Johann Hofmann, derzeit Diener des Bischofs von Passau ("Bassow"), und seine Ehefrau Barbara, Tochter des verstorbenen alten Steuermeisters Johann Pfefferkorn und Bürgerin zu Ulm, verkaufen den Anteil der Barbara an Zehnten zu Ober- und Unterhaslach ("zu beden Haslach") [Stadt Ulm], Kesselbronn ("Kesselbrunnen") [Stadt Ulm] und Thalfingen [Gde. Elchingen/Lkr. Neu-Ulm] sowie ihren Teil an einem Zehnt in Ulm vor dem Eselsberg, dessen halber Teil der dortigen Deutschordenskommende [abgegangen, Bereich Bahnhofstraße 11-13, Bahnhofstraße 5, Parz. 281/1 und 281/3] gehört, an ihren Schwager bzw. Bruder Ulrich Pfefferkorn. Die Zehntanteile sind von dem verstorbenen Otto Besserer an die Geschwister Pfefferkorn vererbt worden und sind ein Leibgeding des Benediktinerklosters Reichenau ("Rychenowe") [Lkr. Konstanz]. Der Käufer hat ihnen dafür 100 rheinische Gulden bezahlt. Die Verkäufer übertragen ihm daher die Zehntanteile und verzichten auf alle Rechte, die ihnen daran zustehen. Ausgenommen davon ist lediglich ein etwaiger Erbanspruch darauf, den die Verkäuferin beim Tod ihres Bruders hätte.

Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
Objekt beim Datenpartner
Loading...