Best. 32 Institut für vergleichende Kulturwissenschaft (Bestand)
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32
Universitätsarchiv Mainz (Archivtektonik) >> 04 Institute und Seminare
1946-1976
Form und Inhalt: Der Bestand 32 ist eine Überlieferung des Instituts für vergleichende Kulturwissenschaft, das von der Neugründung der Universität 1946 bis zur Emeritierung des Institutsleiters Prof. Anton Hilckman 1968 existiert hat. 1968 wurde es zugunsten des Instituts für Buchwesen geschlossen.
Der Institutsleiter Prof. Anton Hilckman hat in Staatswissenschaften in Freiburg promoviert, zusätzlich Geschichte, Philosophie und Naturwissenschaften studiert und wurde in Mailand zum Dr. phil. promoviert. Seine Publikationen - u.a. zum christentumsfeindlichen Charakter des Nationalsozialismus und Publikationen in Frankreich - führten zu Bespitzelung, Aberkennung des Doktortitels und zur Verhaftung durch die Nationalsozialisten. Nach Gefängnishaft war er von 1943 bis zur Befreiung durch das US-amerikanische Militär in Konzentrationslagern inhaftiert.
Das Fach vergleichende Kulturwissenschaften im Sinne des Institutsleiters kann als Geschichtsphilosophie aufgefasst werden, die nicht nur auf den historischen sondern allen Geisteswissenschaften beruht (Karl Johannes Holzamer/Bruno Kramer: Lebensreise zwischen Philosophie und Fernsehen. Erfahrungen, Erlebnisse, Begegnungen; Mainz, 2003). Das Hauptforschungsanliegen Hilckmans war das "Wissen von den Kulturen im Sinne eines Gesamthabitus des Menschen" (Beiträge zur Geschichte der Universität Mainz, Bd. 11).
Der Bestand besteht zum einen aus Korrespondenzen innerhalb der Universität (Hochschulleitung, Philosophische Fakultät, Studierende und Ersuche um Promotionen) und zu Externen (u.a. französische Adressaten). Zum anderen sind Protokolle und Referate von Studierenden und Promovenden zu Seminarsitzungen und Kolloquien überliefert. Weiterhin sind auch Teilnehmerlisten und Terminpläne der einzelnen Veranstaltungen von Herrn Prof. Hilckman zu finden. Ergänzt wird der Bestand um Lehrphotos, die - dem Vorlesungsverzeichnis zufolge - in Vorlesungen eingesetzt wurden. Hierbei handelt es sich um aus Lehrbüchern abphotographierte Landschaften, Bauwerke und Personen. Zudem wurden Rundschreiben der Hochschulleitung und des Dekanats der philosophischen Fakultät überliefert.
Kassiert wurde die Kopie eine Bibliographie sowie einige Rechnungen.
Der Bestand wurde im März 2013 von Dr. Kathrin Höhner erschlossen.
Literaturhinweis:
Kaupp, Peter: Das Institut für Vergleichende Kulturwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität, in: Jahrbuch der Vereinigung der Freunde der Universität Mainz 16 (1967), S. 72-81.
Der Institutsleiter Prof. Anton Hilckman hat in Staatswissenschaften in Freiburg promoviert, zusätzlich Geschichte, Philosophie und Naturwissenschaften studiert und wurde in Mailand zum Dr. phil. promoviert. Seine Publikationen - u.a. zum christentumsfeindlichen Charakter des Nationalsozialismus und Publikationen in Frankreich - führten zu Bespitzelung, Aberkennung des Doktortitels und zur Verhaftung durch die Nationalsozialisten. Nach Gefängnishaft war er von 1943 bis zur Befreiung durch das US-amerikanische Militär in Konzentrationslagern inhaftiert.
Das Fach vergleichende Kulturwissenschaften im Sinne des Institutsleiters kann als Geschichtsphilosophie aufgefasst werden, die nicht nur auf den historischen sondern allen Geisteswissenschaften beruht (Karl Johannes Holzamer/Bruno Kramer: Lebensreise zwischen Philosophie und Fernsehen. Erfahrungen, Erlebnisse, Begegnungen; Mainz, 2003). Das Hauptforschungsanliegen Hilckmans war das "Wissen von den Kulturen im Sinne eines Gesamthabitus des Menschen" (Beiträge zur Geschichte der Universität Mainz, Bd. 11).
Der Bestand besteht zum einen aus Korrespondenzen innerhalb der Universität (Hochschulleitung, Philosophische Fakultät, Studierende und Ersuche um Promotionen) und zu Externen (u.a. französische Adressaten). Zum anderen sind Protokolle und Referate von Studierenden und Promovenden zu Seminarsitzungen und Kolloquien überliefert. Weiterhin sind auch Teilnehmerlisten und Terminpläne der einzelnen Veranstaltungen von Herrn Prof. Hilckman zu finden. Ergänzt wird der Bestand um Lehrphotos, die - dem Vorlesungsverzeichnis zufolge - in Vorlesungen eingesetzt wurden. Hierbei handelt es sich um aus Lehrbüchern abphotographierte Landschaften, Bauwerke und Personen. Zudem wurden Rundschreiben der Hochschulleitung und des Dekanats der philosophischen Fakultät überliefert.
Kassiert wurde die Kopie eine Bibliographie sowie einige Rechnungen.
Der Bestand wurde im März 2013 von Dr. Kathrin Höhner erschlossen.
Literaturhinweis:
Kaupp, Peter: Das Institut für Vergleichende Kulturwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität, in: Jahrbuch der Vereinigung der Freunde der Universität Mainz 16 (1967), S. 72-81.
Institut für vergleichende Kulturwissenschaften (Zug. 11/74)
4 Kartons; 0,4 lfm
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.06.2025, 10:11 AM CEST