Schwester Margareta, Priorin, und der Konvent der Schwestern vom Predigerorden bei St. Marien in Lemgo überweisen zur Erleuchtung des Sakraments des Leichnams Jesu Christi, das innerhlab der Oktave der Eucharistie mit einem Talent Wachs verdoppelt werden soll, der Sakristanin des Konvents jährliche Einkünfte: aus den Gütern in Evenhusen eine Mark, die nach dem offenen Brief Elyzabet von Bega Zeit ihres Lebens bezieht, aus den Gütern Ondorp 7 Schillinge und 6 Pfennige, die durch Kriege verwüstet sind, aus dem Hause Svenece Ottmaninc 8 Schillinge, aus dem Hause Polmann 3 Schillinge, daraus nach dem Tode der Schwester Conegunde von Horn 2 Schillinge, die sie zur Beleuchtung des Leichnams gegeben hat. Wenn diese Renten zurückgekauft werden, soll die Sakristanin mit Wissen der Priorin das Geld wieder sicher anlegen. Vom Altar der Johanniskirche vor den Mauern sind jährlich 6 Schillinge am Magdalenentage zu erheben. Die Sakristanin soll von diesen Einkünften zur genannten Beleuchtung einen halben Zentner Öl und ein Viertel kaufen. Vom Überrest des Geldes wird die Priorin an einem Fastentage die Schwestern im Refektorium speisen zum Gedächtnis aller verstorbenen Gläubigen. Vorschrift, wenn aus irgendeinem Zufall der heilige Leichnam auf ihrem Chor zu wenig Licht hat. Datum anno domini 1391 in die beati Egidii abbatis. Original auf Pergament mit anhängendem Siegel.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
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