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Sammlung Pfarrer Martin Rohkrämer (Bestand)
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Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 8SL Sammlungen >> 8SL 034M Sammlung Pfarrer Martin Rohkrämer
Bestandsbeschreibung: Sammlung des Pfarrers Martin Rohkrämer Pfarrer Dr. h.c. Martin Rohkrämer (1922-1991) studierte nach fünfjährigem Kriegsdienst Theologie in Bonn und Basel. Seine Pfarrstationen im Gemeindedienst waren Wallach-Ossenberg (1954-1961) und Essen-Rellinghausen (1961-1970). 1968 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Prag. Von 1970 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1987 amtierte er in Mülheim/Ruhr als Landespfarrer für die Aus- und Fortbildung von Gemeindemissionaren und Predigthelfern. Rohkrämer war u.a. im Vorstand der Gesellschaft für Evangelische Theologie und der Kirchlichen Bruderschaft im Rheinland sowie in verschiedenen Ausschüssen tätig. Geprägt wurde er von Karl Barth, die umfängliche Dokumentation dessen Lebens und Wirkens nimmt etwa die Hälfte des Bestandes ein. Gleichfalls übernommen wurde die überwiegend zeitgeschichtlich ausgerichtete Bibliothek Rohkrämers mit ca. 1500 Titeln, die einen Separatbestand der Dienstbibliothek des Archivs bildet. Inhalt: eigene Korrespondenzserie 1937-1975; Kurse für Gemeindemissionarsausbildung; CFK (Christliche Friedenskonferenz) 1958-1981; Kirchliche Bruderschaft im Rheinland 1952-1976; Bücherhilfe; Sammlungen zu einzelnen Theologen, u.a. Hromadka, Fritz Lieb, Wilhelm Vischer; zeitgeschichtliche Sammlung 1914-1989 (Schwerpunkte u.a. Kirchenkampf, Wiederbewaffnung, Historikerstreit; insg. 150 Ordner); Sammlung kirchliche Zeitgeschichte in Ostmitteleuropa, vor allem Ungarn (Ungarischer Kirchlicher Nachrichtendienst UKN), Rumänien, CSSR; insg. 140 Ordner; Karl-Barth-Sammlung (Abschriften des Briefwechsels, Werke, Sekundärliteratur, Biografisches, Beziehungen zu Ungarn; insg. 315 Ordner). Ergänzende Archivbestände: Pers. 51 R 193. Akzessionsdatum: 1981, 1991 Vorwort des Findbuchs Biografie Martin Rohkrämer wurde am 29.7.1922 als Sohn des Medizinaldrogisten Emil Rohkrämer und dessen Frau Lydia, geb. Haarbeck, in Stuttgart-Cannstatt geboren und am 3.9.1922 getauft. 1926 zog die Familie nach Duisburg-Ruhrort um, dem Herkunftsort von Lydia Rohkrämer, vermutlich in Zusammenhang mit der Trennung der Eheleute. Martin Rohkrämers Mutter betätigte sich an der dortigen Gemeinde als Organistin. Martin Rohkrämer besuchte zunächst die Evangelische Volksschule, später das Realgymnasium und gehörte auch dem Deutschen Jungvolk und der Hitlerjugend an. Das Abitur legte er am 10.2.1940 bereits unter Kriegsbedingungen ab. Wenige Tage später meldete er sich freiwillig zum Kriegseinsatz. Von 1940 bis 1945 leistete er seinen Militärdienst als Artillerist und Infanterist, zuletzt im Rang eines Leutnants. Drei mal wurde er dabei verwundet. Lazarett- und Genesungszeiten nutzte er zum Studium zeitgeschichtlicher Themen. Schon während seiner Schulzeit hatte er „starke historische Interessen“ gehabt. Unter dem Einfluss der Kriegserfahrungen wandte er sich nun verstärkt der Geistesgeschichte und Theologie zu. Einen erheblichen Anteil daran hatte offenbar Pfarrer Werner Koch aus Bentheim, der als Rohkrämers „geistlicher Vater“ bezeichnet wird. Nach dem Krieg kehrte Rohkrämer im Juli 1945 ins Rheinland zurück. Seine Mutter war 1942 wegen des Bombenkrieges von Duisburg zu Verwandten nach Berleburg in Westfalen übergesiedelt, Vater Emil Rohkrämer war bereits 1932 an den Folgen einer im Ersten Weltkrieg erlittenen Verwundung verstorben. Zunächst übernahm Rohkrämer hier die Leitung der Stadtbücherei Berleburg. Schon zum Wintersemester 1945/1946 nahm er dann aber das Studium der Theologie in