Stadtammann und Rat der Stadt Bregenz erteilen Balthasar von Herrliberg, Verwalter der Vogtei der Herrschaften Bregenz und Hohenegg, einen Beisitzbrief. Er darf die von ihm gekauften beiden Behausungen und Hofstätten samt dem Krautgarten, der zum benachbarten Haus der Jungfrau Perpetua Gerlin ("Görlin") gehört, unter den folgenden Bedingungen bewohnen. Vorbesitzer der einen Behausung war die genannte Tochter des Bartholomäus Görlin, die andere gehörte +Thoman Sauters Tochter Gertrauta bzw. nachmals +Bartholomäus Schmids Sohn Hans Wolfgang. Herrliberg muß für die Häuser, die wie andere bürgerliche Häuser versteuert wurden, am St. Hilarientag als Beisitz- oder Steuergeld wie andere vom Adel 3 Taler geben. Erwirbt er andere bürgerliche Güter, muß er sie versteuern. Wenn er Wein vom Zapfen ausschenkt oder einführt, muß wie andere vom Adel oder Bürger Ungeld zahlen. Bregenzer Bürger haben ein Vorkaufsrecht im Fall des Verkaufs der Häuser. Gerichtsstand ist das Bregenzer Stadtgericht.
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Stadtammann und Rat der Stadt Bregenz erteilen Balthasar von Herrliberg, Verwalter der Vogtei der Herrschaften Bregenz und Hohenegg, einen Beisitzbrief. Er darf die von ihm gekauften beiden Behausungen und Hofstätten samt dem Krautgarten, der zum benachbarten Haus der Jungfrau Perpetua Gerlin ("Görlin") gehört, unter den folgenden Bedingungen bewohnen. Vorbesitzer der einen Behausung war die genannte Tochter des Bartholomäus Görlin, die andere gehörte +Thoman Sauters Tochter Gertrauta bzw. nachmals +Bartholomäus Schmids Sohn Hans Wolfgang. Herrliberg muß für die Häuser, die wie andere bürgerliche Häuser versteuert wurden, am St. Hilarientag als Beisitz- oder Steuergeld wie andere vom Adel 3 Taler geben. Erwirbt er andere bürgerliche Güter, muß er sie versteuern. Wenn er Wein vom Zapfen ausschenkt oder einführt, muß wie andere vom Adel oder Bürger Ungeld zahlen. Bregenzer Bürger haben ein Vorkaufsrecht im Fall des Verkaufs der Häuser. Gerichtsstand ist das Bregenzer Stadtgericht.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 M U 110
HSTAM Weingarten Nr. 131
HSTAM GU Weiler 086
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 M Weingarten, Benediktinerkloster, Münchner Ablieferung: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster, Münchner Ablieferung: Urkunden >> Urkunden
1579 Februar 18 (den ach zehenden monats tag Februarii)
22,7 x 42,3 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Pergament fleckig
Aussteller: Stadtammann und Rat der Stadt Bregenz
Empfänger: Balthasar von Herrliberg, Verwalter der Vogtei der Herrschaften Bregenz und Hohenegg
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S. in Holzkapsel
Aussteller: Stadtammann und Rat der Stadt Bregenz
Empfänger: Balthasar von Herrliberg, Verwalter der Vogtei der Herrschaften Bregenz und Hohenegg
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S. in Holzkapsel
Gerlin von Halbenstein, Bartholomäus
Gerlin, Perpetua
Görlin, Bartholomäus
Herrliberg, Balthasar von
Sauter, Gertrauta
Sauter, Thomas
Schmid, Bartholomäus
Schmid, Hans Wolfgang
Bregenz, Vorarlberg [A]; Einwohner
Bregenz, Vorarlberg [A]; Herrschaft
Bregenz, Vorarlberg [A]; Herrschaft, Verwalter
Bregenz, Vorarlberg [A]; Rat
Bregenz, Vorarlberg [A]; Stadtammann
Bregenz, Vorarlberg [A]; Stadtgericht
Hohenegg : Ebratshofen, Grünenbach LI; Herrschaft, Verwalter
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:27 MEZ
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