Verschiedene Kirchen- und Schulangelegenheiten, Bd. 23
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10747 Kreishauptmannschaft Dresden, Nr. 2403 (Zu benutzen im Hauptstaatsarchiv Dresden)
Registratursignatur: 34; Rep. 2
10747 Kreishauptmannschaft Dresden
10747 Kreishauptmannschaft Dresden >> 11 Kirchen- und Schulsachen, Religionssachen >> 11.01 Allgemeine Angelegenheiten
1854 - 1857
Enthält u. a.: Gestattung des Haltens von Privatunterricht und Beobachtung des Schulamtskandidaten Hermann Türke, Dresden, der vorerst wegen eines "fleischlichen Vergehens" nicht angestellt wurde (Bl. 1-6).- Mitteilung der Streichung aus der Liste der Schulamtskandidaten des Carl Ernst Buschbeck, Marienberg wegen "leichtsinnigem Lebenswandel" (Bl. 8-9).- Anstellung des Schulamtskandidaten Ernst Julius Krenkel, derzeit Freiberg als Hilfslehrer bis zu seiner Rückkehr zu seiner nach Russland ausgewanderten Familie (Bl. 10-12).- Bigamie des Tagelöhners Carl Gottlieb Weise, Brockwitz bei seiner Verheiratung mit Friederike Voigt, Niederau (Bl. 13-15).- Mitteilung über die Entlassung des Lehrers Carl Wilhelm Kahle, Gersdorf wegen "unkeuscher Zumutungen" und "unzüchtiger Handlungen" gegenüber verheirateten Frauen (Bl. 16-18).- Abgelehntes Gesuch des Vereins sächsischer Lehrer zu gegenseitiger Unterstützung in Krankheitsfällen um einen jährlichen Zuschuss aus den Ortsschulkassen (Bl. 19-23).- Untersuchung der Ursachen der mangelhaften Schulbildung von Rekruten (Bl. 29-46).- Bewilligtes Unterstützungsgesuch der Sophie Amalie Franz, Kreischa, Tochter des verstorbenen Pfarrsubstituten Franz aus der Allgemeinen Prediger-Witwen- und -Waisen-Kasse (Bl. 47-50).- Abgelehntes Gesuch um regelmäßige Privatkommunion (Bl. 51-53).- Mitteilung des Ausscheidens des Pfarrers Ernst Carl Heinrich Storch, Zeschwitz (bei Pegau) aus dem Amt wegen angeblichen versuchten Ehebruchs (Bl. 58-59).- Lehrermangel an nur das Minimalgehalt bietenden Stellen (Bl. 60-61).- Untersuchung gegen den entlassenen Schulamtskandidaten Julius Alfred Rebentrost wegen Erteilung von Privatunterricht (Bl. 62-64).- Mitteilung des Unterrichtsverbots für den ehemaligen Sammelschullehrer Herrmann Etzold, Cainsdorf, ehemals Schönau (bei Borna) wegen angeblichen "verbotenen Umgangs mit Frauenzimmern" (Bl. 65-66).- Einladung zur Teilnahme an den Prüfungen durch die jüdischen Gemeindeschule, Dresden einschließlich Prüfungsordnung (Bl. 67-68, 193-194).- Nicht weiter verfolgte Eingabe der psychisch kranken Emilie Auguste Stolze (Stoltze) (Bl. 70-72).- Beginnendes Auftreten der Mormonen (Bl. 73-75).- Anzeige des Schulamtskandidaten Friedrich Theodor Irmschler, dass er eine Hauslehrerstelle in Nicolajew annimmt (Bl. 76).- Entlassung des Schulamtskandidaten Ernst Giebner, Friedrichstadt wegen angeblichem Eigentumsdelikt (Bl. 77-93).- Untersuchung gegen den Hilfslehrer Carl HEINRICH Feller, Mohorn wegen angeblichen Missbrauchs des Züchtigungsrechts (Bl. 94-104, 112-114).- Mitteilung über die Streichung aus der Liste der Schulamtskandidaten des Richard Jahn aus Borna, zuletzt Roda u. a. wegen Mitwirkung bei einer Schauspielgruppe (Bl. 110-111).- Beschwerde über Sonntagsarbeit während der Heu- und Getreideernte (Bl. 115-124).- Freiwilliges Ausscheiden des Schulamtskandidaten Pöschmann, Dresden aus Gesundheitsgründen und des Schulamtskandidaten Schubert, um ein Medizinstudium aufzunehmen (Bl. 125-130, 174-178).- Untersuchung gegen den Buchdrucker Friedrich Benjamin Mai, Bischofswerda und den Lehrer Julius August Schanz, Dresden wegen Pressvergehens (Bl. 130-138).- Erörterung über die mangelhafte religiöse Bildung des derzeit in Zwickau im Arbeitshaus einsitzenden Friedrich Eduard Kramer aus Reinholdhain (bei Dippoldiswalde) und deren künftige Chancen (Bl. 139-150).- Abgelehntes Gesuch des ehemaligen Medizinstudenten Theodor Oskar Bachmann, aus Ortrand zur Vorbereitung auf das höhere Lehramt Unterricht an Schulen erteilen zu dürfen (Bl. 159-161).- Schulwechsel und besondere Aufsicht für den Realschüler Ernst Florian Zschackert nach Verurteilung wegen Diebstahls (Bl. 163-173).- Streichung aus der Liste der Predigtamtskandidaten des Ernst Alexander Kretzschmar, Oelsnitz (bei Lichtenstein), vorher Lößnitz (bei Dresden), aus Limbach (bei Elsterberg) (Bl. 179-192, 219-220).- Einladung zu den Prüfungen der Realschule Dresden-Neustadt (Bl. 200).- Abgelehntes Versetzungsgesuch des 1. Armenschullehrers zu Pirna Karl Wilhelm Schubert, vorher Cunnersdorf und Dresden-Friedrichstadt (Bl. 201-203).- Ablehnung einer speziellen Unterstützung für den Lutherdenkmalverein in Worms (Bl. 204-206).- Gesuch um Wiederanstellung des Lehrers Karl Traugott Kühne, ehemals Cosel, der wegen eines Exzesses in betrunkenem Zustand auf sein Amt verzichtet hatte (Bl. 212).- Mitteilung der vorläufigen Streichung aus der Liste der Schulamtskandidaten für den Hilfslehrer Julius Steiger, ehemals Schloss-Chemnitz, aus Nassau wegen "Unzucht mit Schulkindern unter 12 Jahren" (Bl. 213-216).- Unfreiwillige Versetzung des Lehrers Merkel von St. Nicolai, Chemnitz nach Stollberg und in diesem Zusammenhang aufgetretene psychische Störung (Bl. 221-228).- Einrichtung von Schifferschulen in Schandau, Königstein und Wehlen zur Vorbereitung auf die Schifferprüfungen und eventuelle Kollision mit dem Volksschulwesen (Bl. 229-231).- Einziehung von Erkundigungen über den Lehrer Mittag, Heynitz, der das Hauptstaatsarchiv benutzen möchte (Bl. 232-233).
Kreisdirektion Dresden
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.12.2025, 15:17 MEZ
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