Wuppertal auf. 1946 wechselte er an die Universität in Bonn, wo er erstmals Karl Barth als Gastprofessor hörte. Ein durch diesen vermitteltes Stipendium des Hilfswerks der Evangelischen Kirche der Schweiz ermöglichte Rohkrämer zwei Studiensemester an der Universität in Basel, wo er u.a. auch mit Wilhelm Vischer in Kontakt kam. Barth stellte Rohkrämer auch ein Empfehlungsschreiben anlässlich seiner Meldung zum Ersten Examen aus, das dieser in Düsseldorf am 3.10.1951 ablegte. Nach bestandenem Examen heiratete Rohkrämer am 10.10.1951 Hedy Haupt (4.2.1923-6.1.2004), eine gebürtige Baselerin. Drei Kinder entstammen dieser Ehe: Monika (*14.9.1952 in Düsseldorf), Christoph (*31.12.1954 in Rheinberg, †5.2.1957) und Thomas (*9.6.1957 in Moers). Das Vikariat verbrachte Martin Rohkrämer von 1951 bis 1952 bei Pfarrer Wolfgang Scherffig an der Matthäi-Kirchengemeinde in Düsseldorf, anschließend am Predigerseminar in Elberfeld und von 1953 bis 1954 in Düren. Das Zweite Examen legte er am 3.4.1954, ebenfalls in Düsseldorf, ab. Am 9.5.1954 wurde er in Düsseldorf-Eller ordiniert, wo er auch den Hilfsdienst geleistet hatte. Im selben Jahr trat er seine erste Pfarrstelle im niederrheinischen Wallach an, wo er bis 1961 amtierte. Dann wechselte er nach Rellinghausen. Rohkrämer war u. a. im Vorstand der Gesellschaft für Evangelische Theologie und der Kirchlichen Bruderschaft im Rheinland sowie in verschiedenen Ausschüssen der EKiR und der EKD aktiv. Bei der Kirchlichen Bruderschaft war er unter anderem mit der Verwaltung der Bücherhilfen, v.a. für die osteuropäischen Kirchen, betraut. Von 1962 bis 1966 war er ihr Vorsitzender. Neben seinen Amtsgeschäften pflegte Rohkrämer intensive Kontakte nach Rumänien, Ungarn und in die CSSR und widmete sich der Erforschung der osteuropäischen Kirchengeschichte. Im Oktober 1968 verlieh die Universität Prag ihm die Ehrendoktorwürde. 1970 wurde er schließlich in die neu geschaffene Landespfarrstelle für die Ausbildung der Gemeindemissionare mit Dienstsitz in Mülheim/Ruhr berufen. Mit dieser Funktion verbunden war ein Dozentenauftrag am Predigerseminar Essen. Ebenso war er als Beauftragter der Landeskirche mit der Durchführung der Rüstzeiten für Predigthelfer betraut. Seit 1979 war er Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für kirchliche Zeitgeschichte der EKD. Einer seiner Forschungsschwerpunkte lag dabei auf der Erforschung des Verhältnisses von Kirche und Staat in den sozialistischen Ländern. Ab dem Wintersemester 1979/80 übernahm er einen Lehrauftrag für Kirchengeschichte an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal 1987 trat er in den Ruhestand. Am 9.6.1991 verstarb Rohkrämer in Basel. Seine theologische Ausbildung und Entwicklung war von Anfang an stark von Karl Barth beeinflusst, zu dem er bis zu dessen Tod im Jahre 1968 Kontakt hielt. Das schlägt sich auch im Bestand nieder. Neben der Theologie blieb für ihn die Geschichte zentraler Bestandteil seiner Forschungsinteressen. Dazu stellte er sorgfältig umfangreiche Literatursammlungen zu den jeweiligen Themen zusammen, außerdem personenbezogene Sammlungen. Seine wissenschaftliche Sammeltätigkeit blieb nicht verborgen. In einem Schreiben zum 25jährigen Ordinationsjubiläum dankte Präses Karl Immer Martin Rohkrämer für seine „Treue in der Verbindung zu unseren bedrängten Brüdern im Osten, für die Gewissenhaftigkeit, mit der Du die dazu wichtige Literatur sammelst und aufarbeitest“ (PA, Bd.3). Bestand und Verzeichnung Die umfangreichen Sammlungen von Martin Rohkrämer wurden im Januar 1992 mit einem Gesamtumfang von knapp 80 lfd. Metern in das Archiv übernommen. Bei der Verzeichnung bestand die Schwierigkeit darin, den Bestand zwar zum einen auf ein sinnvolles Maß zu reduzieren, zum anderen aber auch die Lebensleistung Rohkrämers in angemessener Weise abzubilden. Allein durch das Aussondern von Kopiervorlagen und Dubletten konnte der Bestand bereits um etwa ein Drittel seines Umfangs reduziert werden. Nach weiteren Kassationen umfasst er nun noch etwa 20 lfd. Meter mit 598 Verzeichnungseinheiten. Zur Sammlung gehörte außerdem eine umfangreiche Bibliothek mit kirchen- und zeitgeschichtlicher Ausrichtung, die als Separatbestand in die Archivbibliothek übernommen wurde. Im Jahr 1975 erfolgte bereits eine erste Schenkung von Bohemica und Hungarica an die Landeskirchliche Bibliothek (s. Nr.18). Persönliche Dokumente finden sich im Bestand nur wenige. Die Korrespondenzen wurden von Rohkrämer selbst sortiert und beschriftet. Beides wurde übernommen. Sie beschränken sich überwiegend auf beruflichen und fachlichen Austausch. Im Bereich der Ausschuss- und Gremienarbeit wurden folgende Akten vollständig kassiert: Öffentlichkeitsausschuss, Theologischer Ausschuss sowie der sog. „Berufsbild-Ausschuss“, Ausschuss für die Beschreibung und Koordinierung der Berufsbilder, Aus-, Fort-, und Weiterbildung von Pfarrern und kirchlichen Mitarbeitern. Rohkrämers Akten dazu enthielten Einladungen, Rundschreiben und Sitzungsprotokolle der Ausschüsse, die alle in den Sachakten des Landeskirchenamtes (Bestand 1OB 017, s.u. Ergänzende Bestände) vorhanden sind. Seine Akten begannen jeweils mit der Berufung in den jeweiligen Ausschuss: ·Öffentlichkeitsausschuss 1969 ·Theologischer Ausschuss 1969 ·Berufsbilder-Ausschuss 1972 ·Kirche und Marxismus 1975 Die Akten der Rheinischen Bruderschaft im Rheinland beinhalten sowohl die Vorsitzakten von Martin Rohkrämer, als auch die des Vorsitzenden Dieter Linz (Vorsitzender ab 1957), sowie die Rundbriefe bis 1976. Sie wurden bereits vor der Verzeichnung u.a. zur Erforschung der Geschichte und Entwicklung der Kirchlichen Bruderschaften ausgewertet (s. Diethard Buchstädt, Kirche für die Welt, Sig. Ab 11a 263). Kassiert wurden zahlreiche Kopien zur älteren Geschichte der Bruderschaft aus dem Bestand 5WV 018 Kirchliche Bruderschaft im Rheinland, außerdem Rechnungen und Posteinlieferungsscheine der Bücherhilfe. Die Zeitschrift „Christliche Friedenskonferenz“ wurde zur Bibliothek genommen ( Sig. 327). Die Sammlungen umfassen mehrere Schwerpunktgebiete. Zuerst muss hier die etwa die Hälfte des Bestandes ausmachende Sammlung über Karl Barth genannt werden, die alleine etwa 315 Stehordner, Schuber und Archivkartons beinhaltete. Darin hat Rohkrämer sämtliche Schriften von und über Karl Barth nach chronologischen oder thematischen Gesichtspunkten zusammengestellt. Es handelt sich dabei vorwiegend um Kopien aus Archiven, Literatur, Zeitschriften und Tageszeitungen und Ähnlichem. Kleinere Sammlungen existieren zu zahlreichen weiteren Personen der Zeitgeschichte, überwiegend Theologen. Die Personensammlungen enthalten vorwiegend Schriften von und über die Person, Zeitungsartikel, seltener auch Korrespondenzen. Häufig können sie durch weitere Titel aus der Bibliothek Rohkrämers ergänzt werden. Bei den Themensammlungen überwiegen die Sammlungen zur Kirchengeschichte der osteuropäischen Länder. Kassiert wurden Teilsammlungen zur politischen Geschichte der osteuropäischen Länder vom Mittelalter an bis zum 19. Jahrhundert. Folgende Zeitschriften aus diesem Bereich wurden zur Bibliothek genommen: „Licht der Heimat“ (als Ergänzung der Akten zur kirchlichen Zeitgeschichte Rumäniens, Sig. ZK 116), „Communio viatorum“ und „Ungarischer kirchlicher Nachrichtendienst/ Ungarischer Kirchlicher Pressedienst“ (als Ergänzung der Akten zur kirchlichen Zeitgeschichte der Tschechoslowakei, Sig. ZK 756 und ZK 868), sowie „Glaube und Heimat“. Kassiert wurden thematische Sammlungen ohne kirchengeschichtlichen Bezug bzw. ohne Bezug zu Rohkrämers