbandes für Wandern, Bergsteigen und Orientierungslauf der DDR
5. Febr. 2000 in Berlin verstorben
Quellen:
BArch NY 4636/1-6
BArch DY 30/IV 2/11/v.3256
Inhaltliche Charakterisierung: Die hier vorliegenden Unterlagen aus dem Nachlass von Herbert Richter erhielt die Stiftung im Jahr 2013. Sie geben Einblick in die persönliche und berufliche Entwicklung des Nachlassers und seiner Familienangehörigen. Außerdem geben sie Auskunft über die Entwicklung des Pressewesens der bewaffneten Organe der DDR, v. a. der Zeitschrift "Armee-Rundschau".
Nach der Bearbeitung umfasst der Nachlass 11 Akten mit Dokumenten aus der Zeit von 1845 bis 2000. Er ist im Rahmen der Bestimmungen des Bundesarchivgesetzes frei zugänglich.
Bei Veröffentlichungen ist wie folgt zu zitieren: Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv, NY 4636/1, Kurzform: BArch, NY 4636/1 (Beispiel für die Zitierung der Akte mit der Nummer 1).
Grit Ulrich
Zitierweise: BArch NY 4636/...
Bestandsbeschreibung: 11. Jan. 1911 in Dresden geboren
1917-1925 Besuch der Volksschule in Dresden
1925-1928 Lehre als Eisendreher
1925 Mitglied im Deutschen Metallarbeiterverband
1926 Mitglied der SAJ und Touristenverein "Die Naturfreunde", und im Arbeiter-Turn-und Sportbund
1928-1933 Wanderschaft mit Unterbrechungen
1930-1932 Mitglied der SPD, nach Ausschluss Anschluss an Ortsgruppe der SAP in Dresden, Herstellung und Verteilung der Zeitschrift "Klassenfront"
Aug. 1933 Verhaftung wegen der illegalen Tätigkeit in der SAP, Prozess beim Sondergericht für das Land Sachsen, Sitz Freiberg und Verurteilung wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu 22 Monaten Gefängnis
Juni/Juli 1935 Entlassung aus der Landesgefangenenanstalt Bautzen
1941-1945 Soldat der Wehrmacht, März 1945 Verhaftung wegen illegaler Gruppenbildung in Wuppertal, Flucht
Mai/Juni 1945 Mitarbeiter der Stadtverwaltung Dresden in der Abt. Beschaffung und Liquidierung von Nazivermögen
ab Juli 1945-Aug. 1949 verschiedene Funktionen in der Landesregierung Sachsen, u. a. Herausgabe der "Amtlichen Nachrichten" und Leiter der Abt. Schulung
Sept. 1949-Mai 1950 Besuch der Parteihochschule "Karl-Marx"
1950-1952 Stellv. Leiter der SED-Landesparteischule Sachsen in Meißen
1952 Eintritt in die KVP, ab 1954 Chefredakteur der Halbmonatszeitschrift "Der Politarbeiter"
1956 Eintritt in die NVA, bis 1962 Redakteur der Zeitschrift "Armee-Rundschau"
1954-1960 Fernstudium für Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig, Abschluss als Diplomjournalist
1962-1971 Leiter der Pressestelle des Ministeriums für Nationale Verteidigung
1965 Militärschöffe am Militärobergericht Berlin
1971-1976 freischaffender Journalist
1972-1978 Mitglied des Präsidiums des Deutschen Verbandes für Wandern, Bergsteigen und Orientierungslauf der DDR
5. Febr. 2000 in Berlin verstorben
Quellen:
BArch NY 4636/1-6
BArch DY 30/IV 2/11/v.3256
Inhaltliche Charakterisierung: Die hier vorliegenden Unterlagen aus dem Nachlass von Herbert Richter erhielt die Stiftung im Jahr 2013. Sie geben Einblick in die persönliche und berufliche Entwicklung des Nachlassers und seiner Familienangehörigen. Außerdem geben sie Auskunft über die Entwicklung des Pressewesens der bewaffneten Organe der DDR, v. a. der Zeitschrift "Armee-Rundschau".
Nach der Bearbeitung umfasst der Nachlass 11 Akten mit Dokumenten aus der Zeit von 1845 bis 2000. Er ist im Rahmen der Bestimmungen des Bundesarchivgesetzes frei zugänglich.
Bei Veröffentlichungen ist wie folgt zu zitieren: Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv, NY 4636/1, Kurzform: BArch, NY 4636/1 (Beispiel für die Zitierung der Akte mit der Nummer 1).
Grit Ulrich
Zitierweise: BArch NY 4636/...
Richter, Herbert, 1911-2000
11 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST