Telgte A (Bestand)
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Telgte A
Kreisarchiv Warendorf (Archivtektonik)
1434-1804
Form und Inhalt: Kreisarchiv Warendorf, Telgte A
Bestandsgeschichte:
Der Bestand umfasst die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen städtischen Unterlagen (Akten, Amtsbücher etc.) aus der Zeit von 1434 bis 1804.
Die städtische Urkundenüberlieferung bildet seit 1908 einen eigenen Bestand (vgl. Telgte U).
Die Unterlagen des Bestandes A beginnen zum größten Teil erst um das Jahr 1650. Akten aus dem Bereich der Finanzverwaltung, wie städtische Schatzungs- und Einkünfteregister, sind bereits ab 1431 vorhanden. Eine erste Aktenordnung erstellte der Notar Anton Franz Ketteler im Jahr 1796.
Zum Bestand A gehören u.a. die 2018 edierten Telgter Ratsprotokolle (1624 bis 1799) und die Rechnungen der Stadtkasse. Diese Dokumente sind besonders wertvoll für wissenschaftliche Forschungen, da sie detaillierte Informationen zur Ortsgeschichte, zu einzelnen Personen oder Familien und zur Stadtentwicklung beinhalten. Letztere geben darüber hinaus Informationen zum städtischen Haushalt und über die Besteuerung der Telgter Bürger.
Aus dem Kirchspiel liegen nur wenige Dokumente vor, da die Gemeinden bis zur napoleonischen Zeit eine getrennte Verwaltung hatten. Erhalten sind einzelne Urkunden und alte Steuerlisten, die sich allerdings im Landesarchiv in Münster und im dortigen Bistumsarchiv befinden.
Zum Bestand zählen ferner einige Archivalien fremder Provenienz, u.a. des Kirchspiels Ostbevern und das Rapiarium (Heft mit Vertragsentwürfen) des Notars Johannes Langen. Langen war zugleich Stadtsekretär. Sein Rapiarum ist eine wertvolle Quelle des Telgter Alltagslebens und -streitens im 17. und frühen 18. Jahrhundert.
Der Bestand wurde erstmals 1796 inventarisiert, aber erst 1996 durch Werner Frese (LWL-Archivamt) vollständig fachgültig erschlossen und die Findbücher A und B publiziert. Die Retrokonversion erfolgte von 2020-2024. Das Rapiarium wurde dabei zur besseren Übersichtlichkeit 2023 mit neuen Signaturen versehen (Nr. 892-1060). Der Bestand gelangte mit den anderen Archivbeständen 2024 ins Kreisarchiv.
Benutzung:
Der Bestand steht zur Einsichtnahme im Lesesaal zur Verfügung.
Zur Bestellung der Archivguteinheiten des Bestandes für die Benutzung im Lesesaal und zur Angabe in Veröffentlichungen ist aus diesem Bestand wie folgt zu zitieren:
KAW, Telgte A, Nr. ...
Literatur: - Inventar des Stadtarchivs Telgte. Bestände A (1431-1802) und B (1802-1821), bearb. von Werner Frese, Münster 1997.
- Braun, Rolf: Die Ratsprotokolle der Stadt Telgte 1624 bis 1799 in 13 Bänden, Münster 2019.
Bestandsgeschichte:
Der Bestand umfasst die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen städtischen Unterlagen (Akten, Amtsbücher etc.) aus der Zeit von 1434 bis 1804.
Die städtische Urkundenüberlieferung bildet seit 1908 einen eigenen Bestand (vgl. Telgte U).
Die Unterlagen des Bestandes A beginnen zum größten Teil erst um das Jahr 1650. Akten aus dem Bereich der Finanzverwaltung, wie städtische Schatzungs- und Einkünfteregister, sind bereits ab 1431 vorhanden. Eine erste Aktenordnung erstellte der Notar Anton Franz Ketteler im Jahr 1796.
Zum Bestand A gehören u.a. die 2018 edierten Telgter Ratsprotokolle (1624 bis 1799) und die Rechnungen der Stadtkasse. Diese Dokumente sind besonders wertvoll für wissenschaftliche Forschungen, da sie detaillierte Informationen zur Ortsgeschichte, zu einzelnen Personen oder Familien und zur Stadtentwicklung beinhalten. Letztere geben darüber hinaus Informationen zum städtischen Haushalt und über die Besteuerung der Telgter Bürger.
Aus dem Kirchspiel liegen nur wenige Dokumente vor, da die Gemeinden bis zur napoleonischen Zeit eine getrennte Verwaltung hatten. Erhalten sind einzelne Urkunden und alte Steuerlisten, die sich allerdings im Landesarchiv in Münster und im dortigen Bistumsarchiv befinden.
Zum Bestand zählen ferner einige Archivalien fremder Provenienz, u.a. des Kirchspiels Ostbevern und das Rapiarium (Heft mit Vertragsentwürfen) des Notars Johannes Langen. Langen war zugleich Stadtsekretär. Sein Rapiarum ist eine wertvolle Quelle des Telgter Alltagslebens und -streitens im 17. und frühen 18. Jahrhundert.
Der Bestand wurde erstmals 1796 inventarisiert, aber erst 1996 durch Werner Frese (LWL-Archivamt) vollständig fachgültig erschlossen und die Findbücher A und B publiziert. Die Retrokonversion erfolgte von 2020-2024. Das Rapiarium wurde dabei zur besseren Übersichtlichkeit 2023 mit neuen Signaturen versehen (Nr. 892-1060). Der Bestand gelangte mit den anderen Archivbeständen 2024 ins Kreisarchiv.
Benutzung:
Der Bestand steht zur Einsichtnahme im Lesesaal zur Verfügung.
Zur Bestellung der Archivguteinheiten des Bestandes für die Benutzung im Lesesaal und zur Angabe in Veröffentlichungen ist aus diesem Bestand wie folgt zu zitieren:
KAW, Telgte A, Nr. ...
Literatur: - Inventar des Stadtarchivs Telgte. Bestände A (1431-1802) und B (1802-1821), bearb. von Werner Frese, Münster 1997.
- Braun, Rolf: Die Ratsprotokolle der Stadt Telgte 1624 bis 1799 in 13 Bänden, Münster 2019.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