Veröffentlichungen, sowie Sammlungen, die ausschließlich aus Kopien von Überblickswerken bestanden, so z.B. „Nationalsozialismus 1919-1945“ und „Geschichte der BRD 1966-1987“. Ergänzende Bestände Personalakte: 1OB 009, R 193 (3 Bände), darin auch: Vaterunser-Predigten von Dr. h.c. Martin Rohkrämer, gehalten in der Gemeinde Essen-Rellinghausen; gedruckte Rundfunkpredigt von Martin Rohkrämer in: Predigt im Gespräch, Nr. 30 (September 1969); Festrede „Barth war kein Barthianer“, gehalten am 19.6.1969 anlässlich der Eröffnung des neuen Essener Studentenheimes „Karl-Barth-Haus“; Abschiedspredigt „...zum Tode am Kreuz“, gehalten auf dem Zweiten Rheinischen Predigthelfertag am 14.6.1987 in Mülheim/Ruhr 1OB 017 LKA Sachakten Landespfarrstelle für den Ausbildungsleiter der Gemeindemissionare: 1OB 017, 8393 (1969-1971) und 8394 (1972-1982); Prüfungsangelegenheiten und Kandidaten: 1OB 017, 5220-5249 Theologischer Ausschuss: 1OB 017, 2866ff Ausschuss für die Beschreibung und Koordinierung der Berufsbilder, Aus-, Fort-, und Weiterbildung von Pfarrern und kirchlichen Mitarbeitern: 1OB 017, 3585ff 1OB 029 Öffentlichkeitsausschuss 5WV 018 Kirchliche Bruderschaft im Rheinland Literatur Veröffentlichungen von Martin Rohkrämer in der Bibliothek des Archivs der EKiR ·Feiertagsheiligung (die gleitende Arbeitswoche) : zum Proponendum der Kirchenleitung/ Rohkrämer, Martin. - In: Protokolle der Kreissynode Moers. - 1957, S. 13 ·Sophia und Historie : Aufsätze zur östlichen und westlichen Geistes- und Theologiegeschichte/ Lieb, Fritz. - Zürich : EVZ-Verl., 1962 - Hrsg. von Martin Rohkrämer ·Predigt über Philipper 2,5-11/ Rohkrämer, Martin. - In: Protokolle der Kreissynode Essen-Süd. - 1969, S. 93-100 ·Kirchliche Ost-West-Begegnungen zwischen 1952 und 1959/ Rohkrämer, Martin. - In: Ein Richter, ein Bürger, ein Christ. - Baden-Baden : Nomos-Verl.-Ges.. 1987 - , S. 929 - 950 ·Bibliographie zum Historikerstreit : 1986-1987/ Rohkrämer, Martin. - [ca. 1987] ·Zweiter Rheinischer Predigthelfertag in der Evangelischen Akademie Mülheim/Ruhr (13./14. Juni 1987)/ Klappert, Bertold/ Bethge, Eberhard/ Rohkrämer, Martin. - Mülheim / Ruhr : Evang. Akademie, [1987] ·Bekennende Kirche und Nationalsozialismus : Vortragsreihe/ Rohkrämer, Martin. - Marburg, 1988 ·Der "Historikerstreit" : Eine Einführung/ Rohkrämer, Martin. - o.O., 1988 ·Hat die Bekennende Kirche versagt? : Vortrag vor d. ESG Marburg; am 25.1.1988/ Rohkrämer, Martin. - In: Bekennende Kirche und Nationalsozialismus. - 1988, S. 2-26 ·Karl Barth in der Herbstkrise 1938/ Rohkrämer, Martin. - München : Kaiser, 1988 ·Laudatio für Eberhard Bethge : gehalten am 2. Sept. 1989 in Heidelberg / Rohkrämer, Martin. - In: Mitteilungen / Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte. - München : Evang. Arbeitsgem. für Kirchl. Zeitgeschichte. - Bd. 10 (1990), S. 74-78 ·Der Rußlandkrieg - ein Defizit in der Kirchlichen Zeitgeschichtsforschung / Rohkrämer, Martin. - In: Evangelische Kirche im Zweiten Weltkrieg/ Norden, Günther van. - Köln : Rheinland-Verl. 1991, S. 269 - 291 ·Fritz Lieb 1933 - 1939 : Entlassung - Emigration - Kirchenkampf - Antifaschismus/ Rohkrämer, Martin. - In: Theologische Fakultäten im Nationalsozialismus. - Göttingen : Vandenhoeck und Ruprecht. 1993, S. 181 - 197 ·Freundschaft im Widerspruch : der Briefwechsel zwischen Karl Barth, Josef L. Hromádka und Josef B. Souček 1935 - 1968/ Barth, Karl - Hrsg. von Martin Rohkrämer - Zürich : Theologischer Verlag, 1995 ·Die Synode von Barmen in ihren zeitgeschichtlichen Zusammenhängen/ Rohkrämer, Martin. - In: Bekennende Kirche wagen. Barmen 1934-1984/ Moltmann, Jürgen. - München 1984, S. 23-58 ·Karl Barth. Texte zur Barmer Theologischen Erklärung/ Hrsg. von Rohkrämer, Martin, Zürich 1984
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.