1.) Burgsitz und Burglehen in der Stadt Melsungen [Stadt, Schwalm-Eder-Kr.], wie sie die verstorbenen von Röhrenfurth zu Lehen getragen hatten; 2....
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Urk. 14, 10470
Vgl. altes Findbuch (R Nr. 1354), s.v. von Riedesel, Nr. 2
A I u, von Riedesel sub dato
Urk. 14 Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u]
Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u] >> Aktivlehen >> Personenbetreffe R >> Ri >> Riedesel >> 1780-1799
1783 August 23
Lehnsrevers
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: 1.) Burgsitz und Burglehen in der Stadt Melsungen [Stadt, Schwalm-Eder-Kr.], wie sie die verstorbenen von Röhrenfurth zu Lehen getragen hatten; 2.) die Burglehen, mit denen ehemals die Brüder Eckhard von Röhrenfurth, Ritter, und Friedrich von Röhrenfurth, Schwiegervater und Schwager des 1432 belehnten Hermann Riedesel, nach dem Heimfall der Lehen von dem verstorbenen Wiegand Lilienberg belehnt worden waren, nämlich: 2a.) Burgsitz und Burglehen in der Stadt Rotenburg [Rotenburg an der Fulda, Stadt, Lkr. Hersfeld-Rotenburg], gelegen in und um die dortige Neustadt, mit Wiesen, Gärten, Äckern, Weingarten, Pfenniggülte, als Burglehen; 2b.) das Dorf Mündershausen [Stadtteil von Rotenburg an der Fulda, Lkr. Hersfeld-Rotenburg] mit Wasser, Weide, Holz und Feld sowie allem Zubehör als Burglehen; weitere Güter, die ebenfalls ehemals die verstorbene Familie von Röhrenfurth zu Lehen getragen hatte: 3.) Wiesen und Gehölze zu Gruneis [heute Gruneismühle, Hof/Mühle auf der Gemarkung Beiseförth, Gem. Malsfeld, Schwalm-Eder-Kr.]; 4.) zwei Malter Korngülte hessischen Maßes zu Hilgershausen [Stadtteil von Feldsberg, Schwalm-Eder-Kr.]; 5.) zwei Mark Geld rotenburgischer Währung auf dem Rathaus zu Rotenburg; 6.) eine Hufe Land zu Dagobertshausen [Ortsteil der Gem. Malsfeld, Schwalm-Eder-Kr.]; 7.) das Patronat des Altars St. Katharina in der Pfarrkirche zu Melsungen, den ehemals der verstorbene Priester (Kurt Bodde) besessen hatte; 8.) der Burgsitz zu Melsungen, der ehemals dem verstorbenen Albrecht von Schlutwinsdorf gehört hatte; 9.) ein Gut zu Haddamar [Stadtteil von Fritzlar, Schwalm-Eder-Kr.], das der 1442 belehnte Hermann Riedesel dem Landgrafen von Hessen aufgegeben und wieder zu Lehen empfangen hatte, im Tausch gegen die Behausung auf der Freiheit zu Kassel [Stadt in Hessen], die er mit Zustimmung des Lehnsherrn an den Dekan [des St. Martinssitfts] zu Kassel, Konrad Volkhard, verkauft hatte, alles zu Mann- und Burglehen; 10.) das Dorf Berndshausen [Ortsteil der Gem. Knüllwald, Schwalm-Eder-Kr.] mit dem Gericht; 11.) die Wüstung Frondershausen [Wüstung in der Gemarkung Berndshausen, Gem. Knüllwald, Schwalm-Eder-Kr.] mit dem Gericht; 12.) die beweglichen und unbeweglichen Güter zu Malsfeld [Gem., Schwalm-Eder-Kr.] mit Korngülten, Geldzinsen, Hühnern, Gänsen und Diensten; 14.) die Wiesen der Riedesel in dem (Grimmiges) zu Beiseförth [Ortsteil der Gem. Malsfeld, Schwalm-Eder-Kr.]; 15.) alles, was die Riedesel zu Binsförth [Ortsteil der Gem. Morschen, Schwalm-Eder-Kr.] an Kötern, Zinsen und Diensten besitzen.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Georg Wilhelm Fleisch
Vermerke (Urkunde): Siegler: Georg Wilhelm Fleisch
Belehnte/r: Georg Friedrich Riedesel, Freiherr, Sohn des verstorbenen Adolf Hermann Riedesel, und seine Brüder Volprecht Christian und Ludwig Riedesel, Freiherren, Wilhelm Riedesel, Sohn des verstorbenen Friedrich Georg Riedesel, Georg Ludwig Riedesel, Freiherr, Sohn des verstorbenen Hermann Riedesel, und weitere namentlich genannte Personen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
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