Kurfürst Philipp von der Pfalz verkündet die Entscheidung seiner Räte in Streitigkeiten zwischen Graf Heinrich von Württemberg und Mömpelgard einer- sowie Heinrich von Rathsamhausen, Ritter und pfalzgräflicher Amtmann, Michael von Reichenstein, Schultheiß, Meister und Rat zu Kaysersberg, dem dortigen Stadtschreiber Johannes Greschaft und Albrecht, Priester zu Weinbach (Wunbach) andererseits. Dies ist zum Größten Teil auf ein vor dem Reichsgericht zu Kaisersberg ergangenes Urteil zwischen dem Grafen von Württemberg und Stefan Grucker sowie das Verhalten derer zu Weinbach (Winbach) zurückzuführen. Die nachgenannten Räte haben beide Parteien zu Straßburg angehört und die Sache dem Pfalzgrafen zur Entscheidung überstellt. Dieser entscheidet, dass keine Partei der anderen Genugtuung (kerung und wandel) pflichtig ist und ihre Streitigkeiten geschlichtet sind. Alle Handlungen in dieser Sache haben keiner Partei Ehrverletzungen gebracht. Als Räte werden genannt: Graf Heinrich von Zweibrücken-Bitsch, Amtmann zu Lützelstein; Adam Zorn, Ritter und Oberschultheiß zu Rosheim; Doktor Bernhard Fröwis; Hans von Gemmingen, Vogt zu Germersheim; Jakob von Fleckenstein (Fleckstein), Schultheiß zu Hagenau; Stefan von Utenheim; Emerich Ritter, Zinsmeister zu Hagenau.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz verkündet die Entscheidung seiner Räte in Streitigkeiten zwischen Graf Heinrich von Württemberg und Mömpelgard einer- sowie Heinrich von Rathsamhausen, Ritter und pfalzgräflicher Amtmann, Michael von Reichenstein, Schultheiß, Meister und Rat zu Kaysersberg, dem dortigen Stadtschreiber Johannes Greschaft und Albrecht, Priester zu Weinbach (Wunbach) andererseits. Dies ist zum Größten Teil auf ein vor dem Reichsgericht zu Kaisersberg ergangenes Urteil zwischen dem Grafen von Württemberg und Stefan Grucker sowie das Verhalten derer zu Weinbach (Winbach) zurückzuführen. Die nachgenannten Räte haben beide Parteien zu Straßburg angehört und die Sache dem Pfalzgrafen zur Entscheidung überstellt. Dieser entscheidet, dass keine Partei der anderen Genugtuung (kerung und wandel) pflichtig ist und ihre Streitigkeiten geschlichtet sind. Alle Handlungen in dieser Sache haben keiner Partei Ehrverletzungen gebracht. Als Räte werden genannt: Graf Heinrich von Zweibrücken-Bitsch, Amtmann zu Lützelstein; Adam Zorn, Ritter und Oberschultheiß zu Rosheim; Doktor Bernhard Fröwis; Hans von Gemmingen, Vogt zu Germersheim; Jakob von Fleckenstein (Fleckstein), Schultheiß zu Hagenau; Stefan von Utenheim; Emerich Ritter, Zinsmeister zu Hagenau.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 829, 250
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge I (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1485 Juli 28 (uff dorstag nach sant Jacobs dag)
fol. 328r-328v
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz
Von der Urkunde wurden zwei Exemplare ausgefertigt, wovon jede Partei eines erhielt. Kopfregest: "Entscheit zuschen graff Henrich von Wirtenberg an einem und Henrich von Ratsamhusen ritter amptmann Michel von Richenstein schulteiß meister und rath zu Kaisersperg auch Johansen Greschart statschrieber daselbst und herrn Albrechten eynem priester zu Wunbach am andern teyl".
Albrecht; Priester zu Weinbach, erw. 1485
Fleckenstein, Jakob von; Unterlandvogt im Elsass, Hofmeister, Beisitzer am Hofgericht, Schultheiß zu Hagenau, erw. 1483, 1507
Fröwis (Frowis), Bernhard; Jurist, Beisitzer am kurpfälzischen Hofgericht, erw. 1469, 1496 tot
Gemmingen, Hans von, der Kecke (Keckhans); Vogt zu Germersheim, 1431-1487
Greschaft, Johannes; Stadtschreiber zu Kaysersberg, erw. 1484
Grucker, Stefan; vor 1485
Rathsamhausen, Heinrich von; Ritter, Amtmann zu Kayersberg, erw. 1464, 1481
Reichenstein, Michael von; erw. 1485
Ritter, Emmerich; kurpfälzischer Zinsmeister zu Hagenau, erw. 1464, 1490
Uttenheim, Stefan von; erw. 1461, 1485
Zorn, Adam; Ritter, Oberschultheiß zu Rosheim, erw. 1482, 1485
Kaysersberg, Dep. Haut-Rhin [F]
Weinbach : Kienzheim = Kientzheim, Dep. Haut-Rhin [F]
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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