Festakt anlässlich der Übergabe von Radio Stuttgart durch die amerikanische Militärregierung in deutsche Verwaltung
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 D451118/001
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949
Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949 >> Tondokumente des Jahres 1949 >> Juli 1949
Freitag, 22. Juli 1949
100 (29'30): ab 00'00: Reporter: Rückblick auf die Geschichte von Radio Stuttgart. Beschreibung der Atmosphäre im Festsaal des Württembergischen Staatstheaters (4'45) ab 04'45: Essay Nr. 2 von Samuel Barber (9'50) ab 15'10: (O-Ton, engl, danach dt Übersetzung) Fred G. Taylor, Chef der Radioabteilung für Württemberg-Baden: Begrüßung der Anwesenden (4'35) ab 20'00: (O-Ton) Charles P. Gross, Direktor der US-Militärregierung für Württemberg-Baden: Rückblick auf die Entwicklung von Radio Stuttgart nach dem Zweiten Weltkrieg. Zusammenarbeit zwischen amerikanischen und deutschen Rundfunkfachleuten. Positive Beurteilung des Rundfunkgesetzes für Württemberg-Baden. "Radio Stuttgart nimmt heute den ihm gebührenden Platz in der menschlichen Ordnung ein." Vielfältige Aufgaben der Rundfunkstation. Amerikanische Militärregierung wird mit Interesse die Weiterentwicklung von Radio Stuttgart verfolgen. Gute Wünsche für die Zukunft (9'30)
200 (27'30): ab 00'00: (O-Ton) Gross: Vorstellung von John Jay McCloy (0'25) ab 00'40: (O-Ton, engl, dazwischen dt Übersetzung) John Jay McCloy, amerikanischer Militärgouverneur und künftiger Oberkommissar für Deutschland: Übergabe dieser Sendestation ist ein symbolischer Schritt auf dem Weg zurück zu einem normalen Leben und einer geachteten und verantwortlichen Stellung im Völkerverkehr. "Kontrolle dieser Station ... ist kein Instrument des Staates, welcher mit seiner allgewaltigen Tendenz die Sendungen mit Staatslehren zu färben versucht." "Die Übergabe ... ist eine weitere Gelegenheit, die Welt davon zu überzeugen, daß Deutschland, wenn es selbst entscheiden kann, ebenso fähig wie die anderen ist, freie Einrichtungen zu errichten und zu erhalten." (10'20) ab 11'40: (O-Ton) Reinhold Maier, Ministerpräsident von Württemberg-Baden: Rückblick auf die Entwicklung des Rundfunks in Württemberg-Baden. Meinungsverschiedenheiten zwischen der Militärregierung einerseits, Regierung und Landtag andererseits über die Neuorganisation von Radio Stuttgart nach dem Zweiten Weltkrieg. In der Auslandspresse besteht ein Zerrbild der deutschen Verhältnisse. Wunsch, "daß Radio Stuttgart in seiner neuen Organisationsform unser Volk weiter treu begleitet, es unterstützt, daß es den rechten Weg durch alle Wirrnisse findet und wir einst zusammen mit ihm in gesicherter Demokratie das große Friedensfest feiern können." (15'50)
300 (26'25): ab 00'45: (O-Ton) Valentin Gaa, Vorsitzender des Rundfunkrates und Landrat: Dank an die Militärregierung für den Aufbau des Senders. Rückblick auf die Aufbauarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg. "Der Rundfunkrat kann wohl als die demokratischste Einrichtung in unserem Land Nordwürttemberg-Nordbaden bezeichnet werden." Der Süddeutsche Rundfunk soll das Land Württemberg-Baden repräsentieren. Ordnung der Finanzen. Verbreitung der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Freiheit im Rundfunk. "Der Rundfunk hat ausschließlich den allgemeinen Interessen des deutschen Volkes zu dienen" (14'00) ab 16'00: (O-Ton, engl, danach dt Übersetzung) Gross: Überreichung der Urkunde (1'30) ab 18'30: (O-Ton) Erich Rossmann, Intendant von Radio Stuttgart: Deutsche Verantwortung für den Stuttgarter Rundfunk. Dank an die Militärregierung. Lobt die gute Zusammenarbeit mit den amerikanischen Stellen (7'55)
