Stadtbibliothek (Bestand)
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03.08-3
Archiv der Hansestadt Lübeck (Archivtektonik) >> 03 Behörden bis 1937 >> 03.08 Schule und Kultur
1700-1974
Erschließungszustand, Umfang: Findbuch (1993)
2 lfm
Verwandte Verzeichnungseinheiten: ASA Ecclesiastica, Oberschulbehörde, Schulen/ Katharineum, Kultusverwaltung, später Amt für Kultur
Literaturhinweis: Günther Wiegand, Zur Frühgeschichte der Stadtbibliothek Lübeck, in: ZVLGA 61, 1981, S. 51-79
Vorwort: 1616-22 auf Initiative der Stadt Lübeck in dem ehemaligen Schlafsaal der Franziskanermönche des Katharinenklosters Schaffung eines großen Bibliotheksaals, der schon damals von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden konnte. 1877 wurde der neugotische Mantelssaal angeschlossen und 1926 der Lesesaal in einem Neubau hinzugefügt. Diese Räume und das ebenfalls in den 1920er Jahren entstandene und frei zugängliche Magazin bilden den Kern einer über Jahrhunderte gewachsenen Gebrauchsbibliothek, die heute insgesamt über 1,1 Mio. Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, CDs, DVDs usw. zur Verfügung stellt.
1979 wurde mit einem Neubau die wissenschaftliche mit der öffentlichen Bibliothek vereinigt, die historischen Säle mit modernen Flächen kombiniert.
Der Bestandsumfang beläuft sich zur Zeit auf ca. 2 lfd.Meter.
Die Ablieferungen erfolgten: 10/1945, 15/1947, 30/1976, 8/1977, 6/1979, 27/1979, 8/1986
Die Akteneinheiten wurden neu, nach thematischen Gesichtspunkten, und unter Berücksichtigung des Aktenplanes geordnet. Die innere Aktenordnung konnte, bedingt durch eine gute Aktenführung, größtenteils erhalten bleiben. Die chronologische Altregistratur (Erwerb 8/1977) wurde nur technisch bearbeitet, hier mussten (da schon chronologisch geordnet) keine Ordnungsarbeiten erfolgen. Fehlende Nummern wurden nicht an das Archiv der Hansestadt Lübeck abgeliefert.
Eingrenzung und Inhalt: Der Bestand enthält fast nur Unterlagen der Stadtbibliothek, kaum Büchereiakten. Chronologische Altregistratur der Stadtbibliothek (1700-1919), Organisation, Kanzlei, Jahresberichte und Statistiken, Kassenwesen, Personal- und Bauangelegenheiten, Bestandsergänzung, Benutzung, Volksbüchereiwesen, Öffentlichkeitsarbeit
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Anfang des 17. Jh. beschloss der Lübecker Rat, die Bibliotheken des Rates, der Marienkirche, der Jacobikirche, der Petrikirche und der Aegidienkirche in das Katharinenkloster zu überführen und sie mit den dort vorhandenen Büchern zu einer öffentlichen Stadtbibliothek zu vereinen. Ca. 1620 wurde sie als Gebrauchsbibliothek für die gebildeten Schichten eröffnet. Das vom ersten Bibliothekar Johann Kirchmann erarbeitete Zugangsverzeichnis des frühesten Bücherbestandes von 1622 belegt die Gründung. 1759 hinterließ Hinrich Scharbau der Stadt zugunsten der Bibliothek ein umfangreiches Vermögen (Scharbau-Stiftung). Am 25. Febr. 1879 wurde die Öffentliche Bücherei als Volksbildungsstätte gegründet. Am 1. April 1950 wurde die Städtische Bücherhalle als selbständige Dienststelle unmittelbar der Kultusverwaltung unterstellt.1926 errichtete man einen Neubau für die Bibliothek. Seit 1933 wurde die Bibliothek vernachlässigt, kriegsbedingte Auslagerungen führten zu rückläufigen Benutzerzahlen. Seit 1971 wurde angestrebt, die Stadtbibliothek mit der Öffentlichen Bücherei zusammenzulegen, seit 1979 sind beide in der Hundestraße vereint. 1987 und 1990 kehrten Handschriften und Inkunabeln aus dem Osten zurück.
Der Aktenbestand wurde in sieben Ablieferungen zwischen 1945 und 1986 von der Stadtbibliothek dem Archiv der Hansestadt übergeben. Außer dem Erwerb 8/1977 (Chronologische Altregistratur) wurden die Akteneinheiten neu, nach thematischen Gesichtspunkten und unter Berücksichtigung des Aktenplanes geordnet. Die Altregistratur wurde nur technisch bearbeitet. Die innere Aktenordnung konnte größtenteils bei allen Ablieferungen erhalten bleiben.