400 (23'35): ab 00'00: Forts. Rossmann: Auseinandersetzungen um das Rundfunkgesetz für Württemberg-Baden. Stellung des Intendanten. Grundsätzliche Bemerkungen über die Programmgestaltung. "Die Mission des Rundfunks ist eine universelle." Unabhängigkeit des Rundfunks. Rundfunk hat eine Erziehungsmission am deutschen Volke zu erfüllen. Aufgaben des Rundfunks (13'00) (ges. 20'55) ab 14'00: Schlußsatz aus der Symphonie Nr. 5 von Ludwig van Beethoven (8'45)
200 (27'30): ab 00'00: (O-Ton) Gross: Vorstellung von John Jay McCloy (0'25) ab 00'40: (O-Ton, engl, dazwischen dt Übersetzung) John Jay McCloy, amerikanischer Militärgouverneur und künftiger Oberkommissar für Deutschland: Übergabe dieser Sendestation ist ein symbolischer Schritt auf dem Weg zurück zu einem normalen Leben und einer geachteten und verantwortlichen Stellung im Völkerverkehr. "Kontrolle dieser Station ... ist kein Instrument des Staates, welcher mit seiner allgewaltigen Tendenz die Sendungen mit Staatslehren zu färben versucht." "Die Übergabe ... ist eine weitere Gelegenheit, die Welt davon zu überzeugen, daß Deutschland, wenn es selbst entscheiden kann, ebenso fähig wie die anderen ist, freie Einrichtungen zu errichten und zu erhalten." (10'20) ab 11'40: (O-Ton) Reinhold Maier, Ministerpräsident von Württemberg-Baden: Rückblick auf die Entwicklung des Rundfunks in Württemberg-Baden. Meinungsverschiedenheiten zwischen der Militärregierung einerseits, Regierung und Landtag andererseits über die Neuorganisation von Radio Stuttgart nach dem Zweiten Weltkrieg. In der Auslandspresse besteht ein Zerrbild der deutschen Verhältnisse. Wunsch, "daß Radio Stuttgart in seiner neuen Organisationsform unser Volk weiter treu begleitet, es unterstützt, daß es den rechten Weg durch alle Wirrnisse findet und wir einst zusammen mit ihm in gesicherter Demokratie das große Friedensfest feiern können." (15'50)
300 (26'25): ab 00'45: (O-Ton) Valentin Gaa, Vorsitzender des Rundfunkrates und Landrat: Dank an die Militärregierung für den Aufbau des Senders. Rückblick auf die Aufbauarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg. "Der Rundfunkrat kann wohl als die demokratischste Einrichtung in unserem Land Nordwürttemberg-Nordbaden bezeichnet werden." Der Süddeutsche Rundfunk soll das Land Württemberg-Baden repräsentieren. Ordnung der Finanzen. Verbreitung der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Freiheit im Rundfunk. "Der Rundfunk hat ausschließlich den allgemeinen Interessen des deutschen Volkes zu dienen" (14'00) ab 16'00: (O-Ton, engl, danach dt Übersetzung) Gross: Überreichung der Urkunde (1'30) ab 18'30: (O-Ton) Erich Rossmann, Intendant von Radio Stuttgart: Deutsche Verantwortung für den Stuttgarter Rundfunk. Dank an die Militärregierung. Lobt die gute Zusammenarbeit mit den amerikanischen Stellen (7'55)
400 (23'35): ab 00'00: Forts. Rossmann: Auseinandersetzungen um das Rundfunkgesetz für Württemberg-Baden. Stellung des Intendanten. Grundsätzliche Bemerkungen über die Programmgestaltung. "Die Mission des Rundfunks ist eine universelle." Unabhängigkeit des Rundfunks. Rundfunk hat eine Erziehungsmission am deutschen Volke zu erfüllen. Aufgaben des Rundfunks (13'00) (ges. 20'55) ab 14'00: Schlußsatz aus der Symphonie Nr. 5 von Ludwig van Beethoven (8'45)
1:47:00
Audio-Visuelle Medien
Rossmann, Erich; Politiker, Kaufmann, Intendant, 1884-1953
Taylor, Fred G.; Leiter von Radio Stuttgart
USA
Öffentliche Veranstaltung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:23 MEZ
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