2 lfm
Verwandte Verzeichnungseinheiten: ASA Ecclesiastica, Oberschulbehörde, Schulen/ Katharineum, Kultusverwaltung, später Amt für Kultur
Literaturhinweis: Günther Wiegand, Zur Frühgeschichte der Stadtbibliothek Lübeck, in: ZVLGA 61, 1981, S. 51-79
Vorwort: 1616-22 auf Initiative der Stadt Lübeck in dem ehemaligen Schlafsaal der Franziskanermönche des Katharinenklosters Schaffung eines großen Bibliotheksaals, der schon damals von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden konnte. 1877 wurde der neugotische Mantelssaal angeschlossen und 1926 der Lesesaal in einem Neubau hinzugefügt. Diese Räume und das ebenfalls in den 1920er Jahren entstandene und frei zugängliche Magazin bilden den Kern einer über Jahrhunderte gewachsenen Gebrauchsbibliothek, die heute insgesamt über 1,1 Mio. Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, CDs, DVDs usw. zur Verfügung stellt.
1979 wurde mit einem Neubau die wissenschaftliche mit der öffentlichen Bibliothek vereinigt, die historischen Säle mit modernen Flächen kombiniert.
Der Bestandsumfang beläuft sich zur Zeit auf ca. 2 lfd.Meter.
Die Ablieferungen erfolgten: 10/1945, 15/1947, 30/1976, 8/1977, 6/1979, 27/1979, 8/1986
Die Akteneinheiten wurden neu, nach thematischen Gesichtspunkten, und unter Berücksichtigung des Aktenplanes geordnet. Die innere Aktenordnung konnte, bedingt durch eine gute Aktenführung, größtenteils erhalten bleiben. Die chronologische Altregistratur (Erwerb 8/1977) wurde nur technisch bearbeitet, hier mussten (da schon chronologisch geordnet) keine Ordnungsarbeiten erfolgen. Fehlende Nummern wurden nicht an das Archiv der Hansestadt Lübeck abgeliefert.
Eingrenzung und Inhalt: Der Bestand enthält fast nur Unterlagen der Stadtbibliothek, kaum Büchereiakten. Chronologische Altregistratur der Stadtbibliothek (1700-1919), Organisation, Kanzlei, Jahresberichte und Statistiken, Kassenwesen, Personal- und Bauangelegenheiten, Bestandsergänzung, Benutzung, Volksbüchereiwesen, Öffentlichkeitsarbeit
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Anfang des 17. Jh. beschloss der Lübecker Rat, die Bibliotheken des Rates, der Marienkirche, der Jacobikirche, der Petrikirche und der Aegidienkirche in das Katharinenkloster zu überführen und sie mit den dort vorhandenen Büchern zu einer öffentlichen Stadtbibliothek zu vereinen. Ca. 1620 wurde sie als Gebrauchsbibliothek für die gebildeten Schichten eröffnet. Das vom ersten Bibliothekar Johann Kirchmann erarbeitete Zugangsverzeichnis des frühesten Bücherbestandes von 1622 belegt die Gründung. 1759 hinterließ Hinrich Scharbau der Stadt zugunsten der Bibliothek ein umfangreiches Vermögen (Scharbau-Stiftung). Am 25. Febr. 1879 wurde die Öffentliche Bücherei als Volksbildungsstätte gegründet. Am 1. April 1950 wurde die Städtische Bücherhalle als selbständige Dienststelle unmittelbar der Kultusverwaltung unterstellt.1926 errichtete man einen Neubau für die Bibliothek. Seit 1933 wurde die Bibliothek vernachlässigt, kriegsbedingte Auslagerungen führten zu rückläufigen Benutzerzahlen. Seit 1971 wurde angestrebt, die Stadtbibliothek mit der Öffentlichen Bücherei zusammenzulegen, seit 1979 sind beide in der Hundestraße vereint. 1987 und 1990 kehrten Handschriften und Inkunabeln aus dem Osten zurück.
Der Aktenbestand wurde in sieben Ablieferungen zwischen 1945 und 1986 von der Stadtbibliothek dem Archiv der Hansestadt übergeben. Außer dem Erwerb 8/1977 (Chronologische Altregistratur) wurden die Akteneinheiten neu, nach thematischen Gesichtspunkten und unter Berücksichtigung des Aktenplanes geordnet. Die Altregistratur wurde nur technisch bearbeitet. Die innere Aktenordnung konnte größtenteils bei allen Ablieferungen erhalten bleiben.
Bestand
Benutzungsbeschränkung: keine
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.06.2025, 10:12 MESZ